5. Tag (23. Juli 2019)

Wir stehen etwas früher auf, nehmen das Frühstück als Paket mit und fahren nach Bogotá zum Flughafen. Wir fliegen heute nach Neiva, um von dort aus nach Villavieja zu fahren. Wir kommen gut voran bis wir die Stadtgrenze von Bogotá erreichen. Nach einem kurzen Stopp für einen Kaffee stellen wir uns hinten am Stau an. Es geht nur langsam und zäh voran. Die Zeit verrinnt und wir kommen kaum vorwärts. Als wir schließlich den Flughafen erreichen sind es nur noch 35min bis zum Abflug. Am Check-in wird uns mitgeteilt, dass unser Gebäck nicht mehr aufgegeben werden kann. JuanSe regelt es, dass wir unsere großen Rucksäcke als Handgepäcke mitnehmen können. Wir kramen deshalb unsere „gefährlichen“ Gegenstände heraus und packen Sie in JuanSe’s Koffer, da er diesen hier einlagern muss. Als JuanSe endlich vom den Gepäckfächern zurück ist hat er aber online bereits eingecheckt, so dass wir direkt zur Sicherheitskontrolle hasten können. Lisa ist Kieferorthopädin und leider wird in ihrem Rucksack eine medizinische Schere für Zahnspangen gefunden. Da das Werkzeug sehr teuer ist geht JuanSe erneut zu den Gepäckfächern um die Schere ebenfalls in seinem Koffer zu deponieren. Derweil gehen wir drei schon zum Gate, werden dort dringend erwartet und können den Flug leider nicht weiter aufhalten, so dass wir ohne unseren Guide nach Neiva fliegen.

Es ist nur ein kurzer Flug über die Berge, und am Flughafen werden wir bereits erwartet, so dass wir auch ohne JuanSe nach Villavieja gefahren werden. Der „Ersatz-Guide“ spricht kein Englisch und wir kein Spanisch, so dass wir uns irgendwie verständigen. Als wir in Villavieja ankommen war leider das Hotel nicht reserviert und ebenfalls ausgebucht. Deshalb stellen wir zunächst nur unser Gepäck ab und gehen zuerst einmal was essen und trinken. Als wir zurück sind hat sich das Problem gelöst und wir können in einem Hotel um die Ecke nächtigen. Zudem hören wir, dass JuanSe irgendwann heute Abend mit einem späteren Flug nachkommen wird.

Bis zum Abend verbringe ich den Nachmittag recht entspannt, schlendere einfach ein wenig über den Hauptplatz und stoße noch auf eine Künstlerin, die gerade ihre Hauswand wieder neu bemalt, nachdem jemand Farbe dagegen geworfen hat. Ich schaue in den Laden hinein und sehe sehr schön bemalte Panamahüte, so dass ich mich spontan zum Kauf entschließe.

Wieder zurück im Hotel treffe ich auf Viktor und Lisa. Unser Ersatz-Guide will noch vorbeikommen, um zu klären, ob es sinnvoll ist heute Abend zum Observatorium zu fahren oder nicht. Es ist leicht bewölkt, hat aber auch Stellen mit klarem Himmel, so dass wir uns entscheiden hinzufahren. So sind wir zehn Minuten später mit einem in die Jahre gekommen Tuk-Tuk durch die nächtliche Wüste zum Observatorium unterwegs. Dort angekommen beginnt auch bereits die Show. Ein Astronom erklärt uns den Sternenhimmel und zeigt uns durch sein Teleskop Jupiter, von dem wir vier Monde erkennen können und Saturn, dessen Ringe ebenfalls gut zu sehen sind. Drei Sternschnuppen habe ich noch gesehen und mir jedes Mal was gewünscht. Er erklärte uns die verschiedenen Sternbilder, die wir heute sehen konnten und veranschaulichte auch die enormen Entfernungen im All sehr gut. Nach rund zwei Stunden haben wir uns wieder auf den Rückweg gemacht und waren dann gerade noch rechtzeitig zurück um etwas zu essen zu bekommen.