2. Tag (20. Juli 2019)

Der Flug verlief entspannt, ich konnte sogar ein wenig schlafen und war dann sehr früh am Morgen in Bogotá. Die Einreise war unkompliziert, mein Rucksack früh in der Gepäckausgabe, der Zoll wollte auch nichts von mir, und der Fahrer, der mich abholte, stand ebenfalls pünktlich da.

So habe ich mitten in der Nacht im Hotel eingecheckt und mich langgelegt. Bin angekommen! Nach dem Frühstück habe ich mich ein wenig in der Stadt umgesehen, Geld gewechselt, noch einen Friseur für einen schnellen Haarschnitt gefunden und im Supermarkt eingekauft. Am Nachmittag habe ich dann das Goldmuseum von Bogotá besucht. Es werden zahlreiche Fundstück aus der präkolumbianischen Zeit ausgestellt. Wir Europäer glauben immer, dass wir die einzigen sind, die eine lange Kultur und Geschichte haben, aber hier im Goldmuseum von Bogotá kann man lernen, dass die Kultur in Südamerika auch bereits rund 2.000 Jahre alt ist. Die ausgestellten Stücke sind schon vom Feinsten und glänzen auch nach mehr als 1.000 Jahre noch wie am ersten Tag. Das Museum ist absolut sehenswert, auch wenn ich nicht so viel Zeit darin verbringe.

Anschließend trieb es mich durch die Hauptstraße Bogotás, die heute voller Straßenkünstler und -händler war. Kolumbien feiert heute seinen Unabhängigkeitstag und deshalb war die Straße mit vielen Nationalfahnen geschmückt. Es war ein buntes Treiben vor allem durch die vielen Familien, die heute unterwegs waren.

Als ich müde wurde habe ich mir den ersten richtigen kolumbianischen Kaffee in einem Straßencafé gegönnt. Hatte seit Panama keinen so guten Kaffee mehr. Sehr lecker und wird wohl auch nicht der letzte gewesen sein.

Um 18:00 Uhr trafen uns zum Tour-Auftakt. Wir sind eine überschaubare Gruppe. Außer mir und unserem Guide Juan Sebastian sind nur noch das Pärchen Viktor aus Belgien und Lisa aus Deutschland mit dabei. Nachdem die ganzen Formalitäten und Erklärungen erledigt sind gehen wir noch um die Ecke etwas essen. Das Essen ist lecker und wir unterhalten uns gut. Auf dem kurzen Rückweg nehmen wir ein Taxi, weil es angefangen hat heftig zu regnen.