4. Tag (22. Juli 2019)

Heute haben wir einen Tag zur freien Verfügung. Ich treffe Lisa und Viktor beim gemütlichen Frühstück und habe heute nicht allzu viel vor. Ich werde mir einen ruhigen Tag machen. Nach dem Frühstück besorgt mir JunaSe ein Taxi. Viktor und Lisa wollen mit Rädern die Gegend erkunden, was mir heute definitiv zu anstrengend ist. So bin ich alleine unterwegs und lasse mich zuerst zum El Fósil Museum fahren. Leider wird das Museum gerade renoviert und ich kann den einzigen fleischfressenden Fischsaurier der bisher gefunden wurde nicht sehen. Die anderen Fossilien sind nicht wirklich was Besonderes, und so hake ich meinen Eintritt als Spende ab.

Die nächste Station auf meiner kleinen Tour waren die Pozos Azules, kleine Teiche, die in der staubtrockenen Gegend angelegt wurden und durch das säurehaltige Wasser leicht bläulich schimmern. Ich gehe umher, mache ein paar Fotos und genieße die Sonne. Die Teiche selbst sind nichts Besonderes, aber ganz nett.

Richtig toll war dagegen die Casa Terracotta, ein 500m² großes Haus, welches komplett aus Ton gebaut wurde und deshalb als weltgrößtes Keramikwerk gilt. Der Architekt Octavio Mendoza hat das Gebäude in 14 Jahren gebrannt und fertiggestellt. Heute ist das zweistöckige Haus mit seiner Einrichtung und den zahlreichen Balkonen nicht mehr bewohnt und ein Museum, so dass man es von innen und außen besichtigen kann. Die Architektur erscheint wie ein Mix aus Hundertwasser und Gaudi.

Nach einer kurzen Rast im Hotel habe ich die Kamera geschnappt und bin auf der Suche nach Motiven durch die Gassen geschlendert. Als ich schlapp war habe ich mich in ein Café gesetzt und mir einen guten Cappuccino gegönnt. Danach besuchte ich noch die Kirche Nuestra Señora del Rosario, die sich am Plaza Mayor befindet und ließ mich anschließend auf einer Bank nieder, von der ich den Blick über die Plaza schweifen ließ und das Treiben auf einem der größten Plätze in Amerika beobachtete.

Nachdem ich noch einige Zeit im Hotel verbracht habe sind wir abends noch gemeinsam essen gegangen. Heute habe ich länger durchgehalten, und Viktor und ich haben danach noch das selbst gebraute Bier in einer Hausbrauerei probiert. Das Weizen hat so gut geschmeckt, dass gleich noch ein zweites fällig war.