17. Tag (07. August 2018)

Die ganze Nacht hatte es geregnet, wir bauen am Morgen die nassen Zelte ab und verstauen alles im Kleinbus. Auf dem Weg zum Flughafen fahren wir noch am Supermarkt zum Frühstücken vorbei, ich nehme aber heute einfach nur eine Tasse Kaffee.

Am Flughafen laden wir wieder alles um. Die Ausrüstung kommt vom Dach in den Kofferraum, während die Rucksäcke, die wir zurücklassen, auf den Sitzen verstaut werden. Wir müssen am internationalen Flughafen von Juneau für unseren Charterflug einchecken. Es gibt jedoch keine Sicherheitskontrolle und wir werden einfach zusammen mit dem Gepäck vom Piloten zum Flugzeug begleitet. Als das Gepäck in der Cessna Caravan verstaut ist dürfen wir einsteigen und starten auch unmittelbar daraufhin. Wenn es beim Fliegen nur immer so unkompliziert wäre. Ich nehme neben dem Piloten Platz, da keiner von den anderen dort sitzen möchte. Die Gegend ist stark wolkenverhangen und die Sicht deshalb ziemlich eingeschränkt, aber nach rund zwanzig Minuten landen wir auch schon sicher auf dem Gustavus Airport. Das Gepäck wird direkt zum Taxi gebracht, wir steigen ein und fahren zum Bartlett Cove Campingplatz.

Wir stellen die Zelte auf, nehmen noch kurz die Einweisung der Park-Ranger entgegen und gehen bei Dauerregen direkt in die Glacier Bay Lodge um es uns in der Lobby am Kaminfeuer gemütlich zu machen. Zum Mittagessen gibt es einen Burger im Restaurant und am Nachmittag findet ein geführter Spaziergang mit einer Rangerin statt. Währenddessen hat es aufgehört zu regnen, so dass wir nicht nass werden als wir durch den Regenwald gehen. Wir bekommen die Entstehung dieser Landschaft hier, durch den Rückgang der Gletscher in den letzten 150 Jahren, detailliert erklärt. Diese extrem schnelle Veränderung der Landschaft ist auch der Grund für die Existenz des Glacier Bay Nationalparks und nicht die im Allgemeinen großartigen Landschaft. Kurz vor Ende des Spaziergangs beginnt es erneut zu regnen und wir gehen abermals in die Lodge, welche ich erst nach dem Abendessen im Restaurant wieder verlasse um ins Zelt zum Schlafen zu gehen.

In den nächsten zwei Nächten habe ich mehr Platz im Zelt, da Felix ausgezogen ist und sich mit drei anderen ein Zimmer in der Lodge genommen hat.