7. Tag (08. Oktober 2019)

Heute Morgen ist der Berg nur zur Hälfte zu sehen, da sich der Gipfel in Wolken hüllt. Deshalb drehe ich mich noch einmal um und gehe dann gemütlich zum Frühstück. Deshalb bin ich bei weiten nicht so früh dran wie gestern. Ich möchte heute mit der Bahn zum Blauherd hochfahren, doch als ich an der Kasse stehe wird mir mitgeteilt, dass ich nur bis zur Sunnegga hochfahren kann, da die Seilbahn ab dort bereits geschlossen sei. So fahre ich eben mit der Standseilbahn, die komplett im Berg verkehrt zur Sunnegga hoch und muss eben für den 5-Seen Weg noch etwas aufsteigen. Das Wetter ist gut, jedoch sind sämtliche umliegenden Gipfel in Wolken gehüllt. Gleich nachdem ich die Standseilbahn verlassen habe komme ich am Leisee vorbei, der für Familien gut ausgebaut ist, da ja auch mit der Bahn leicht erreichbar.

Ich mache mich auf den Weg zum Stellisee, dem schönsten, aber auch höchst gelegenen See. Ich lasse es gemütlich angehen und mache nach der halben Strecke eine längere Pause auf einer Bank von der ich einen schönen Blick ins Tal und die dahinterliegenden Gipfel genießen kann.

Da es noch Vormittag ist steige ich zum Stellisee hinauf. Zu meiner Überraschung sind viele Leute dort, die mich allerdings nicht überholt haben, die aber wohl über eine andere Route gekommen sein müssen, da ich bis dahin so gut wie niemanden getroffen hatte. Die Seeoberfläche wird vom Wind gekräuselt und das Matterhorn hüllt sich immer noch in Wolken, aber es sind blaue Flecke am Himmel zu erkennen. So gebe ich mir noch etwas Zeit und setze mich, um zu warten und die Leute zu beobachten.

Dann plötzlich, kurz nach Mittag reißt es auf und der Gipfel des Matterhorns ist zu sehen, zudem flaut der Wind ab, die Wasseroberfläche beruhigt sich und es ist die Spiegelung der Landschaft im See zu sehen. Wow. Ich schaue mir dies noch eine ganze Weile an und mache natürlich Bilder.

Danach steige ich ab, um zu den anderen Seen zu kommen. Während des Abstiegs sehe noch einige Ziegen am Wegesrand, die auch noch ein Sonnenbad genießen. Dann erreiche ich zuerst den Grindjisee, wo ich mich jedoch nur kurz aufhalte und gleich weiter zum Grünsee hinüber gehe, was ein ganzes Stück ist. Dort mache ich auch Rast, und plötzlich nimmt auch hier der Wind ab und ich erhalte eine perfekte Spiegelung der gegenüberliegenden Berge mit ihren weißen Gipfeln und dem dunkelblauen Himmel in der Seeoberfläche. Ich kann es kaum glauben.

Da es etwas schlecht ausgeschildert ist geht mein Abstieg nicht am Moosjisee vorbei, sondern ich steige wieder zum Grindjisee auf um dann zur Sunnegga absteigen zu können. Als ich dann die Sunnegga erreicht habe verbringe ich zuerst noch einige Zeit auf einer Bank am Leisee und will dann wieder mit der Bahn hinunterfahren. Ich komme jedoch an der Aussichtsterrasse der Sunnegga vorbei und entscheide mich noch spontan für ein Bier mit Aussicht.

Dann nehme ich die Bahn und bin in wenigen Minuten wieder unten im Dorf.