26. Tag (19. August 2025)

Ich stehe früh auf und fahre direkt los, da die Strecke bis Kamloops rund sechs Stunden Fahrzeit in Anspruch nimmt. Gleich zu Beginn aber muss ich gleich zweimal anhalten, weil sich durch die aufgehende Sonne schöne Motive ergeben. Dann aber geht es ohne weiteren Stopp in Richtung Kamloops. Als ich den Jasper-NP verlassen habe, ist das Tal auch nicht mehr so spektakulär. Es herrscht kaum Verkehr und was mich immer wieder fasziniert, ist die Tatsache, dass es über mehr als hundert Kilometer keine Ortschaft, Siedlung, Landwirtschaftsflächen oder sonstige Zivilisation gibt.

So komme ich gut voran und genieße die entspannte Fahrt. Als ich immer weiter hinunterkomme, werden die Berge rechts und links immer niedriger und auch das Tal weitet sich zunehmend. Nun sind auch erste landwirtschaftliche Flächen zu sehen und die ganze Landschaft ähnelt ein wenig dem Schwarzwald. In Clearwater lege ich noch einen Tankstopp ein, bevor es dann nach Kamloops geht. Ich besuchte dort noch den BC Wildlife Park und spekulierte auf das eine oder andere gute Foto. Gleich als ich den Park betrete, ist mir bewusst, dass es keine guten Fotos geben wird, da bei der Gestaltung der Gehege ausschließlich auf Zäune gesetzt wurde. So genieße ich einfach, was mir geboten wird. Zuerst einmal recht wenig, denn obwohl die Gehege relativ klein sind, können sich die Bewohner so verstecken, dass man sie nicht sieht. Es sind jedoch die Hirsche und die Bergziege zu sehen.

Dann komme ich zufällig zur Fütterung der Schwarzbären und als Erstes erscheint der sehr seltene Spirit-Bär. Ein weißer Schwarzbär, kein Albino, der jedoch ein weißes Fell besitzt, wie manche Menschen rote Haare.

Zur Fütterung gibt es natürlich viele weitere Erklärungen und mir wird bewusst, dass es sich eigentlich gar nicht um einen Wildlife-Park handelt, sondern eher um einen Gnadenhof. Denn jedes Tier hier wäre in der Wildnis nicht überlebensfähig, weil es ohne Eltern als Jungtier gefunden wurde oder mit schweren Verletzungen aufgefunden wurde.

Dann habe ich im Motel eingecheckt, war anschließend beim Friseur, habe im Supermarkt eingekauft und meine Wäsche mal wieder gewaschen.

Weil es aber noch zu früh war, im Zimmer zu bleiben, habe ich mich noch auf den Weg in den Cartwright Nature Park gemacht, von dem man nach einer kurzen Wanderung auf den Gipfel einen tollen Ausblick auf die Stadt und vor allem auf den Zusammenfluss des nördlichen und südlichen Thompson River hat.

Anschließend fuhr ich noch hinunter in die Stadt und schlenderte durch den Riverside Park, wo zu meiner Überraschung auch noch eine Liveband Countrymusik gespielt hat. So bin ich noch etwas geblieben, bevor ich mich zum Essen aufgemacht habe und zurück in die Unterkunft gegangen bin.