5. Tag (06. Oktober 2019)

Wie ich aus dem Internet erfahre ist der Nufenen Pass bereits gesperrt, und auch die Wetteraussichten für die alternative Strecke über Gotthard und Furka sind nicht berauschend, sondern ziemlich schlecht. Deshalb entscheide ich mich dafür, über den Süden ins Wallis zu fahren. Ich fahre also heute Morgen die Gotthard Strecke wieder runter nach Bellinzona. Dort biege ich dann nach Locarno ab, um am Lago Maggiore vorbei durch das Centovalli nach Domodossola zu fahren. Schon das Centovalli ist wunderschön, und als dann noch mittendrin die Wallfahrtskirche Madonna del Sangue auftaucht bin ich von der Größe des Gebäudes sehr überrascht, weil ich solch eine wuchtige Kirche in dieser Gegend nicht erwartet hätte. Ich mache natürlich eine Pause und schaue sie mir an. Am heutigen Sonntagmorgen wird gerade eine Messe gehalten und deshalb halte ich mich nicht sehr lange drinnen auf.

Dann erreiche ich Domodossola und schlendere rund eine Stunde durch die Altstadt mit ihren sehenswerten alten Gebäuden und Gassen. Danach mache ich mich schlussendlich auf den Weg ins Wallis. Es gilt nur noch den Simplon Pass zu überwinden. Es ist eine wunderschöne Strecke, die durch schroffe Felswände führt und am Scheitel sehr schöne Ausblicke beschert. Ich verbringe eine ganze Zeitlang dort, obwohl der Wind eisig weht. Dann geht es wieder hinunter ins Tal um anschließend wieder nach Täsch hoch zu fahren. Hier muss ich das Auto stehen lassen und das letzte Stück mit dem Zug fahren, da Zermatt vollkommen autofrei ist. Mit der Bahn sind es nur wenige Minuten und ich bin angekommen. Ich nehme meinen Rucksack und ziehe den Koffer durch die Straßen zum Hotel.

Es ist zuerst einmal eine Dusche angesagt und Koffer auspacken, da ich drei Nächte hierbleiben werde. Durch das Fenster ist das Matterhorn schon zu erahnen, zieht jedoch immer weiter zu. Laut Wetterbericht soll es aber morgen und übermorgen wieder aufklaren. Also feste Daumen drücken.

Anschließend schlendere ich ein wenig durch das Städtchen um mich umzuschauen und zu orientieren, wenn ich morgen auf die Berge will. Danach gebe ich meinem Hunger nach und gehe was essen.