Ich starte mit einem Frühstück in einer Bäckerei, die ein Stück die Straße runter liegt. Dabei sitze ich auf der Terrasse mit Blick auf den Ozean.
Im Anschluss mache ich mich auf den Weg in den NP und suche erst einmal die einzige Tankstelle auf, um nicht mit dem Auto liegen zu bleiben. Ich fahre zum Parkplatz des Franey Trail, nehme den Rucksack mit, was zu trinken und auch was zu essen aus dem Kofferraum, denn es geht rund sieben Kilometer den Berg hinauf zu einem Aussichtspunkt über den Atlantik und auch die Clayburne-River-Schlucht. Der Weg zieht sich und weil der eigentliche Weg wegen Bauarbeiten gesperrt ist, folge ich mehr oder weniger einem Fahrweg, der durch den Wald führt. Also nicht sehr aufregend. Aber als ich dann endlich am Aussichtspunkt ankomme, muss ich sagen, dass es sich gelohnt hat. Die Küste liegt einem zu Füßen und der Blick reicht weit. Ich setze mich erst einmal in den roten Stuhl, der auch hier, wie in so vielen NPS, steht, und genieße die Aussicht ausgiebig. Ein paar Schritte weiter hat man dann den Blick hinunter zum Clayburn River. Der Ausblick in die noch komplett naturbelassene Schlucht ist gewaltig und wunderschön.
Als ich dann wieder am Auto bin, muss ich erst einmal zu einem Restaurant fahren, um mir eine eiskalte Cola zu gönnen, um mich abzukühlen, denn es ist mal wieder ein recht heißer Tag für die Gegend. Auf dem Gipfel hatte ich ein einheimisches Pärchen getroffen, das mir den Tipp gegeben hat, den von mir geplanten Middle-Head-Trail erst am Abend zu machen, um zu vermeiden, zu vielen Leuten zu begegnen.
So fahre ich weiter und verbringe den Nachmittag damit, den Warren-Lake-Trail zu machen, der um den gleichnamigen See herumführt. Es ist recht warm, aber der Weg verläuft hauptsächlich im Schatten der Bäume und bietet immer mal wieder sehr schöne Aussichten auf den See. Ich habe leider meine Badehose nicht dabei, was mich ein wenig ärgert, denn bei den Temperaturen hätte ich mich gerne wie die Leute dort am Strand abgekühlt.
So nehme ich wieder das Auto und fahre zurück zum Middle Head, wo ich recht früh im Restaurant der bekannten Keltic Lodge zu Abend esse und mir einen leckeren Fisch genehmige. Nun ist es spät genug, um anschließend den Middle-Head-Trail auf der Halbinsel in Angriff zu nehmen. Der Wind hat stark aufgefrischt und es sind auch keine Leute mehr unterwegs, so dass ich den Trail für mich alleine habe. Die Aussicht auf das Meer und der Wind, der mit um den Kopf bläst, sind toll und ich genieße die Ruhe hier. Das Meer ist aufgepeitscht und ich lasse mich vom Wind durchblasen. In der Luft sind nicht nur Möwen, sondern auch Basstölpel zu sehen, denen der Wind sicherlich Spaß macht.
Anschließend fahre ich dann in die Unterkunft zurück und beende den Tag auf der Terrasse.