18. Tag (08. August 2018)

Glacier Bay

Margareten Gletscher

Es regnet beim Aufstehen immer noch und es gibt keine Sicht auf die umgebende Landschaft. Ich habe recht gut geschlafen und stehe zu unserer Bootstour früh auf. Wir gehen alle als erste an Bord, breiten unsere nassen Sachen zum Trocknen aus, nehmen uns einen Kaffee und werden wohl einen entspannten Tag auf der Bootstour in der Glacier Bay erleben.

Nachdem wir abgelegt haben und in den Fjord hinausgefahren sind sehen wir auf der Felseninsel South Marbel Island ein paar Robben die dort dösen, gleich daneben ist eine Kolonie von Vögeln zu bestaunen, aber unser Highlight sehen wir kurz darauf: Eine Gruppe von vier Orcas schwimmt in der Nähe des Bootes. Der Kapitän drosselt die Fahrt, die Leute greifen nach ihren Kameras und stürzen aufs Außendeck. Die Tiere lassen sich von uns nicht beeindrucken und ziehen gemächlich ihres Weges. Wohl jedem gelingen recht gute Fotos und ein Lächeln kehrt in die Gesichter der Passagiere zurück, da der Dauerregen doch ein wenig auf die Stimmung drückt. Wir fahren weiter und einige dösen ein wenig. Kurz vor unserem Ziel sehen wir noch einen Braunbären am Strand entlang wandern. Auch hierfür nehmen wir uns noch Zeit und beobachten, auch wenn das Tier relativ weit entfernt ist.

Dann kommen wir am Ende der Glacier Bay an. Direkt vor uns liegt der Grand Pacific Gletscher, der komplett schwarz vor lauter Geröll und Kies ist, während zu unserer Linken der Margareten Gletscher schneeweiß zu sehen ist. Durch den Nebel und den Niederschlag ergibt sich eine ganz eigene Stimmung. Der Kapitän stellt die Motoren ab, es wird ruhig, die Möwen krächzen, stehen zahlreich auf den kleinen Eisschollen und die Wand aus Eis thront vor uns. Immer wieder sind kleine Abbrüche zu hören während wir da sind. Zwei Mal lösen sich größere Brocken und stürzen krachend und spritzend in die Fluten der Glacier Bay. Die Leute jubeln, vor allem wenn sie dieses Ereignis im Foto festhalten konnten. Aber irgendwann geht auch bei uns die Zeit zu Ende, der Kapitän wirft die Motoren an wieder und wir fahren zurück, aber nicht ohne noch einen Abstecher in das Hope Inlet zu machen und uns dort auch die Gletscher und die zahllosen Wasserfälle anzuschauen, die heute auf Grund des Dauerregens natürlich besonders wasserreich zu sehen sind.

Auf dem Rückweg setzen wir noch ein paar Seekayak-Fahrer ab und können währenddessen aus einiger Entfernung noch einen Seeotter sehen, der in typischer Rückenlage durchs Wasser schwimmt.
Als wir wieder in Bartlett Cove am Steg anlanden geht es direkt in die Lobby der Lodge und nach dem Abendessen recht früh ins Zelt.