Ich breche nach Osten auf. Es ist bewölkt, aber es regnet nicht. Ich schaue mir zuerst das Annapolis-Tal an, in dem sich der Fluss sehr schön entlangschlängelt. Dann besuche ich Halls Harbour und komme durch Zufall dort zur Ebbe an und sehe deshalb den Hafen vollkommen trocken liegen. Dass alle Boote und Schiffe nicht im Wasser schwimmen, sieht irgendwie komisch aus. Nachdem ich mich umgesehen habe, entschließe ich mich, weiterzufahren und nochmals zur Flut in etwas mehr als sechs Stunden zurückzukommen, wenn es mir zeitlich reicht.
Ich fahre an der Küste weiter entlang und besuche auch noch Burntcoat an der Bay of Fundy, nachweislich der Ort mit der höchsten je gemessenen Tide von 16,4m. Hier herrscht auch gerade Ebbe und große Teile liegen trocken, so dass die Leute auf dem Meeresgrund spazieren gehen und anschließend mit großem Aufwand versuchen, den Schlamm wieder von ihren Schuhen zu waschen.
Ich fahre weiter nach Truro und beziehe dort mein Quartier. Etwas verrückt, aber irgendwie von der Sache fasziniert, entscheide ich mich, zur Flut nach Halls Harbour zurückzufahren, und komme dort rund eine halbe Stunde nach dem Höchststand an und kann mir nun den Hafen mit rund zehn Metern Wasser ansehen. Ein völlig anderes Bild und kaum nachzuvollziehen, dass dies alles trocken gelegen hat vor rund sechs Stunden. Ich versuche, wieder Bilder aus der gleichen Perspektive zu machen, um diese direkt gegenüberstellen zu können.
Ein ähnliches Bild später auch am Burntcoat Head, aber nicht ganz so beeindruckend, wie ich finde, weil es sich doch um eine relativ weitläufige Bucht handelt, im Gegensatz zum engen Hafen in Halls Harbour.