19. Tag (09. August 2018)

Point Adolfius

Nach einer unruhigen und feuchten Nacht packe im am Morgen das nasse Zelt zusammen und deponiere es in einer der bärensicheren Hütten, denn früh am Morgen treffen sich die Leute, die heute auf Walbeobachtung-Tour gehen. Wir fahren mit dem Taxi zum Anleger nach Gustavus. Dort gehen wir an Bord der „TAZ“ und legen mit insgesamt zwölf Passagieren ab. Die Fahrt führt über die Icy Strait an den Point Adolfius vor der Küste der Insel Chichagof, wo wir recht schnell den ersten Buckelwal sehen. Wenig später treffen wir auf eine Gruppe von drei Tieren, die wir länger beobachten und uns in ihrer Nähe aufhalten. Es ist recht neblig und es regnet, so dass die Sicht nicht sehr gut ist, und ich auch nicht mehr groß motiviert bin zu fotografieren, und so kann ich unser spektakuläres Highlight zum Ende der Tour nicht mehr im Bild festhalten:
Plötzlich und ohne irgendwelche Anzeichen springen zwei der Tiere parallel aus dem Wasser! Wir sind derart überrascht, und es geht so schnell, dass alle an Bord baff sind und nur noch staunen. Keiner von uns hat den Moment im Foto festhalten können, denn es war derart unerwartet.

Dann fahren wir nach einem halben Tag auf See wieder zum Anleger zurück und von dort direkt mit dem Taxi zum Flughafen, um direkt nach Juneau zurück zu fliegen.

Die Maschine geht pünktlich, jedoch können unsere Zelte aus Platzgründen nicht mehr mitgenommen werden und kommen mit einer späteren Maschine nach. Auch in Juneau regnet es als wir ankommen. Wir verstauen unser Gepäck im Kleinbus und machen uns zu einer Stadtrundfahrt mit anschließendem Rundgang in Juneau auf. Es gibt im Allgemeinen nicht viel Sehenswertes in der Stadt. Die Museen haben bereits geschlossen oder schließen bald, und die zahllosen Souvenir- und Juwelierläden sind nur für die Gäste der vier großen Kreuzfahrtschiffe interessant. So verlassen wir die Stadt wieder nach weniger als einer Stunde und fahren zum Flughafen raus, um die Zelte in Empfang zu nehmen.

Auf dem Weg zum Zeltplatz hole ich mir noch einen Burger und organisiere mein Zeug wieder neu, nachdem ich das Zelt aufgestellt habe. Die anderen wollen heute alle noch in die Stadt, worauf ich aber keine große Lust habe.