8. Tag (01. August 2025)

Den Vormittag verbringe ich damit, wieder einmal mit Organisation beschäftigt zu sein. Tanken, einkaufen, planen, abrechnen und so weiter.

Am Nachmittag fahre ich zu meinem Tidal-Bore-Rafting-Adventure, welches ich gebucht habe. Ich habe natürlich die zeitlich längste Tour gebucht und bin nun im Zweifel, ob das so gut war, als ich im Auto sitze. Aber die Wolken reißen auf, die Sonne kommt hervor und die Flutwellen warten schon auf mich. Als die Leute mit Schwimmwesten ausgestattet waren und alle wichtigen Dinge erledigt waren und jeder sich die Leihschuhe angezogen hatte, ging es nach der Gruppeneinteilung auch schon los und wir bestiegen die motorisierten Zodiacs.

Zuerst fuhren wir den Fluss hinunter in Richtung der Mündung und hatten dabei noch ablaufendes Wasser. Die Zeit, bis die Flut einsetzt, verbringen wir mit Schlammrutschen in der Uferböschung. Dass der Flussgrund an manchen Stellen sehr schlammig ist, haben wir ausgenutzt und sind auf dem Schlamm das Ufer hinuntergerutscht und waren natürlich von Kopf bis Fuß total verschlammt. Es hat aber viel Spaß gemacht und es gab bei den Teilnehmern der doch rund zwanzig Boote viele lustige Szenen zu sehen, wenn Erwachsene sich plötzlich wie Kinder benehmen.

Nachdem wir den Schlamm im Flusswasser wieder bestmöglich abgewaschen hatten, haben wir uns bereitgemacht für die ersten Flutwellen. Die Flut hier ist mit einem Anstieg von fünf Zentimetern pro Minute so stark, dass sich an den Sandbänken im Flusslauf Strömungswellen bilden, die wir mit den Zodiacs abgeritten sind. Dabei wurden wir natürlich klatschnass, als Wellen über den Bug ins Boot gebrochen sind. Weswegen wir aber natürlich auch da waren. Dieses Phänomen der Wellenbildung hielt aber an einzelnen Sandbänken nur wenige Minuten an, da das Wasser derartig schnell gestiegen ist. So sind wir weiter flussaufwärts zur nächsten Sandbank gefahren, an der wir ebenfalls den Zeitpunkt der Wellenbildung wieder genau treffen mussten. So ging das die ganze Zeit über. Teilweise waren die Wellen so groß, dass sich das Zodiac bis zur Oberkante mit Wasser gefüllt hatte, so dass wir das Wasser erst einmal wieder loswerden mussten, bevor wir wieder weiterfahren konnten.

Zum Schluss gab es nochmals die Möglichkeit des Schlammrutschens an einer anderen Stelle, was nochmals viel Spaß brachte und den Abschluss der Tour bildete. Wieder an Land haben wir erst einmal geduscht und uns wieder abgetrocknet. Als ich dann wieder in der Unterkunft war, musste ich erst einmal vielfach mein T-Shirt und die Badehose im Waschbecken ausspülen, um den Schlamm aus dem Stoff zu bekommen.