1. Tag (22. Juli 2018)

Mt. Denali

Alaska & Yukon

Anchorage

Es ist Ferienzeit und man merkts. Das Chaos, welches in diesen Sommer in der Fliegerei herrscht, kann man an den Schlangen am Flughafen in Frankfurt gut erkennen. Ich komme an den Check-in und die Schlange vor den Condor Schaltern sind riesig. Für einen Moment zweifle ich daran, meinen Flug noch zu erreichen und schaue deshalb nach zehn Minuten Anstehen doch einmal weiter vorne nach wie die Lage ist, und erkenne, dass die Nordamerika-Flüge gesondert eingecheckt werden. Bin froh, dass ich mich deshalb an eine wesentlich kürzere Schlange anstellen kann. Hier kommen jedoch noch zusätzliche Kontrollen und Befragungen zu Flügen in die USA dazu. Aber nach knapp zwei Stunden sitze ich am Flugsteig und bin froh, dass ich rechtzeitig aufgebrochen war und es bei der Bahn keine Probleme gab. Fast wäre es noch schief gegangen, denn ich hatte mir so fest vorgenommen bereits gestern zu packen, hatte es aber mal wieder nicht geschafft, so dass ich erst heute Morgen meinen Krempel zusammengesucht habe bevor ich dann aus dem Haus ging.

Nun ja, gleich wird’s los gehen und dann lande ich auch schon nach etwas mehr als neun Stunden in Anchorage. Es ist dabei das erste Mal, dass ich 15 Minuten früher ankomme als ich abfliege. Das klingt komisch, und man kennt sowas nur von der Concorde, liegt aber an den 10 Stunden Zeitverschiebung und der „kurzen“ Flugstrecke über den Pol.

Kurz vor unserer Landung in Anchorage macht unser Pilot noch etwas Außergewöhnliches, was ich so noch nie erlebt habe. Er fliegt eine doppelte Schleife über dem Gipfel des Mt. Denali, weil dieser heute wolkenfrei unter uns liegt. Selbst die Crew macht Bilder von diesem Anblick, was mir zeigt, dass es wohl nur ganz selten zu erleben sein dürfte. Kurz darauf landen wir auch schon in Anchorage und treffen unseren Tour-Guide Uwe am Ausgang. Wir sind zusammen acht Leute, die sich gemeinsam auf die Tour machen wollen. Uta, Lotti, Jelena, Felix, Theo aus der Schweiz, Johanna und Nicole, die bereits im Hotel auf uns wartet.

Wir fahren zum Hotel, beziehen unsere Zimmer und fahren dann gemeinsam ins Zentrum der Stadt. Dort schauen wir uns kurz um und stellen schnell fest, dass es sehr wenig anzuschauen gibt. Wieder zurück im Hotel gehen wir noch essen und jeder geht nach einem sehr langen Tag früh zu Bett.