17. Tag (10. August 2025)

Gleich am Morgen um 8:00 Uhr habe ich im Internet versucht, ein Shuttle-Bus-Ticket der Parkverwaltung zum Moraine Lake zu bekommen. Nach 15 Sekunden waren keine Tickets mehr verfügbar und ich frage mich dann schon, wie das sein kann. Es ist einfach verrückt, wie viele Leute hier in der Hochsaison unterwegs sind.

Dann bin ich auch gleich zu meinem ersten Ziel, dem Johnston Canyon, aufgebrochen, weil man auch da früh dort sein muss, um noch einen Parkplatz zu bekommen. Ich habe noch einen bekommen und konnte mich mit vielen anderen auf den Wanderweg machen. Der Canyon ist einer Klamm sehr ähnlich, in der man sich auf Stegen bewegt, die an der Felswand montiert sind. Es ist eine sehr schöne Schlucht. Die Lower Falls, auf welche man zuerst stößt, sind toll. Die Leute drängen sich jedoch davor, um jeweils das beste Foto zu bekommen. Weiter geht’s zu den Upper Falls, die sehr hoch und beeindruckend sind. Hier lasse ich mir Zeit und schaue mir die Fälle von unten und oben an.

Danach drehen dann die meisten Leute wieder um, aber die Wanderung führt noch weiter zu den Inkpots. Es handelt sich dabei um fünf Quellen, die jeweils in einem großen Teich entspringen und teilweise unterschiedliche Farben besitzen. Hier öffnet sich das Tal wieder und der Blick schweift auf die dahinterliegenden Berge. Es ist eine sehr schöne Aussicht, die ich versuche, so lange wie möglich zu genießen.

Als ich nach zwei Stunden Abstieg wieder am Parkplatz bin, entschließe ich mich, zu meiner nächsten Unterkunft in Lake Louise zu fahren, um zu fragen, ob diese einen Bus-Shuttle-Service zum Moran Lake anbietet. Zu meiner Freude bieten sie einen Shuttle-Service an und es gibt auch noch Plätze. Der Haken dabei war jedoch der Preis. Aber man zahlt eben den Preis für etwas, was man nur einmal im Leben unternimmt. So besitze ich jetzt ein Ticket, um zum Moraine Lake zu kommen, und habe mich entschieden, morgen mit dem Auto zum Parkplatz des Lake Louise zu fahren. Hier ist der Haken: Das Parken kostet nicht nur Geld, sondern man sollte auch kaum später als 5 Uhr morgens dort sein, um noch einen Parkplatz zu bekommen, bevor dieser wegen Überfüllung geschlossen wird.

Nachdem nun alles geregelt und festgelegt ist, fahre ich noch zum Stainley-Glacier-Trail nach British Columbia rüber und habe diese Wanderung am Nachmittag gemacht. Das Auto stellt man fast auf Passhöhe ab und geht dann noch ein paar Höhenmeter in ein Tal hinein, welchem man bis zum Ende folgt. Dabei begleitet einen auf der rechten Seite eine beeindruckend hohe Felswand. Das Tal ist sehenswert, aber die Gletscher haben sich auch hier bereits so weit zurückgezogen, dass nur noch ganz hinten und ziemlich weit oben Reste davon zu sehen sind.

Als ich wieder in Banff zurück war, ging ich essen, um mich im Anschluss nochmals ins Auto zu setzen und den Golfparkway entlangzufahren, in der Hoffnung, ein paar Hirsche zu sehen, die abends auf den Golfplatz kommen sollen. Tatsächlich sind auch Rehe zu sehen, die es sich auf dem „Grün“ des Platzes gemütlich machen.