33. Tag (26. August 2025)

Heute verlassen wir Port Renfrew wieder und laden auch noch den Müllsack mit ein, weil wir diesen nicht in der Wohnung lassen durften. Da die Entsorgungsstation erst viel später öffnet und wir nicht drauf warten wollen, müssen wir im Laufe des Tages noch eine Möglichkeit finden, den Sack loszuwerden. Die Straße führt hinauf in die Berge, ist sehr kurvig, aber auch interessant. Zwischendurch halten wir an der Harris-Creek-Fichte, die wir uns anschauen. Sie steht am Ufer eines Flusses mitten im Regenwald. Auch dieser Baum ist riesig und man kann seine Ausmaße vom Boden aus eigentlich gar nicht erfassen.

Wir erreichen dann Lake Cowichan und wissen nicht genau, was wir hier tun sollen, außer vielleicht unseren Sack loszuwerden. Wir finden einen Müllcontainer für Anwohner und recht flink hatten wir ein kleines Problem weniger. Anschließend sind wir ein wenig ziellos rumgelatscht und weil es nichts zu sehen gab, dann einfach weitergefahren.

Auf der Hauptstraße der Insel fahren wir ein Stück nach Norden, bevor wir dann wieder an die Westküste abbiegen. Auf dieser Strecke machen wir einen kurzen Halt am Cameron Lake, der sehr schön zwischen den Bergen liegt und in den vergangenen Tagen wegen eines Waldbrandes in den Schlagzeilen war. Auf den gegenüberliegenden Hängen kann man auch die verbrannten Flächen erkennen.

Wenig später erreichen wir den Parkplatz des Cathedral Grove. Es ist recht voll an der Straßenseite und es steht eines der großen Wohnmobile so im Weg herum. Ich fahre drumherum und sehe, dass eine Parkbucht frei wird, und stelle mein kleines blaues Auto ab. Als wir aussteigen, spricht uns eine Holländerin an, ob wir nicht doch eine kleine Lücke vor einem Baum nehmen könnten. Sie hatten wohl schon auf den Platz gewartet, an den ich mich hingestellt hatte. Ich tat ihr den Gefallen, aber manchmal haben kleine Autos doch Vorteile.

Wir gehen die ausgeschilderten Wege durch den Hain entlang und bewundern die üppige und groß gewachsene Vegetation. Auch auf der anderen Straßenseite, die wir uns noch anschauen, ist es imposant, durch diesen Wald zu gehen. Es wundert also nicht, dass der Parkplatz so voll war, denn der Cathedral Grove ist sehr sehenswert.

Auf der weiteren Fahrt haben wir dann die Abzweigung zum Hole in the Wall irgendwie übersehen, sodass wir vorbeigefahren sind. In Port Alberni gab es nichts anzuschauen, sodass wir gar nicht ausgestiegen sind. Zudem war es hier auch mit 35°C enorm warm, was wir gar nicht erwartet hatten. Echt sehr überraschend.

Wir fahren weiter die Küste hinunter. Die Straße schlängelt sich durch die Berge entlang der Täler. Zwischendurch halten wir noch am Wally Creek, wo wir uns jedoch nur kurz aufgehalten haben, da es nicht spannend war und wir uns nicht dazu entschließen konnten, die Badeklamotten rauszuholen und ins Wasser zu springen.

In Ucluelet angekommen merken wir gleich, dass dies eine Touristenhochburg ist. Nicht dass es überlaufen wäre, aber es ist einfach touristisch geprägt. Wir checken in einer schönen Unterkunft mit Blick über die Bucht und einem eigenen Whirlpool ein. Leider herrscht aktuell Nebel, so dass der Ausblick etwas eingeschränkt ist.

Im Restaurant heute Abend hatten wir nicht so viel Glück. Der Lachs, den Beate gewählt hatte, war zu trocken, wobei mein Steak in Ordnung war. Mal schauen, was die nächsten Tage so bringen, denn die Wetteraussichten sind nicht so erfreulich. Denn wenn es im Landesinneren so heiß ist, dann herrscht hier an der Küste oft Nebel.