6. Tag (24. Juli 2019)

Wir treffen am Morgen JuanSe wieder, der mit dem deutlich verspäteten Abendflug erst um Mitternacht eingetroffen ist. Zusammen machen wir nach dem Frühstück unseren Ausflug in die Wüste. Wir steigen beim Observatorium wieder aus dem Tuk-Tuk und folgen einem Rundweg durch die Gegend. Es handelt sich hier nicht um eine Sandwüste, sondern um eine Erosionswüste mit vielen verschiedenen Kakteenarten. Während wir unterwegs sind steigt die Sonne höher und es wird deutlich wärmer. Wir kommen an verschiedensten Sandstein-Formationen vorbei und finden eine Stelle, an welchen Fossilien gefunden wurden. Nach etwas mehr als einer Stunde erreichen wir wieder die Straße und setzten uns erst einmal an einem kleinen Kiosk nieder und probieren Zuckerrohrsaft, der mit Limone gesäuert ist um nicht ganz so süß zu schmecken.

Dann fahren wir wieder ins Hotel zurück, schnappen unsere Sachen und machen uns auf den langen Weg nach San Agustín, ganz im Süden. Zuvor fahren wir wieder durch Neiva durch und essen dort in einem Restaurant zu Mittag. Dann nehmen wir die eigentliche Strecke in Angriff. Wir kommen nur langsam voran. Die Straße führt jedoch bei Sonnenschein über weite Strecken durch eine Allee, wodurch wir meist im Schatten unterwegs sind. Die Landschaft ist herrlich anzuschauen, da wir uns zwischen der östlichen und der zentralen Anden-Kordillere befinden. Wir machen an einem Aussichtspunkt Halt, an dem wir einen tollen Blick auf den größten Fluss Kolumbiens haben, den River Magdalena, der über 1.600km durchs Land strömt.

Wir fahren weiter und müssen wegen Erdrutschen eine Umleitung in Kauf nehmen, die zu einer weiteren Stunde Fahrzeit führt. Die Strecke ist sehr kurvig und führt durch die Berge. Jedoch ergeben sich immer wieder schöne Ausblicke Rechts und links der Straße sind zahlreiche Kaffeeplantagen zu sehen.

Gegen Abend erreichen wir, nach mehr als acht Stunden Fahrt für die rund 250km lange Strecke, schließlich San Agustín. Als wir im Hotel einchecken ist es bereits dunkel. Wir beschließen, nicht mehr zum Essen auszugehen, sondern einen Früchteteller hier im Hotel zu nehmen.