13. Tag (31. Juli 2019)

Wir haben heute Morgen einen langsamen Start und verlassen das Hotel recht spät. Mit einem Kleinbus fahren wir nach Cartagena weiter. Die Fahrt an der Küste entlang dauert mit einem Zwischenstopp bis kurz nach Mittag. Nachdem wir im Hotel eingecheckt haben machen wir uns auf einen kleinen Rundgang durch das Viertel Getsemani, schlendern durch die Gassen am Convention Center vorbei zum zentralen Platz der Stadt.

Ich will später noch eine sogenannte „Free Walking Tour“ machen, bei der man zwar keinen Eintritt für eine Stadtführung bezahlt aber hinterher ein entsprechendes Trinkgeld gibt.

So habe ich noch Zeit und gehe durch den Parque Centenario. Hier gibt es normalerweise viele Affen und auch Vögel in den Bäumen zu sehen, doch heute leider nicht. So machen wir uns zum Uhrenturm auf, um in das Zentrum der Altstadt zu gelangen. Hier gehen wir ein wenig durch die Straßen. Ich finde ein paar Postkarten und gehe vor dem Stadtrundgang noch schnell einen Kaffee trinken.
Dann sammeln sich die Leute am Treffpunkt und „King Arthur“, wie er sich nennt, begrüßt uns alle. Er hat eine sehr unterhaltsame Art die Stadt und deren Geschichte zu präsentieren. Wir gehen wieder in die Altstadt mit ihrer herrlichen kolonialen Architektur. Wir erfahren, dass die Spanier bereits recht früh die Stadt zu einer Festung ausgebaut und zusätzlich mit der größten Festungsanlage in Südamerika gesichert hatten. Es ist aber auch keine Wunder, denn die ungezählten Tonnen von Gold, die in Südamerika geraubt wurden, sind alle von hier aus nach Europa verschifft worden und es wimmelte nur so von Piraten in dieser Gegend. Recht anschaulich wird auch die Geschichte der größten Schlacht in Südamerika, 1741 zwischen den Briten und den Spaniern, erzählt, in der vom Kommandeur Don Blas de Lezo eine sehr große Übermacht der Briten bezwungen wurde.

Wir kommen noch am Platz der Kolumbianischen Schönheitskönigingen vorbei, deren Bilder auf dem Boden ersichtlich sind und dabei erzählt „King Arthur“ sehr ausführlich auch über die sozialen Schichten in Kolumbien und deren Entstehung, sowie von der dazugehörigen Architektur. Schlussendlich erreichen wir an der westlichen Seite der Stadt die Stadtmauer, von der wir uns den Sonnenuntergang anschauen.

Anschließend schlendere ich durch die Stadt, um ein wenig zu fotografieren und bin kurz vor dem Treffpunkt zum Abendessen wieder im Hotel zurück und mache mich schnell frisch. Zum Essen gehen wir in ein kleines Lokal. JuanSe und ich beenden den heißen und herrlichen Tag in einer Bar auf einer Dachterrasse.