Das Hotel befindet sich in einem alten viktorianischen Holzhaus. Das Zimmer ist sehr hübsch eingerichtet und auch der Frühstücksraum im Kolonialstil hat seinen Charme. Nach dem Frühstück mache ich mich auf, die Stadt zu erkunden.
Zuerst besuche ich den Halifax Public Garden, welcher einer der wenigen originalen viktorianischen Gärten in Kanada ist. Die Anlage ist sehr gepflegt, toll angelegt und auf jeden Fall einen Besuch wert. Von dort aus gehe ich hinauf zur Zitadelle auf „the Hill“, um diese zu besuchen. Heute ist es ein sehr kleiner Nationalpark, zu dem ich zu meiner Überraschung keinen Eintritt bezahlen muss. Da ich noch weitere NPS besuchen werde und mir wohl einen entsprechenden NP-Pass kaufen will, frage ich, was es damit auf sich hat. Die Antwort kam prompt und mit einem Lächeln. Der Premierminister hat im Wahlkampf versprochen, dass alle Nationalparks kostenfreien Eintritt haben werden, wenn er gewählt wird, und somit sind alle Nationalparks in Kanada zumindest in diesem Jahr eintrittsfrei.
Vor einer Stunde habe ich mir das Fort angeschaut und bin dann zum Harbour Front Boardwalk hinuntergelaufen und habe dort den Tag verbracht. Das Wetter ist sehr schön, mit viel Wind und angenehmen Temperaturen. Es gibt entsprechende Restaurants und Souvenirläden, aber auch bequeme Stühle, auf die man sich setzen kann, um aufs Wasser zu schauen. Halifax ist für seinen natürlichen Hafen sehr berühmt und die Tatsache, dass von hier aus in den beiden Weltkriegen viel Nachschub verschifft wurde, wird an allen Ecken erzählt und gezeigt. Gegen Nachmittag setze ich mich in die Garrison Brewery und genieße ein Bier.
Dann gehe ich ins Hotel zurück, schnappe mir das Auto und fahre kurz zum Fairview-Lawn-Friedhof, auf dem die nicht auf See bestatteten Toten des Titanic-Untergangs ihre letzte Ruhe fanden. Es sind hier 150 Tote des Unglücks begraben, also rund 10 % der Opfer.
Auf dem Rückweg kaufe ich noch im Supermarkt ein paar Dinge ein und gehe am Abend in der Nähe der Waterfront etwas essen. Im Anschluss flaniere ich noch zwischen den vielen Leuten am Samstagabend.