3. Tag (18. Januar 2020)

NP Terra del Fuego

Habe mehr als elf Stunden geschlafen und bin immer noch nicht wirklich fit. Aber egal, erst einmal frühstücken, und dann geht es raus an die frische Luft. Mit dem Bus fahre ich in den Nationalpark Terra del Fuego, steige aus und beginne meine Wanderung entlang der Küste. Es ist derselbe Weg, den ich bei meinem letzten Besuch nur ein kurzes Stück gehen konnte, weil ich keine Zeit hatte. So marschiere ich am südlichsten Postamt der Welt los und merke gleich, dass ich heute für den Weg deutlich länger brauchen werde als normal. Aber macht nichts ich habe den ganzen Tag Zeit, und es sind nur rund zehn Kilometer. So genieße ich ausgiebig die zahlreichen Ausblicke auf den Beagle Kanal und die dahinter liegenden Berge des David Gebirgszugs. Zwischendurch setze ich mich auch zwei Mal ans Ufer und genieße einfach meine Zeit. Es ist eine sehr schöne, naturbelassene und wilde Landschaft, deren Eindruck auch durch den relativ starken Wind unterstrichen wird. Leider ist der Weg nach dem gestrigen Regen recht matschig, aber dafür ist es heute heiter und die Sonne kommt hin und wieder zwischen den Wolken zum Vorschein. Am Nachmittag erreiche ich schließlich das Besucherzentrum und trinke erst einmal etwas bevor ich noch einen Abstecher zum Largo Acigami mache. Dort setze mich am Strand auf eine Bank und schaue eine ganze Zeit lang auf den See hinaus. Der Wind bläst mir kräftig ins Gesicht, und ich bin zu müde um noch am See entlang zu gehen. So belasse ich es dabei und gehe zum Besucherzentrum zurück, wo ich bei einem Kaffee auf den Bus zurück nach Ushuaia warte.

In der Stadt gehe ich noch essen und lege mich auch heute früh aufs Ohr, denn morgen soll die große Reise wirklich beginnen.