15. Tag (05. August 2018)

Schwarzbär

Fort William H. Seward

Haines

Lynn Canal Fjord

Mendenhall-Gletscher

Wir starten früh (ohne Frühstück) und packen alles zusammen. Schnell geht es noch zur Village Bakery um einen Kaffee zu trinken und etwas zu essen, und dann fahren wir nach Süden, nach Haines. Gleich nach dem Verlassen des Ortes entdecken wir am Straßenrand einen Schwarzbären. Uwe steigt in die Eisen. Wir wenden und fahren zurück, um den Bären zu finden. Er befindet sich ganz nahe am Straßenrand, frisst die Beeren von den Sträuchern und lässt sich von uns nicht wirklich aus der Ruhe bringen. Wunderbar, das Tier lange beobachten zu können. Dabei kann man es teilweise kaum zwischen den Sträuchern erkennen. Die Schwarzbären sind kleiner als die Braunbären und es gibt sie auch nicht in verschiedenen Farbvarianten, wie es bei ihren Artverwandten der Fall ist. Es ist gar nicht so einfach, aus dem Kleinbus heraus einen guten Blick auf das Tier zu bekommen, aber als der Bär die Straßenseite wechselt gelingt mir doch noch ein passables Foto. Als dann auch ein zweites Fahrzeug hält lassen wir den Bären in Frieden und machen uns endgültig auf den Weg nach Süden.

Der Highway ist leer und die Landschaft zieht vorüber. Immer wieder halten wir für einen Fotostopp an, um uns die großartige Landschaft anzuschauen und zu fotografieren. Dann erreichen wir die Grenze zur USA und können problemlos passieren. Wir müssen nur unsere Orangen abgeben, da diese kein Produkt der USA sind. Nach der Grenze fahren wir das Tal des Chilkat River hinunter und folgen dem Urstromtal einige Kilometer bis nach Haines. Auch auf dieser Strecke stoppen wir mehrfach, weil die Aussicht dies verlangt, zumal die Wolkendecke aufreißt und die Sonne wieder scheint.

In Haines gibt uns Uwe eine kurze Stadtrundfahrt und wir können auch einen Blick auf die hübsch hergerichteten Offiziershäuser des ehemaligen Fort William H. Seward werfen, bevor wir im Supermarkt noch schnell unsere Vorräte auffüllen und anschließend zum Fähranleger fahren. Wir kaufen die Tickets für die Fahrt nach Juneau und stellen unseren Kleinbus in die Schlange. Der Fjord zeigt sich bei schönstem Sonnenschein und wir genießen die Zeit bis zum Eintreffen der Fähre im Liegestuhl vor dem Fährgebäude.

Nach dem Laden legt die Schnellfähre „Fairweather“ ab. Ich reserviere mir einen Platz draußen auf dem Achterdeck. Die Seacat gibt richtig Schub und wir nehmen schnell Fahrt auf, biegen jedoch im Fjord nicht nach Süden, sondern nach Norden ab. Also geht es zuerst einmal nach Skagway bevor wir nach Juneau fahren. Das erklärt auch die Fahrzeit von vier Stunden für die Strecke von 140km.

In Skagway braucht das Ent- und Beladen der Fahrzeuge rund eine Stunde und anschließend fährt die Fähre die gleiche Strecke zurück nach Süden, so dass wir bei diesem schönen Wetter noch eine Fjord Rundfahrt inklusive haben. Das Ende des Fjords, zwischen Haines und Skagway ist relativ schmal und die Berghänge sehr steil. Ich kann kaum die Kamera aus der Hand legen. Einfach zu schön. Die Fahrt schlussendlich nach Juneau bietet ebenfalls noch zahlreiche Ausblicke und Fotomotive. Eine sehr schöne Fahrt, das Wetter ist ein Traum und wir gehören zu den ganz wenigen Besuchern, die Juneau gegen Abend bei strahlendem Sonnenschein erreichen. Wow.

Da die Fähre Verspätung hat, fahren wir direkt zum Campingplatz, stellen schnell, ohne irgendwas anderes zu tun, die Zelte auf, um gleich anschließend noch etwas zum Abendessen zu bekommen. Als wir am Diner ankommen hat dieser gerade noch zehn Minuten geöffnet, aber als Gruppe dürfen wir noch reinkommen, wenn wir schnell bestellen. Mit einem leckeren Burger im Magen geht dann wieder ein langer Tag zu Ende.