8. Tag (26. Juli 2019)

Es regnet am Morgen immer noch, nachdem es in der Nacht mal aufgehört hatte. Wir sind etwas unschlüssig nach dem Frühstück was wir tun sollen. Im Fernsehen läuft die Tour de France und wir schauen zunächst einmal die Etappe an, die auf Grund eines Hagelschauers abgebrochen werden muss. Hier regnet es auch viel mehr als um diese Jahreszeit üblich, denn eigentlich herrscht Trockenzeit. Aber dieses Jahr ist es ein El Niño-Jahr, so dass alles anders ist. Wir haben keinen Antrieb mehr, etwas bei Dauerregen zu unternehmen, und so lege ich mich auf der überdachten Terrasse in eine der Hängematten und warte auf unsere Abreise. Wir werden nach Cali weiterreisen und ich hoffe, dass es dort deutlich wärmer sein wird als hier. Hätte nicht gedacht, dass ich so häufig meinen Pullover hier in Kolumbien brauche.

Wir brechen vor dem Mittag noch zum Essen in die Stadt auf und fahren dann direkt zum Flughafen nach Pitalito. Der kurze Flug nach Santiago de Cali, oder kurz Cali genannt erspart uns eine zwölfstündige Fahrt durch die Berge. Nach der Landung brauchen wir einer Stunde in die Stadt um ins Hotel zu kommen. Auch hier ist der Verkehr ähnlich schwierig wie in Bogotá. JuanSe gibt uns einen kleinen Überblick über die Umgebung und wir machen uns dann auf den Weg zu einer Bar, die an einem Berghang oberhalb der Stadt liegt und uns einen tollen Blick auf die vielen Lichter der Stadt beschert. Dort verbringen wir den frühen Abend und gehen anschließend ins Hotel zurück, um gleich danach mit einem Taxi zu einer Salsa-Show zu fahren. Cali ist berühmt für seinen Kolumbianischen Salsa, der weniger romantisch getanzt wird als auf der Insel weiter nördlich. Die beiden kurzen Showauftritte sind klasse und sehenswert. Dazwischen tanzen die Gäste, denen wir natürlich auch zuschauen. So sind wir erst nach Mitternacht wieder zurück.