8. Tag (23. Januar 2020)

Wanderalbatros

Auf dem Weg nach Südgeorgien ist heute unser erster von zwei Tagen auf See. Wir haben nur 25-30 Knoten Wind, aber die Dünung bewegt das Schiff doch recht stark. Am Vormittag ist unsere Hauptaufgabe, die Biosicherheit unserer Ausrüstung herzustellen. Sprich wir müssen dazu penibel unsere Jacken, Hosen, Rucksäcke und vor allem Stiefel von jedwedem Samen und Schmutz befreien. Erhöhte Aufmerksamkeit wird dabei den Klettverschlüssen und den Ritzen in den Stiefeln geschenkt. Mit Staubsaugern, Nadeln und Pinzetten bewaffnet rücken wir jedem noch so kleinen Fussel auf den Leib. Dies ist anstrengend, aber auch notwendig, da in der Vergangenheit bereits viel auf die Insel eingeschleppt wurde, was die natürliche Vegetation und damit das Ökosystem schädigt. Allein das Ausrotten der eingeschleppten Ratten hat zig Millionen EUR gekostet und fast ein Jahrzehnt an Zeit benötigt.

Über den Tag hören wir noch einen Vortrag über South Georgia und wie Ali nach ihrer Hochzeit neun Monate auf Südgeorgien gelebt und überlebt hat. Ich denke dabei nur, was sie für eine taffe Frau ist.

Den Rest des Tages gibt es nicht viel zu tun, denn das Wetter ist regnerisch und neblig und von Deck aus gibt es heute nichts Spannendes zu sehen.