Alaska & Yukon 2018

Durch Alaska bis Dawson City

1. Tag (22. Juli 2018)

Mt. Denali

Alaska & Yukon

Anchorage

Es ist Ferienzeit und man merkts. Das Chaos, welches in diesen Sommer in der Fliegerei herrscht, kann man an den Schlangen am Flughafen in Frankfurt gut erkennen. Ich komme an den Check-in und die Schlange vor den Condor Schaltern sind riesig. Für einen Moment zweifle ich daran, meinen Flug noch zu erreichen und schaue deshalb nach zehn Minuten Anstehen doch einmal weiter vorne nach wie die Lage ist, und erkenne, dass die Nordamerika-Flüge gesondert eingecheckt werden. Bin froh, dass ich mich deshalb an eine wesentlich kürzere Schlange anstellen kann. Hier kommen jedoch noch zusätzliche Kontrollen und Befragungen zu Flügen in die USA dazu. Aber nach knapp zwei Stunden sitze ich am Flugsteig und bin froh, dass ich rechtzeitig aufgebrochen war und es bei der Bahn keine Probleme gab. Fast wäre es noch schief gegangen, denn ich hatte mir so fest vorgenommen bereits gestern zu packen, hatte es aber mal wieder nicht geschafft, so dass ich erst heute Morgen meinen Krempel zusammengesucht habe bevor ich dann aus dem Haus ging.

Nun ja, gleich wird’s los gehen und dann lande ich auch schon nach etwas mehr als neun Stunden in Anchorage. Es ist dabei das erste Mal, dass ich 15 Minuten früher ankomme als ich abfliege. Das klingt komisch, und man kennt sowas nur von der Concorde, liegt aber an den 10 Stunden Zeitverschiebung und der „kurzen“ Flugstrecke über den Pol.

Kurz vor unserer Landung in Anchorage macht unser Pilot noch etwas Außergewöhnliches, was ich so noch nie erlebt habe. Er fliegt eine doppelte Schleife über dem Gipfel des Mt. Denali, weil dieser heute wolkenfrei unter uns liegt. Selbst die Crew macht Bilder von diesem Anblick, was mir zeigt, dass es wohl nur ganz selten zu erleben sein dürfte. Kurz darauf landen wir auch schon in Anchorage und treffen unseren Tour-Guide Uwe am Ausgang. Wir sind zusammen acht Leute, die sich gemeinsam auf die Tour machen wollen. Uta, Lotti, Jelena, Felix, Theo aus der Schweiz, Johanna und Nicole, die bereits im Hotel auf uns wartet.

Wir fahren zum Hotel, beziehen unsere Zimmer und fahren dann gemeinsam ins Zentrum der Stadt. Dort schauen wir uns kurz um und stellen schnell fest, dass es sehr wenig anzuschauen gibt. Wieder zurück im Hotel gehen wir noch essen und jeder geht nach einem sehr langen Tag früh zu Bett.

2. Tag (23. Juli 2018)

Mt. Hayes & Mt. Hess

Otto Lake

Nach dem Frühstück haben wir erst einmal das ausführliche Briefing über die Tour erhalten. Dabei ging es sehr viel um das Verhalten im Bärenland, damit wir Verhaltensweisen an den Tag legen, die Bären nicht anlocken und so zu einer unangenehmen Situation führen könnten. Danach packten wir unsere Sachen zusammen und verließen das Hotel. Unser Fahrzeug ist ein typischer amerikanischer Kleinbus. Die Camping Ausrüstung haben wir in zahlreichen Kisten auf dem Dach verstaut und das Gepäck hinten eingeladen. Bevor wir die Stadt endgültig verlassen machen war noch ein Stopp am Supermarkt. Mit Getränken eingedeckt fahren wir dann zum Denali Nationalpark. Der George Parks Highway ist gut ausgebaut und es geht rasch nach Norden. Als wir uns der Alaska Gebirgskette nähern halten wir Ausschau nach dem Eisriesen Denali. Wir steuern den an der Straße gelegenen südlichen Aussichtspunkt an, können den Berg jedoch nur erahnen, weil er sich vollständig in Wolken hüllt. Hoffentlich haben wir morgen im Denali Nationalpark mehr Glück.

Auf der weiteren Fahrt sehen wir seine Eiskappe aus großer Entfernung kurz aus der Wolkendecke ragen und halten am Straßenrand an, um schon einmal ein halbwegs gutes Bild zu erhalten. Wenig später, in der Nähe des Summit Lake, zeigen sich aber im Nordosten der Mt. Hayes und der Mt. Hess, zwei der höchsten Gipfel in der östlichen Alaska Gebirgskette, wolkenlos und schneebedeckt. Auch sie sind nur in sehr großer Entfernung zu erkennen, aber eben unsere ersten Eisriesen.

Danach geht es noch zwei Stunden den Highway weiter nach Norden hinauf bis wir den Eingang zum Denali Nationalpark erreichen. Wir versuchen gleich für übermorgen am Denali Besucherzentrum Karten für eine Wanderung mit einem Park Ranger zu erhalten, haben aber leider keinen Erfolg, da die Tour bereits ausgebucht ist. So entschließen wir uns, ein zweites Mal mit dem Bus in den Park zu fahren und kaufen ein weiteres Bus-Ticket. Der Plan ist, am Eielson Besucherzentrum im Park auf eigene Faust zu wandern und nicht bis zum Wonder Lake zu fahren. Als wir alles erledigt haben, fahren wir zum Campingplatz am Otto Lake weiter und stellen zum ersten Mal die Zelte auf dieser Tour auf. Uwe kocht anschließend unser Abendessen und wir besprechen danach den nächsten Tag. Nach dem Aufräumen geht es auch nicht mehr lange und die Leute legen sich zum Schlafen hin, obwohl die Sonne noch hoch am Himmel steht. Ich freue mich schon sehr auf die hellen Nächte auf dieser Reise.

3. Tag (24. Juli 2018)

Denali Park Road

Polychrome Outlook

Stony Hill

Eielson Besucherzentrum

Denali - Alaska Range

Wanderfalke

Es geht – der Uhrzeit nach gesehen – sehr früh aus dem Zelt, aber ich bin froh darüber. Die erste Nacht im Zelt ist immer etwas schwierig und der Jetlag ist auch noch nicht überwunden.

Es geht also ohne Frühstück zum Denali Besucherzentrum am Parkeingang, von wo aus die Busse in den Nationalpark hineinfahren. Der 1917 gegründete Park ist einer der ältesten Nationalparks in den USA und zugleich einer der größten. Der Himmel ist fast wolkenfrei und die Sonne steht schon hoch. Es ist ein amerikanischer Schulbus mit dem wir in den Park gefahren werden. Er ist voll besetzt, aber wir waren bereits so früh da, dass wir uns als Erste die Plätze auf der richtigen Seite des Busses aussuchen konnten.

So machen wir uns auf den doch recht langen Weg in den Park und schauen beständig aus dem Fenster auf die uns umgebende Bergwelt. Die ersten rund 20km der Denali Park Road sind auch noch für private PKW zugelassen, aber nach der Schranke am Savage River dürfen nur noch die Touristenbusse weiterfahren. Den ersten Blick auf den Denali erhalten wir bereits nach rund einer halben Stunde Fahrt und der ist recht vielversprechend, wobei wir nicht wissen, ob die Wolken am Berg zuziehen oder aufreißen. Deshalb wird von allen aus allen Rohren fotografiert.

Kurze Zeit später zeigt sich der erste Elch am Straßenrand. Hält sich aber in dichtem Buschwerk auf und zieht seines Weges in den Wald. Unsere erste Pause machen wir am Teklanika River. Es bietet sich ein lohnenswerter Blick über das Flusstal, und die Beine lassen sich auch mal wieder strecken. Gleich darauf am Sable Pass sehen wir eine Gruppe der wild lebenden Alaska-Schneeschafe auf einer Wiese am Berg. Sie befinden sich jedoch so weit entfernt, dass sie fast nur als weiße Punkte oder mit einem guten Fernglas zu sehen sind. So setzen wir unsere Fahrt fort und haben zwischendurch immer mal wieder den Blick auf den Denali, der sich immer noch hinter Wolken versteckt. Am Polychrome Outlook, den wir als nächstes erreichen, halten wir erneut und genießen und fotografieren das pittoreske Bergpanorama mit dem blauen wolkenlosen Himmel. Wieder führt die Straße hinunter in ein Flusstal und wir halten erneut, dieses Mal am Ufer des Toklat River. Der Souvenirladen interessiert mich weniger, aber die Elchgeweihe, die hier liegen, schon mehr. Man kann sie hochheben und bekommt einen Eindruck davon wie schwer solch ein Geweih auf dem Kopf sein muss. Jeder macht hier seine Fotos und lässt den Blick über das breite Urstromtal des Toklat River schweifen.

Als wir gerade weiterfahren wollen müssen wir noch wegen „Gegenverkehr“ warten, da ein fröhliches Karibu elegant die Straße entlang trabt.

Wenig später, nach dem Überqueren des Highway Passes erreichen wir Stony Hill, biegen um die Kurve und können nur staunen. Da steht er vor uns! Fast wolkenfrei unter blauem Himmel und zeigt uns seine gewaltigen Ausmaße. Der höchste Berg Nordamerikas, der sich fast 5.000m über die umliegende Ebene erhebt. Wow, wir steigen alle aus und Dutzende von Kameras klicken im Akkord.

Den ersten Grizzly Bären mit zwei Jungen erblicken wir gleich darauf auch noch. Er befindet sich im Talgrund auf der anderen Seite des Flusses. Wir halten an und die Leute hängen an den Fenstern um zu schauen.

Schlussendlich kommen wir nach rund vier Stunden am Carl Ben Eielson Besucherzentrum an. Wir verlassen den Bus und gehen auf die Besucherterrasse. Die letzten Wolkenfetzen am Süd-Gipfel haben sich nun aufgelöst und der gewaltige Berg steht wolkenfrei vor uns und ist klar zu erkennen. Was für eine Wucht! Ich kann gar nicht aufhören Fotos zu schießen, wie alle anderen auch. Ich bin ganz aus dem Häuschen. Als ich den Busfahrer frage, wie häufig der Berg so gut sichtbar ist, gibt er mir zur Antwort: Maximal 1 -2 Mal im Monat! Wow, haben wir viel Glück heute.

Wir setzen uns auf eine Bank und machen dort unsere Mittagspause mit dem sensationellen Blick auf die Alaska-Gebirgskette und den Denali als thronender König dazwischen. Wir genießen alle, bei Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen, unsere Zeit auf der Besucherterrasse, dabei ist es kaum zu glauben, dass der Berg von hier aus immer noch über 50km Luftlinie entfernt ist.

Auf der weiteren, fast einstündigen Fahrt zum Wonder Lake kann ich kaum meinen Blick von der Bergkette lassen. Der Wonder Lake bildet den Abschluss unserer Strecke. Wir sind rund 140km in den Park gefahren und anschließend geht es die dieselbe Strecke wieder zurück. Aber zuerst verbringen wir noch eine ganze Zeit hier, denn der Blick auf die gesamte Gebirgskette ist von diesem Ort aus noch deutlich umfassender, und somit lohnt sich der Weg bis hierher. Der Blick schweift über das breite Tal des McKinley Rivers, der direkt vom Muldrow Gletscher gespeist wird. Auch hier sind wir dem Berg kaum näher, da wir uns parallel zu ihm bewegt haben. So überblicken wir Dutzende Kilometer von Wildnis mit Buschwerk und vereinzelten Schwarzfichten, die für Alaska so typisch sind, und dahinter ragt dieses gewaltige Gebirge empor. Ein wirklich einmaliges Panorama.

Auf der Rückfahrt bin ich doch schon ziemlich müde und möchte eigentlich nicht mehr fotografieren, bis wir Wanderfalken sehen, die gerade auf einem Felsvorsprung ihr Junges füttern. Unser Busfahrer zeigt sich erfreut, so dass ich davon ausgehe, dass diese Vögel auch nicht jeden Tag zu sehen sind. So kann man sagen, dass wir heute sehr viel Glück hatten und wir alle zusammen einen herrlichen Tag erleben durften.

4. Tag (25. Juli 2018)

Wir fahren ein zweites Mal mit dem Bus in den Park und starten zur gleichen Zeit wie gestern. Heute haben wir aber nur die Strecke bis zum Eielson Besucherzentrum gebucht um dort eine Wanderung zu machen. Wie gestern halten wir an den selben Stellen und sehen den Mt. Denali auch heute, wenn auch nicht so gut und klar wie gestern. Die Alaska-Schneeschafe, die Karibus und auch die Elche sind heute ebenfalls hier, aber entweder sind sie so weit entfernt, dass sie kaum zu sehen sind, oder verschwinden bereits nach Sekunden wieder im Gebüsch. Bis auf die Grizzy-Mutter mit ihren beiden Jungen, die wir bereits gestern kurz nach dem Stony Hill im Talgrund gesehen haben. Sie ist heute auf dieser Seite des Baches und kommt mit ihren beiden Jungen der Straße immer näher. Wir sind die Einzigen hier, es ist muxmäuschen still im Bus, und alle beobachten nur das Muttertier, wie sie die Beeren der Sträucher frisst, während die Jungen miteinander spielen und den Sommer genießen. Wir nehmen uns viel Zeit um den Grizzly zu beobachten. Das Tier ist weniger als einen Steinwurf entfernt und wir alle sind fasziniert. Wahnsinn, so nah! Im Bus hängen alle Leute an den Fenstern und dauernd hört man das Auslösen der zahlreichen Fotoapparate, während alle total begeistert sind. Nach rund einer Viertelstunde fahren wir weiter, obwohl wir noch viel länger hätten bleiben wollen.

Als wir am Eielson Besucherzentrum ankommen, machen wir erst einmal Mittag und genießen die Aussicht auf den Berg, da wir ja gestern bereits ausgiebig Fotos gemacht haben.

Dann machen wir gemeinsam noch eine kleine Wanderung und steigen zum Flusslauf hinunter. Dabei sehen wir auch Arktische Erdhörnchen, die neugierig ihre Umwelt betrachten und in rasender Geschwindigkeit in ihren Bau flüchten, wenn man näherkommt. Im Flussbett verbringen wir noch eine Weile um die Eindrücke auf uns wirken zu lassen, bevor wir wieder zum Ausgangspunkt zurückkehren. Nach einer Pause besteigen wir den nächsten Bus und fahren wieder zum Parkeingang und bestaunen währenddessen die Landschaft, die an uns vorüberzieht.

Zum Abschluss gibt es in der Nähe des Parkeingangs noch eine leckere Eiscreme im Princess Village, welches nur während der Sommersaison existiert. Dann geht es zum Campingplatz zurück und ein paar von uns gehen noch im See baden. Ich ziehe es vor, eine Flasche Wein aufzumachen.

5. Tag (26. Juli 2018)

Denali Highway

Susitna River

Mc Laren Pfad

Nach einem gemütlichen Frühstück bauen wir die Zelte ab und verpacken alles im Kleinbus. Dann verlassen wir den Denali Nationalpark und fahren zuerst nach Süden, bis wir links auf den Denali Highway ostwärts nach Paxson abbiegen. Auf der Fahrt bewundern wir die wilde Landschaft, legen ein paar Fotostopps ein und genießen die Aussichten, auch wenn wir die schneebedeckten Gipfel der östlichen Alaska Gebirgskette heute nicht erblicken können, weil die Wolken deutlich tiefer hängen als in den letzten Tagen. Wir legen einen längeren Fotostopp an der Brücke über den Susitna River ein. Der Strom ist recht breit und beeindruckt allein dadurch schon, aber was mich am meisten fasziniert ist, dass es an den Ufern keinerlei Verbauungen gibt und der ganze Flusslauf naturbelassen ist. Wir sind schon richtig in der Wildnis.

Gegen Nachmittag erreichen wir die McLaren Lodge und können heute Nacht wieder ein Bett genießen. Nach der Zimmerverteilung breitet sich jeder erst einmal aus und organisiert sich neu. Auch die elektrischen Geräte werden wieder geladen, die jeder von uns heutzutage so mit sich rumschleppt. Vor dem Abendessen nutzen wir noch die Zeit um einen Spaziergang zu unternehmen. Dazu fährt uns Uwe auf die andere Talseite auf der es einen Höhenweg gibt. Auf der baumlosen Anhöhe folgen wir dem Weg für rund eine Stunde bevor wir umkehren und wieder zur Straße zurückgehen. Der Weg bietet eine herrliche Aussicht auf das vom McLaren River dominierte Tal und die dahinterliegenden Berge. Der Fluss mäandriert in seinem Bett und überall im Talgrund sind kleine Seen, Tümpel und viel Sumpf zu erkennen. Die Wolken hängen relativ tief, und am Horizont sind Wolkenschleier wahrzunehmen, die auf Regen hindeuten. Wir bleiben jedoch verschont und genießen die Einsamkeit in der Wildnis.

Als wir wieder zurück sind gehen wir am Abend ins Restaurant der Lodge und ich genieße ein leckeres Steak. Das Restaurant ist alles in einem: Ein Souvenir Laden, eine Bar, ein Billard Saloon und eine Bücherei. Alles recht gemütlich und die einzige Behausung weit und breit.

6. Tag (27. Juli 2018)

Trans Alaska Pipline

Tok

"Top of the World"

Chicken

Dawson City

Diamond Tooth

Nach einer kurzen Nacht machen wir uns um 4:00Uhr bereits auf den Weg. Es ist stärker bewölkt und wir können auf dem letzten Abschnitt des Denali Highway leider an den Aussichtspunkten keine Berge erkennen, da die Gipfel alle in den Wolken liegen. Als wir in Paxson ankommen stelle ich fest, dass es keine Ortschaft ist, sondern es sich nur um ein verlassenes Hotel an einer Kreuzung zweier Highways handelt. Es steht zum Verkauf, sucht aber seit Jahren vergeblich nach einem Käufer. Hier biegen wir links auf den Richardson Highway ab und folgen dem Delta River Richtung Norden. Kurz vor dem Erreichen der Berge halten wir am Denkmal für den Namensgeber des Highways, einem ehemaligen US-General, der sich stark für den Ausbau der Straßen in Alaska im vorigen Jahrhundert einsetzte. Von Parkplatz aus hat man auch einen schönen Blick auf einen der zahlreichen Gletscher hier. Anschließend durchfahren wir die Alaska Gebirgskette nach Norden und können auch die Trans-Alaska-Pipeline sehen, die über weite Strecken parallel zur Straße verläuft. Leider ist es immer noch stark bewölkt und es regnete leicht, aber es klart auf als wir weiter nach Norden kommen. Als wir links von uns einen Regenbogen erkennen halten wir für einen Fotostopp und können das Bergpanorama mit tiefhängenden Wolken, ein paar einfallenden Sonnenstrahlen und einem wunderschönen Regenbogen genießen.

Wenig später machen wir noch einen weiteren Stopp an der Stelle, an der die Trans-Alaska-Pipeline auf ihrem Weg von Prudhoe Bay, über rund 1.300km nach Valdez die Straße unterquert. Hier können wir die Pipeline über ein längeres Stück überblicken, wie sie sich durch die Landschaft schlängelt. Wenig später erreichen wir Delta Junction und frühstücken erst einmal in einem Supermarkt. Von Delta Junction aus fahren wir auf dem Alaska Highway wieder Richtung Süden.

Was auffällt sind die unzähligen reisebusgroßen Wohnmobile, die uns hier auf dem Alaska Highway entgegenkommen. Ansonsten gibt es nicht wirklich viel Verkehr. Die Landschaft bietet zwischendurch recht ansehnliche Ausblicke, der Highway führt aber auch über lange Strecken einfach geradeaus durch die von Schwarzfichten dominierten Wälder Alaskas.

Wir erreichen Tok, ein kleines Örtchen an der Kreuzung zum Tok-Cutoff, einer Abkürzung zum Richardson Highway und machen dort Mittag. Zuerst schaue ich mich einmal um, mache einen Abstecher in die Souvenirläden und schaue nach etwas zu Essen. Da mich die Hotdogs in der Tankstelle nicht wirklich anmachen muss ein Eis am Stiel reichen. Damit setze ich mich vor das Besucherzentrum und beobachte das Treiben auf der Straße. Es sind nur sehr große Pickup-Trucks unterwegs, die dann von ihren Fahrern auch von einer Seite der Straße auf die andere Seite gefahren werden, um noch in einem anderen Laden vorbeizuschauen. Auch zahlreiche dieser riesigen Wohnmobile sieht man hier, entweder in der Größe eines Reisebusses oder als Sattelauflieger für die Pickups. Etwas seltener sieht man die zweiachsigen Wohnwagen, die nur von einem Geländewagen gezogen werden.

Nach der Pause fahren wir weiter, passieren problemlos noch eine Wiegestation am Ortsrand und biegen nach links auf den Top-of-the-World Highway ab. Es geht kontinuierlich bergan und die Aussichten werden reizvoller. Kilometerweit bis zur Grenze nach Kanada können wir rechts und links der Straße nur verkohlte Baumleichen von den verheerenden Waldbränden aus dem Jahr 2004 sehen. Dies führt einem damit vor Augen wie viel Zeit es in diesem arktischen Klima benötigt, bis sich die Natur regenerieren kann.

Der Grenzübertritt nimmt nicht viel Zeit in Anspruch, und auf der kanadischen Seite des Highways erreichen wir das Örtchen Chicken. Die Goldgräber, die hier siedelten, wollten den Ort eigentlich Schneehuhn nennen, wussten aber nicht wie dies geschrieben wird und so einigten sie sich auf den vereinfachten Namen „Chicken“. Dort machen wir einen Stopp und besuchen den örtlichen Saloon, der sehr urig eingerichtet ist und dessen Decke und Wände über und über mit Baseballkappen behängt ist. In der Kneipe ist natürlich ein Bier fällig.

Schließlich erreichen wir nach einem langen Tag Dawson City am Yukon. Wir bauen die Zelte schnell auf dem Campingplatz auf und fahren mit der Fähre über den Yukon in die Stadt rüber. Dort hole ich noch schnell am Geldautomaten Cash und dann geht es auch schon ins Diamond Tooth Gertie‘s zu einer Cancan Tanz-Show. Der Laden ist voll mit Touristen und wir stellen uns etwas in den Hintergrund, um die erste Show anzuschauen. Die Show ist toll, wird kurz von einem Stromausfall unterbrochen und geht dann unvermindert weiter. Danach öffnen die Black Jack- und Roulette- Tische und es geht zum Spiel. Gleich gegenüber in der Bar des Downtown Hotel gibt es den berühmten Sourtoe Cocktail, bei dem ein mumifizierter menschlicher Zeh im Glas schwimmt und geküsst werden muss um der Legende nach als „richtiger Kerl“ im Yukon zu gelten und in den Club aufgenommen zu werden. Es ist heute eine große Touristenattraktion und die Schlange recht lang, so dass ich für mich schnell entscheide, darauf zu verzichten.

Bei der zweiten Vorführung in Gertie’s Casino and Gambling Hall sind schon weniger Leute da und wir bekommen einen Sitzplatz. Die andern ziehen es vor, danach auf den Campingplatz zurückzufahren. Ich nehme noch ein Bier und genieße auch wenig später noch die Mitternachtsshow. Danach mache ich mich zu Fuß auf den Rückweg. Es ist natürlich immer noch hell, die Fähre ist noch in Betrieb und ich erreiche meinen Schlafsack nach einer halben Stunde und falle schnell in den Schlaf.

Yukon & Yukon River

7. Tag (28. Juli 2018)

Dredge Nr.4

Wir verbringen den Vormittag noch in Dawson City und schauen uns die Stadt an. Es sind sogar noch Häuser aus der Goldgräberzeit zu sehen, die jedoch natürlich nicht mehr bewohnbar sind, weil sie in den Permafrostboden eingesunken sind. Die Häuser werden deshalb heute auf gestapelte Holzbohlen gestellt, damit die Wärme aus den Häusern den Boden nicht auftaut.

Nach einem Regenschauer gehe ich noch schnell in Joe’s Restaurant um etwas zum Mittag zu nehmen und treffe zu meiner Überraschung zwei der Tänzerinnen von gestern Abend, die hier bedienen.

Wir verlassen die Stadt und schauen uns den First Claim am Bonanza River an, der den Goldrausch 1896 am Klondike ausgelöst hat, nachdem man dort massenhaft Gold gefunden hatte. Auf dem Rückweg machen wir noch einen kurzen Stopp an der Dredge No.4, dem größten Schwimmbagger, der je in Nordamerika zum Goldschürfen eingesetzt wurde. Es ist eine gewaltige Maschine von 3.000 Tonnen, die hier vor Ort zusammengebaut wurde und heute als Museum dient. Der Schwimmbagger steht für die zweite Periode des Goldrausches am Klondike. Nachdem die konventionellen Schürfer kein weiteres Gold gefunden haben übernahmen Konzerne die Claims und beuteten den Rest in industriellem Maßstab aus. Die Dredge No.4 förderte über acht Tonnen Gold bis zu ihrer Stilllegung im Jahr 1959.

Wir fahren zurück zum Klondike Highway, biegen rechts ab und verlassen den Klondike Highway wenig später um auf den Dempster Highway weiter nach Norden um in den Tombstone Nationalpark zu gelangen, in dem wir heute auf dem Campingplatz übernachten. Es ist ein sehr schön am Northern Klondike River gelegener Platz. Nach dem Aufstellen der Zelte fahren wir noch ein Stück die Straße zu einem Aussichtspunkt rauf und können einen Blick auf den Tombstone Mountain werfen, der rund 60km von uns entfernt emporragt und dem Park seinen Namen gibt. Wieder zurück auf dem Camping Platz bereiten wir das Abendessen vor und genießen anschließen ein herrlich gegrilltes Steak. Danach sitzen wir noch bis Mitternacht um unser erstes Lagerfeuer und genießen den Abend.

8. Tag (29. Juli 2018)

Mt. Monolitte

Biber See

Wir schlafen etwas länger und lassen uns mit dem Frühstück Zeit. Die Sonne scheint vom blauen Himmel und wir packen unsere Ausrüstung wieder in den Kleinbus und machen uns zu unserer Tagestour auf. Zuerst gibt es einen Abstecher ins Besucherzentrum des Parks und anschließend fahren wir zum Grizzly Creek Track, den wir heute ein Stück gehen wollen. Zuerst führt der Baumwurzelweg durch die bewaldete Taiga ins Tal hinein. Es gibt zahlreichen Pflanzen am Wegesrand zu sehen, die Uwe auch gut erklärt. Ich kann mir abermals wieder kaum etwas davon merken.

Wenig später steigt der Pfad ein wenig an und führt den Hang hinauf. Als wir die Baumgrenze verlassen wird der Weg steiniger und steiler, aber die Aussicht wird mit jedem Höhenmeter besser. Das Wetter ist uns heute hold und so genießen wir die Aussicht, während wir weiter steigen. Der dominierende Monolith Mountain wird immer imposanter und schließlich erreichen wir unser Ziel, den Aussichtspunkt Grizzly Lake View Point, von dem wir natürlich auch den See sehen können. Nach einer Pause machen wir uns wieder auf den Rückweg zum Parkplatz. Mit zunehmendem Abstieg gibt es weniger Gespräche in der Gruppe, denn die Müdigkeit der Beteiligten nimmt weiter zu. Als wir zurück sind von unserer kleinen Wanderung bin ich recht matt, aber wieder aktiv, als wir an der sehr großen Biberburg auf dem Weg zum Campingplatz vorbeikommen. Der angestaute See ist riesig und der Biberdamm enorm lang und ziemlich hoch. Wir sehen gleich zwei große Biberburgen im See, und die umliegenden Berge und Wolken spiegeln sich in dessen Oberfläche, als sich plötzlich noch ein Exemplar blicken lässt. Echt klasse, da es hier dauerhaft hell ist lassen sich die Tiere auch bei Tageslicht blicken, und so gelingt mir noch ein passables Biber-Bild.

Als wir am Campingplatz zurück sind machen wir wieder ein Lagerfeuer, gehen aber heute früher zu Bett.

9. Tag (30. Juli 2018)

Dawson City

Wir starten wieder normal nach dem Frühstück und fahren zuerst nochmals zum Aussichtspunkt hoch, bei dem wir vorgestern Abend noch waren, weil wir heute Morgen wolkenlosen Himmel und Sonnenschein haben und damit der Ausblick deutlich besser ist.

Unsere Fahrt zurück nach Dawson ist schnell erledigt und so biegen wir vor der Stadt ab um auf den Midnight Dom Aussichtspunkt hoch zu fahren. Von dort haben wir einen hervorragenden Blick auf den Klondike, den Yukon und natürlich Dawson City. Bei strahlendem Sonnenschein liegt uns alles zu Füßen. Auch flussabwärts bieten der Yukon und die umliegende Wildnis ein ausgezeichnetes Panorama. Leider vergeht die Zeit recht schnell und wir fahren in die Stadt hinunter.

Uwe hat dort noch einiges zu organisieren, und wir rund zwei Stunden zur freien Verfügung. Ich gehe nochmals durch die Stadt und mache Fotos. Der erste Weg führt mich zur Blockhütte von Jack London. Der Schriftsteller hat hier in Dawson eine Zeitlang gelebt. Heute ist die Hütte ein kleines Museum. Auch am berühmten Friedhof von YOOP (Yukon Order of Pioneers) schaue ich vorbei und im Vorbeigehen besuche ich auch die Blockhütte von Robert Service, einem bedeutenden kanadischen Dichter. Auf dem Rückweg in die Stadt schaue ich mir auch den Zusammenfluss von Klondike und Yukon an und nehme anschließend meinen Termin beim Friseur wahr. Im Bistro treffe ich später wieder auf die anderen und wir essen eine Kleinigkeit.

Dann fahren wir für rund vier Stunden zu unserem Ausgangspunkt der morgigen Kanu-Tour nach Carmacks. Zwischendurch halten wir noch an der Moose Creek Lodge, die von einem Schweizer Ehepaar betrieben wird, trinken dort etwas und bewundern die Trapperhütte aus dem letzten Jahrhundert. Etwas weiter die Straße runter halten wir nochmals am Yukon Crossing und bekommen zum ersten Mal einen Abschnitt des Yukon zu sehen, auf dem wir paddeln werden. Der Blick ist unglaublich, und ich freue mich bereits auf morgen. Auf dem Campingplatz beziehen wir Hütten und können uns ausbreiten und für die Tour umpacken.

Am Kiosk gibt es noch was zum Essen und am Abend sitzen wir noch am Ufer des Yukon.

10. Tag (31. Juli 2018)

Yukon Kanu Tour

Heute geht es auf unsere große dreitägige Kanu-Tour auf dem Yukon. Wir packen unsere Sachen um, weil wir nur das mitnehmen können was wir auch brauchen. Den Rucksack mit dem Rest der Sachen verstauen wir im Kleinbus. Die wichtigen Sachen packt jeder in eine wasserdichte Tonne, die wir dann in den Kanus mitnehmen. Doch bevor es los geht zieht erst noch ein kräftiger Schauer durch, den wir in der Hütte abwarten können und uns währenddessen ein wenig hinlegen. Als es aufgehört hat zu regnen geht es los, die Kanus werden vorbereitet und die Schwimmwesten verteilt. Uwe macht eine Einführung in die Paddeltechnik und zeigt die verschiedenen Paddelschläge mit dem Stechpaddel, um das Kanu zu steuern. Nicole und ich bilden ein Team und setzen das erste Kanu in den Yukon. Wir beladen es gemeinsam mit unseren Tonnen, dem Wasserkanister und einer großen Kiste mit Küchenutensilien, sowie einem Sack voller Zelte. Wir legen dann als Erste ab und warten ein paar Meter weiter stromabwärts auf die anderen. Theo und Johanna, Felix und Jelena, sowie Uta und Lotti teilen sich je ein Kanu, wobei Uwe im Kanu von Uta und Lotti mitfährt.

Nun brechen wir zu unserer großen Kanutour auf. Die starke Strömung erfasst uns gleich und bringt uns ohne viel Zutun auf Tempo. Der Fluss fließt ruhig aber schnell dahin. Nach wenigen Minuten unterqueren wir die Highway-Brücke, und man kann kaum glauben, dass dies eine der vier einzigen Brücken über den mehr als 3.000km langen Fluss sein soll. Nachdem wir die Brücke passiert haben lassen wir auch die letzten Häuser von Carmacks hinter uns, und vor uns liegt nur noch der Fluss, die Wildnis und wir. Nicole und ich fallen ein wenig hinter die anderen Kanus zurück, während wir die herrliche Landschaft bei strahlendem Sonnenschein genießen und auch ausführlich fotografieren. So haben wir den Fluss für uns alleine. Am Flussufer erspähen wir noch zwei junge Adler, die noch nicht ihr prachtvolles Federkleid bekommen haben, aber trotzdem mit einer imposanten Spannweite aufwarten können. Es ist schön, solche Tiere in freier Wildbahn sehen zu können.

Es geht um zahlreiche Flussbiegungen herum, während wir den Vorsprung der anderen Kanus nicht aufholen können. Wir verlieren sie aber auch nicht aus den Augen. So fahren wir den Fluss hinunter und genießen die Ausblicke und Eindrücke, die sich laufend ändern. Wir kommen gut voran und es macht sehr viel Freude.

Der Lagerplatz, den wir anfahren wollen ist leider bereits belegt, so dass wir weiterfahren und wenige hundert Meter später am linken Flussufer anlanden um dort zu lagern. Wir stellen zuerst die Küchenutensilien weit weg von der Stelle, an der wir die Zelte aufbauen wollen, damit Bären, die uns möglicherweise besuchen, nicht gleich in der Nähe der Zelte sind. Alles was irgendwie riecht, wie z.B. Drogerieartikel, Getränke oder Lebensmittel, wird in geschlossenen Behältnissen gelagert und verwahrt. Als alles aufgestellt und weggepackt ist, wagen es ein paar von uns, im frischen Yukon zu baden. Ich belasse es dabei, die Füße hineinzustecken.

Nach einem leckeren Eintopf sitzen wir noch am Ufer des Yukon mit einem schönen Blick auf die sonnenbeschienene andere Seite.

11. Tag (01. August 2018)

Five Finger Rapids

Bei Sonnenschein stehen wir wieder auf. Wir frühstücken sehr gemütlich und lassen uns Zeit. Die Sonne wärmt und weckt die Lebensgeister, vielleicht ist es aber auch die heiße Tasse Kaffee. Als die Zelte abgebaut, die Küche in die Kisten verstaut und schlussendlich die Kanus beladen sind, starten wir zu unserer zweiten Etappe auf dem Yukon. Die Strömung gibt uns gleich nach dem Ablegen Fahrt und die kanadische Wildnis zieht an uns vorüber. Wir bleiben heute näher beieinander.

Nach rund einer halben Stunde landen wir an, machen die Kajaks am Ufer fest und gehen eine kurze Strecke entlang des Ufers quer durch die Wildnis zu den Five Finger Rapids um diese anzuschauen, zu fotografieren und uns erklären zu lassen wie wir durch die Stromschnellen fahren können. Aber wie es aussieht, ist es wohl keine große Herausforderung. Der Ausblick ist jedoch grandios und ich mache zahlreiche Bilder.

Zurück in den Kanus durchfahren wir problemlos den pittoresken Streckenabschnitt und haben dabei unseren Spaß. Nach ein paar weiteren Biegungen im Fluss landen wir an und machen unsere Mittagspause. Lucy, eine achtjährige Einheimische spricht uns derweil an und wir unterhalten uns noch mit der Kleinen über ihr Leben in Carmacks. Echt sehr nett und unterhaltsam. Da sich die meisten unserer Gruppe dann hinlegen und ein Nickerchen machen, genehmige ich mir ein Bier und genieße den Blick auf den Fluss. Die restliche Strecke paddeln wir nicht mehr so kräftig, sondern lassen uns weitestgehend einfach nur treiben.

Nach dem Yukon Crossing, einer Inselwelt im Fluss, biegen wir in einen strömungsfreien Seitenarm ein und landen etwas weiter hinten, im stehenden Gewässer an um das Nachtlager aufzuschlagen. Der Lagerplatz ist stark überwachsen, da hat in diesem Jahr wohl vor uns noch niemand hier gelagert. Wir stellen die Zelte etwas weiter hinten in einem Birkenwäldchen auf und gehen uns anschließend im Yukon erfrischen. Es ist herrlich, den Schweiß im Klaren und kühlen Wasser abspülen zu können und sich wieder zu erfrischen. Wir richten die Küche wieder ein und genießen den Abend neben dem verfallenen McKay’s Roadhouse auf dem historischen Overland Trail am Yukon.

Als wir abends am Ufer sitzen bieten uns die Wolken und die tiefstehende Sonne noch eine Galavorstellung. Zuerst werden einige Flächen der Wälder am Ufer angestrahlt, dann auch teilweise die dahinterliegenden Berge und zu guter Letzt bildet sich noch ein wunderschöner doppelter Regenbogen vor den dunklen Wolken. Echt eine schöne Show der Natur.

12. Tag (02. August 2018)

Minto Land

Five Finger Rapids

Unser Letzter Tag auf der Kanutour bricht an. In der Nacht hat es mehrfach geregnet, aber als wir aufstehen hat es aufgehört und wir können im Trocknen frühstücken. Der Himmel klart ein wenig auf und wir packen wieder alles zusammen und beladen die Kanus. Als alle vier Kanus im Wasser sind paddeln wir wieder den stömungslosen Seitenarm hinaus und begeben uns wieder auf den Strom. Wir machen uns auf den Weg nach Minto Land, unserem Ausstiegspunkt der Tour. Es ist wieder herrlich auf dem Fluss zu sein, zumal es heute durch die Wolken deutlich kühler ist. Wir genießen die Fahrt. Die Strömung unterstützt uns wieder kräftig und so zieht das Ufer verhältnismäßig schnell vorüber. Wie schnell wir eigentlich sind erkennt man am besten, wenn man sich recht nah am Ufer befindet.

Der Strom windet sich wieder durch zahlreiche Kurven und wir umschiffen viele Inseln. Sehr nahe am Ufer können wir einen Weißkopfseeadler in einem Baum sitzen sehen. Wir paddeln noch ein wenig heran und treiben dann lautlos an ihm vorüber, während er uns von oben beobachtet.

An einer Insel machen wir einen Stopp und genießen es einfach da zu sein, mitten im Fluss. Als es weitergeht haben wir schon den Großteil der heutigen Strecke hinter uns gebracht. Wir lassen die Kanus zwischendurch auch nur mal treiben und nehmen währenddessen bei völliger Stille teilweise ein seltsames rieselndes Geräusch wahr. Man kann also an der Wasseroberfläche hören, wie der Kies am Flussbett von der Strömung über den Grund geschoben wird, und das, obwohl der Fluss mehrere Meter tief ist. Echt kaum zu glauben. So genießen wir die letzten Meter unserer Paddeltour, während der wir rund 95km auf dem Yukon genießen konnten. Vor der Landungsstelle halten wir entsprechend Abstand zwischen den Kanus, damit jeder sicher landen und an Land gehen kann. Falls wir die Stelle verpassen wäre die nächste Möglichkeit zum Ausstieg mit Straßenanbindung erst im rund 350km entfernten Dawson City.

Wir entladen die Kanus und tragen diese zusammen mit unserer Ausrüstung die Klippe hoch, stellen sie ab und reinigen sie. Trotzdem haben wir noch ausreichend Zeit, um in der Minto Lodge etwas zu essen oder zu trinken bevor wir abgeholt werden. Wir genießen die Zeit und legen uns ein wenig in die Sonne und entspannen die müden Muskeln. Als alles im Kleinbus verstaut ist und die Kanus verladen sind fahren wir wieder nach Carmacks auf den Campingplatz zurück, von wo aus wir drei Tage zuvor gestartet sind. Auf dem Weg dorthin machen wir noch einen kurzen Halt an den Five Finger Rapids, um diese auch noch von oben bewundern zu können, und haben dabei dem Gedanken im Kopf, dass wir diese erst gestern durchfahren haben. Es war eine tolle Tour und diese drei Tage auf dem Fluss sind leider viel zu schnell vergangen, auch wenn die Muskeln einem etwas anderes signalisieren.

Auf dem Campingplatz ist dann erst einmal Reorganisation angesagt: Klamotten waschen, duschen und seine Sieben Sachen wieder packen. Am Abend Treffpunkt am Kiosk. Ich habe einen leckeren Burger verspeist bevor wir uns nach ein paar Bier zur Feier von Theos Geburtstag recht früh und müde hingelegt haben.

13. Tag (03. August 2018)

Whitehorse

Heute Morgen habe ich mal wieder den Rucksack ganz frisch gepackt und wieder alles im Kleinbus vertraut. Heute ist einer der Tage um Strecke zu machen. Wir fahren zuerst nach Whitehorse, um dort einzukaufen und den Mittag zu verbringen. Auf der Fahrt dort hin halten wir für einen Fotostopp am den Twin Lakes, die ein herrliches Bild rechts und links der Straße abgeben. In Whitehorse, der Hauptstadt im Yukon besuchen wir zuerst die Fischtreppe in der Hoffnung, bereits Lachse den Fluss hinaufschwimmen zu sehen. Die Fischtreppe wurde notwendig als in den 50er Jahren der Staudamm an den Stromschnellen gebaut wurde, die der Stadt den Namen gaben, da sie wie die Mähne eines Schimmels ausgesehen haben müssen. Es sind schon einzelne Lachse da, aber die große Anzahl von Lachsen soll erst noch kommen. Vielleicht haben wir ja Glück und sehen sie am Tag, wenn wir aus Whitehorse abfliegen.

Ansonsten schlendern wir durch die Stadt, ich hole noch Geld am Automaten und wir gehen im Klondike Restaurant Mittagessen. Dann ist es auch schon Zeit wieder aufzubrechen.

Wir verlassen die Stadt auf dem Alaska Highway, wie immer herrscht wenig Verkehr, und wir fahren nach Haines Junction am Rande des Kluane Nationalpark. Die Strecke führt das Takhini Tal hinauf nach Westen. Als wir die folgende Ebene hinter uns gelassen haben folgen wir den unzähligen Wasserläufen immer direkt auf die Berge des Kluane National Parks zu. Wir wollen am Pine Lake Campingplatz übernachten, müssen aber weiterfahren, da dieser Platz auf Grund des Canada-Day Wochenendes bereits vollständig belegt ist. So fahren wir nach Haines Junction weiter, welches als Arbeitersiedlung während des Baus des Alaska Highways entstanden, und heute der wichtigste Zugangspunkt zum Kluane Nationalpark ist und schlagen dort unsere Zelte auf.

14. Tag (04. August 2018)

Kathleen Lake

Kaskawulsh Gletscher

Lake Kluane

Wir fahren mit dem Kleinbus zuerst zur Village Bakery, die für ihre Backwaren bekannt ist, dann nehmen wir die Straße nach Haines und halten am Parkplatz des Kathleen Lake. Es ist wie gestern immer noch bewölkt als wir unsere Wanderung beginnen. Wir gehen den Weg in Richtung des King’s Throne und biegen dann auf den Cottenwood Pfad ab, der entlang des Seeufers am Fuße des King’s Throne führt. Es geht über Baumwurzeln leicht bergan um Höhe zu gewinnen. Dadurch erhalten wir nach und nach einen immer besseren Ausblick auf den See, der deutlich größer ist als am Parkplatz vermutet. Der Weg selbst ist sehr ursprünglich und auch der Blick ist herrlich, da der See noch völlig unberührt von Zivilisation erscheint. Gegenüber auf der anderen Seeseite sind die Berge und über uns das Wolkenspiel zu sehen. Zwischendurch zeigt sich vereinzelt auch die Sonne. Es sollte noch ein bisschen aufreißen, da fast alle aus der Gruppe heute Abend einen Rundflug über die Gletscherwelt des Kluane Nationalpark machen wollen.

Aber nun genießen wir erst einmal die Stunden am See. Am Aussichtspunkt Rock Glacier machen wir Mittagspause und genießen die Aussicht. Den Blick auf das Eisfeld und die hohen Berge dort verwehren uns die Wolken. Wir bleiben aber trotzdem eine ganze Weile und kehren anschließend auf dem gleichen Weg wieder zum Parkplatz zurück. Dort gehen wir noch an den See und ein paar von uns strecken die Füße rein. Uta und Jelena gehen sogar in dem kalten Wasser kurz baden. Für mich ist beides viel zu kalt.

Die Zwischenzeit bis zu unserem Rundflug verbringen wir in der Village Bakery und genießen einen Kaffee und einen Happen zu Essen. Dann fahren wir zum Flughafen. Die beiden Piloten mit ihren Cessnas warten bereits auf uns. Nachdem uns sechs kurz erklärt wurde, dass auf Grund des Wetters die eigentlich geplante Route wohl nicht machbar ist, und es sich erst während des Fluges herausstellen wird wo wir genau entlang fliegen können, wollen trotzdem alle von uns in die Luft.

Und so heben wir mit jeweils drei Passagieren an Bord ab und fliegen den Dezadeash River hinunter und hinein in die Berge. Beim Einflug in die Berge kommt es zu Turbulenzen, durch welche die kleinen Maschinen kurz aber kräftig durchgeschüttelt werden. In einer sanften Kurve biegen wir nach rechts um über den Kaskawulsh River näher an die Berge und das Eisfeld heranzufliegen und erreichen den gleichnamigen Gletscher, der sich aus seinem nördlichen und südlichen Armen bildet. Wir haben einen hervorragenden Blick auf die unter uns liegenden Eismassen, wobei sich die Wolkenuntergrenze bei knapp über 3.000m befindet. Auf dem hinteren Sitz auf dem ich sitze lässt sich eine kleine Luke im Fenster öffnen, so dass ich gut fotografieren kann. Zum Beispiel den Zustrom des Stairway Gletscher, den wir gleich darauf passieren, als wir den nördlichen Eisstrom weiter hinauf zum Eisfeld folgen. Die Oberfläche des Gletschers zeigt sich wie eine blank polierte, von Narben zerfurchte Fläche, auf der sich das Licht immer wieder in Schmelzwasserpfützen spiegelt. Als wir zwischen dem Stairway Peak und dem Discovery Peak über dem Gletscher zum Eisfeld hinauf fliegen wollten versperrt uns eine geschlossene Wolkendecke den Weg, obwohl wir bereits knapp unter 4.000m hoch sind. So dreht unser Pilot am Mt. Payer nach rechts ab, fliegt den Payer Gletscher hinunter und wieder hinaus aus den Bergen.

Was aber aus der Luft noch besser zu sehen ist, ist der enorme Verlust an Eis bei allen Gletschern. Sie haben sich deutlich sichtbar zurückgezogen und auch die Mächtigkeit hat abgenommen und man kann die Verluste deutlich an den Berghängen ablesen. Ziemlich heftig.

Auf dem Rückflug zum Flugplatz überfliegen wir noch den Lake Kluane, den größten See hier in der Gegend, und können aus der Luft die weiteren unzähligen Seen und riesigen Waldgebiete, die sich bis zum Horizont erstrecken, gut erkennen. Nach einer Stunde landen wir auch schon wieder auf dem Haines Junction Regional Airport und haben ein Lächeln im Gesicht.

Zurück auf dem Zeltplatz kochen wir und genießen noch den Abend eines ereignisreichen Tages.

Alaska-Pfannenstiel

15. Tag (05. August 2018)

Schwarzbär

Fort William H. Seward

Haines

Lynn Canal Fjord

Mendenhall-Gletscher

Wir starten früh (ohne Frühstück) und packen alles zusammen. Schnell geht es noch zur Village Bakery um einen Kaffee zu trinken und etwas zu essen, und dann fahren wir nach Süden, nach Haines. Gleich nach dem Verlassen des Ortes entdecken wir am Straßenrand einen Schwarzbären. Uwe steigt in die Eisen. Wir wenden und fahren zurück, um den Bären zu finden. Er befindet sich ganz nahe am Straßenrand, frisst die Beeren von den Sträuchern und lässt sich von uns nicht wirklich aus der Ruhe bringen. Wunderbar, das Tier lange beobachten zu können. Dabei kann man es teilweise kaum zwischen den Sträuchern erkennen. Die Schwarzbären sind kleiner als die Braunbären und es gibt sie auch nicht in verschiedenen Farbvarianten, wie es bei ihren Artverwandten der Fall ist. Es ist gar nicht so einfach, aus dem Kleinbus heraus einen guten Blick auf das Tier zu bekommen, aber als der Bär die Straßenseite wechselt gelingt mir doch noch ein passables Foto. Als dann auch ein zweites Fahrzeug hält lassen wir den Bären in Frieden und machen uns endgültig auf den Weg nach Süden.

Der Highway ist leer und die Landschaft zieht vorüber. Immer wieder halten wir für einen Fotostopp an, um uns die großartige Landschaft anzuschauen und zu fotografieren. Dann erreichen wir die Grenze zur USA und können problemlos passieren. Wir müssen nur unsere Orangen abgeben, da diese kein Produkt der USA sind. Nach der Grenze fahren wir das Tal des Chilkat River hinunter und folgen dem Urstromtal einige Kilometer bis nach Haines. Auch auf dieser Strecke stoppen wir mehrfach, weil die Aussicht dies verlangt, zumal die Wolkendecke aufreißt und die Sonne wieder scheint.

In Haines gibt uns Uwe eine kurze Stadtrundfahrt und wir können auch einen Blick auf die hübsch hergerichteten Offiziershäuser des ehemaligen Fort William H. Seward werfen, bevor wir im Supermarkt noch schnell unsere Vorräte auffüllen und anschließend zum Fähranleger fahren. Wir kaufen die Tickets für die Fahrt nach Juneau und stellen unseren Kleinbus in die Schlange. Der Fjord zeigt sich bei schönstem Sonnenschein und wir genießen die Zeit bis zum Eintreffen der Fähre im Liegestuhl vor dem Fährgebäude.

Nach dem Laden legt die Schnellfähre „Fairweather“ ab. Ich reserviere mir einen Platz draußen auf dem Achterdeck. Die Seacat gibt richtig Schub und wir nehmen schnell Fahrt auf, biegen jedoch im Fjord nicht nach Süden, sondern nach Norden ab. Also geht es zuerst einmal nach Skakway bevor wir nach Juneau fahren. Das erklärt auch die Fahrzeit von vier Stunden für die Strecke von 140km.

In Skakway braucht das Ent- und Beladen der Fahrzeuge rund eine Stunde und anschließend fährt die Fähre die gleiche Strecke zurück nach Süden, so dass wir bei diesem schönen Wetter noch eine Fjord Rundfahrt inklusive haben. Das Ende des Fjords, zwischen Haines und Skakway ist relativ schmal und die Berghänge sehr steil. Ich kann kaum die Kamera aus der Hand legen. Einfach zu schön. Die Fahrt schlussendlich nach Juneau bietet ebenfalls noch zahlreiche Ausblicke und Fotomotive. Eine sehr schöne Fahrt, das Wetter ist ein Traum und wir gehören zu den ganz wenigen Besuchern, die Juneau gegen Abend bei strahlendem Sonnenschein erreichen. Wow.

Da die Fähre Verspätung hat, fahren wir direkt zum Campingplatz, stellen schnell, ohne irgendwas anderes zu tun, die Zelte auf, um gleich anschließend noch etwas zum Abendessen zu bekommen. Als wir am Diner ankommen hat dieser gerade noch zehn Minuten geöffnet, aber als Gruppe dürfen wir noch reinkommen, wenn wir schnell bestellen. Mit einem leckeren Burger im Magen geht dann wieder ein langer Tag zu Ende.

16. Tag (06. August 2018)

Weißkopfseeadler

Admirality Island

Heute Morgen können wir länger schlafen und stehen später auf. Von Uwe werden wir zum Flughafen gebracht damit wir zu unserem Ausflug nach Admirality Island fliegen können. Zuvor machen wir aber noch schnell einen Stopp am Supermarkt, um was zum Frühstück und zum Mittag einzukaufen. Das Frühstück essen wir irgendwo zwischen Tür und Angel und nutzen die Zeit bis zum Abflug, um zur Mündung des Salmon Creeks kurz vor Juneau zu fahren. Dort schauen wir uns das Laichen der Lachse an. Mich interessieren aber vor allem die Weißkopfseeadler, die dort zahlreich vertreten sind. So schauen wir den noch lebenden Fischen, den Adlern, Möwen und Raben zu. Die Lachsleichen, die ebenfalls zahlreich zu sehen sind verströmen einen entsprechend fischigen Verwesungsgeruch und es sind auch Kadaver zu sehen, die über und über mit Maden bedeckt sind.

Dann fahren wir zum Check-in, was bei Wat-Air problemlos geht. Uwe verabschiedet sich, da er heute nicht mitkommt und wir warten noch ein wenig. Dann werden wir mit einem Kleinbus zum Flugzeug gefahren. Zunächst geht es einmal um die Startbahn herum, weil wir zum Wasserflughafen müssen, welcher aus einem Becken hinter der betonierten Startbahn besteht. Wir fliegen mit einer rund 60 Jahre alten De Havilland Beaver mit 9-Zylinder Sternmotor nach Admirality Island. Schon allein der Flug in diesem Oldtimer ist ein Erlebnis für sich. Ich darf auf dem Hinflug neben dem Piloten Platz nehmen. Dieser drückt zum Start auf zahlreiche Knöpfe, bedient Schalter und Hebel, und bereits nach kurzer Zeit sind wir in der Luft. Der Himmel ist wolkenverhangen, aber in Flugrichtung klart es auf. So haben wir noch einen schönen Blick von oben auf die unzähligen Inseln und Wasserwege. Nach rund zwanzig Minuten Flug erreichen wir auch schon unser Ziel und gleiten in einer sanften Rechtskurve der Meeresoberfläche entgegen, setzen sanft auf und treiben an den Strand, der sich als kleine Landzunge ins Meer hinaus erstreckt. Beim Aussteigen werden die Schuhe nass, da wir bis zu den Knien ins Wasser treten müssen. Deshalb habe ich noch meine Stiefel mit dabei und ziehe diese dann an Land an.

Wir werden von einer Rangerin begrüßt, die uns zuerst einmal einweist. Unseren mitgebrachten Snack verstauen wir in einer Bärenkiste. Als wir aufbrechen wollen läuft auch schon der erste Bär in unsere Richtung. Er ist etwa 3-4 Jahre alt und noch nicht ganz ausgewachsen. Die Rangerin erklärt, dass er uns in vernünftigen Abstand passieren wird und wir anschließend zur Beobachtungsfläche gehen können. Aber wir haben die Rechnung ohne diesen Bären gemacht. Er läuft nicht an uns vorbei, sondern beginnt sämtliche Beeren an den Sträuchern vor uns abzufressen, so dass wir über eine Stunde nicht vom Fleck können. Und dabei versteckt er sich auch noch geschickt hinter den Sträuchern. Schließlich verzieht er sich und die Rangerin gibt den Weg zur Beobachtungsfläche frei. Wir laufen los, ohne Rangerin und ohne Bärenspray. Aber wir kommen unverletzt nach zehn Minuten an. Direkt am Fluss sind drei weitere Bären zu sehen, jedoch sehr weit draußen an der Mündung des Pack Creek, so dass sie selbst mit dem Fernglas nicht groß zu sehen sind. So warten wir ab. Von dem zweiten Ranger hier an der Beobachtungsfläche werden wir darüber informiert, dass es noch einen Pfad durch den Wald zu einem Aussichtsturm am Bach gibt. Da es hier gerade nicht allzu viel zu sehen gibt gehen wir kurzentschlossen wieder zum Strand zurück und dann noch ein Stück weiter bis der Pfad in den Wald abzweigt. Der Pfad führt ein kleines Stück bergan, durch dichten Regenwald und endet nach rund zwei Kilometer an einem hölzernen Turm, den wir besteigen. Dort schauen wir uns um. Es gibt aber keine Bären zu sehen. So vertreiben wir uns die Zeit. Zwei Weißkopfseeadler posieren für unsere Kameras und bieten Unterhaltung. Als sich nichts weiter tut entschließen wir uns zurückzugehen und am Strand unsere Sandwiches zu essen.

Während wir unseren Snack genießen können wir erkennen, dass mehrere Bären sich in der Nähe der Beobachtungsfläche befinden und es was zu sehen gibt. So beenden wir unseren Snack und gehen schnellstmöglich wieder dorthin. Die Rangerin von dort kommt uns bereits entgegen und signalisiert, dass wir uns beeilen sollen, denn es ist gerade ein großer Grizzly aus dem Wald getreten, der uns zu nahekommen könnte, aber der setzt sich am Strand nieder und beobachtet die Szenerie.

Als wir dann an der Beobachtungsfläche angekommen sind macht sich gerade eine Bärenmutter mit ihrem Kleinen vom Wald auf den Weg den Fluss hinunter in Richtung Meer und bewegt sich relativ nahe an uns vorbei. Die Fotoapparate stehen kaum still. Einfach nur toll. Das große Weibchen, welches am Waldrand saß, läuft nun ebenfalls zum Fluss, legt sich aber in guter Fotodistanz vor uns hin und bietet ein tolles Motiv. Wieder ein anderes Tier versucht etwas später sein Jagdglück auf Lachs im Fluss. Damit hat sich uns in den letzten zwei Stunden ein wahres Schauspiel geboten und wir alle gehen mit einem Grinsen im Gesicht zurück zum Strand, von wo aus wir wieder mit dem Wasserflugzeug abgeholt werden. Wenigen Minuten später sind wir im regnerischen Juneau zurück und ein absolutes Highlight der Tour geht zu Ende.

Auf dem Campingplatz machen wir uns erst einmal frisch, packen wieder komplett um, weil wir morgen zu den Gletschern nach Glacier Bay fliegen. Anschließend genießen wir einen sehr lecker gegrillten Wildlachs, den Uwe uns zubereitet hat und dazu ein kühles Bier am Lagerfeuer. Das Feuer will aber auf Grund der Nässe nicht richtig brennen und produziert nur Rauch, so dass wir es rasch wieder löschen. So beenden wir gut gesättigt den Abend.

17. Tag (07. August 2018)

Die ganze Nacht hatte es geregnet, wir bauen am Morgen die nassen Zelte ab und verstauen alles im Kleinbus. Auf dem Weg zum Flughafen fahren wir noch am Supermarkt zum Frühstücken vorbei, ich nehme aber heute einfach nur eine Tasse Kaffee.

Am Flughafen laden wir wieder alles um. Die Ausrüstung kommt vom Dach in den Kofferraum, während die Rucksäcke, die wir zurücklassen, auf den Sitzen verstaut werden. Wir müssen am internationalen Flughafen von Juneau für unseren Charterflug einchecken. Es gibt jedoch keine Sicherheitskontrolle und wir werden einfach zusammen mit dem Gepäck vom Piloten zum Flugzeug begleitet. Als das Gepäck in der Cessna Caravan verstaut ist dürfen wir einsteigen und starten auch unmittelbar daraufhin. Wenn es beim Fliegen nur immer so unkompliziert wäre. Ich nehme neben dem Piloten Platz, da keiner von den anderen dort sitzen möchte. Die Gegend ist stark wolkenverhangen und die Sicht deshalb ziemlich eingeschränkt, aber nach rund zwanzig Minuten landen wir auch schon sicher auf dem Gustavus Airport. Das Gepäck wird direkt zum Taxi gebracht, wir steigen ein und fahren zum Bartlett Cove Campingplatz.

Wir stellen die Zelte auf, nehmen noch kurz die Einweisung der Park-Ranger entgegen und gehen bei Dauerregen direkt in die Glacier Bay Lodge um es uns in der Lobby am Kaminfeuer gemütlich zu machen. Zum Mittagessen gibt es einen Burger im Restaurant und am Nachmittag findet ein geführter Spaziergang mit einer Rangerin statt. Währenddessen hat es aufgehört zu regnen, so dass wir nicht nass werden als wir durch den Regenwald gehen. Wir bekommen die Entstehung dieser Landschaft hier, durch den Rückgang der Gletscher in den letzten 150 Jahren, detailliert erklärt. Diese extrem schnelle Veränderung der Landschaft ist auch der Grund für die Existenz des Glacier Bay Nationalparks und nicht die im Allgemeinen großartigen Landschaft. Kurz vor Ende des Spaziergangs beginnt es erneut zu regnen und wir gehen abermals in die Lodge, welche ich erst nach dem Abendessen im Restaurant wieder verlasse um ins Zelt zum Schlafen zu gehen.

In den nächsten zwei Nächten habe ich mehr Platz im Zelt, da Felix ausgezogen ist und sich mit drei anderen ein Zimmer in der Lodge genommen hat.

18. Tag (08. August 2018)

Glacier Bay

Margareten Gletscher

Es regnet beim Aufstehen immer noch und es gibt keine Sicht auf die umgebende Landschaft. Ich habe recht gut geschlafen und stehe zu unserer Bootstour früh auf. Wir gehen alle als erste an Bord, breiten unsere nassen Sachen zum Trocknen aus, nehmen uns einen Kaffee und werden wohl einen entspannten Tag auf der Bootstour in der Glacier Bay erleben.

Nachdem wir abgelegt haben und in den Fjord hinausgefahren sind sehen wir auf der Felseninsel South Marbel Island ein paar Robben die dort dösen, gleich daneben ist eine Kolonie von Vögeln zu bestaunen, aber unser Highlight sehen wir kurz darauf: Eine Gruppe von vier Orcas schwimmt in der Nähe des Bootes. Der Kapitän drosselt die Fahrt, die Leute greifen nach ihren Kameras und stürzen aufs Außendeck. Die Tiere lassen sich von uns nicht beeindrucken und ziehen gemächlich ihres Weges. Wohl jedem gelingen recht gute Fotos und ein Lächeln kehrt in die Gesichter der Passagiere zurück, da der Dauerregen doch ein wenig auf die Stimmung drückt. Wir fahren weiter und einige dösen ein wenig. Kurz vor unserem Ziel sehen wir noch einen Braunbären am Strand entlang wandern. Auch hierfür nehmen wir uns noch Zeit und beobachten, auch wenn das Tier relativ weit entfernt ist.

Dann kommen wir am Ende der Glacier Bay an. Direkt vor uns liegt der Grand Pacific Gletscher, der komplett schwarz vor lauter Geröll und Kies ist, während zu unserer Linken der Margareten Gletscher schneeweiß zu sehen ist. Durch den Nebel und den Niederschlag ergibt sich eine ganz eigene Stimmung. Der Kapitän stellt die Motoren ab, es wird ruhig, die Möwen krächzen, stehen zahlreich auf den kleinen Eisschollen und die Wand aus Eis thront vor uns. Immer wieder sind kleine Abbrüche zu hören während wir da sind. Zwei Mal lösen sich größere Brocken und stürzen krachend und spritzend in die Fluten der Glacier Bay. Die Leute jubeln, vor allem wenn sie dieses Ereignis im Foto festhalten konnten. Aber irgendwann geht auch bei uns die Zeit zu Ende, der Kapitän wirft die Motoren an wieder und wir fahren zurück, aber nicht ohne noch einen Abstecher in das Hope Inlet zu machen und uns dort auch die Gletscher und die zahllosen Wasserfälle anzuschauen, die heute auf Grund des Dauerregens natürlich besonders wasserreich zu sehen sind.

Auf dem Rückweg setzen wir noch ein paar Seekayak-Fahrer ab und können währenddessen aus einiger Entfernung noch einen Seeotter sehen, der in typischer Rückenlage durchs Wasser schwimmt.
Als wir wieder in Bartlett Cove am Steg anlanden geht es direkt in die Lobby der Lodge und nach dem Abendessen recht früh ins Zelt.

19. Tag (09. August 2018)

Point Adolfius

Nach einer unruhigen und feuchten Nacht packe im am Morgen das nasse Zelt zusammen und deponiere es in einer der bärensicheren Hütten, denn früh am Morgen treffen sich die Leute, die heute auf Walbeobachtung-Tour gehen. Wir fahren mit dem Taxi zum Anleger nach Gustavus. Dort gehen wir an Bord der „TAZ“ und legen mit insgesamt zwölf Passagieren ab. Die Fahrt führt über die Icy Strait an den Point Adolfius vor der Küste der Insel Chichagof, wo wir recht schnell den ersten Buckelwal sehen. Wenig später treffen wir auf eine Gruppe von drei Tieren, die wir länger beobachten und uns in ihrer Nähe aufhalten. Es ist recht neblig und es regnet, so dass die Sicht nicht sehr gut ist, und ich auch nicht mehr groß motiviert bin zu fotografieren, und so kann ich unser spektakuläres Highlight zum Ende der Tour nicht mehr im Bild festhalten:
Plötzlich und ohne irgendwelche Anzeichen springen zwei der Tiere parallel aus dem Wasser! Wir sind derart überrascht, und es geht so schnell, dass alle an Bord baff sind und nur noch staunen. Keiner von uns hat den Moment im Foto festhalten können, denn es war derart unerwartet.

Dann fahren wir nach einem halben Tag auf See wieder zum Anleger zurück und von dort direkt mit dem Taxi zum Flughafen, um direkt nach Juneau zurück zu fliegen.

Die Maschine geht pünktlich, jedoch können unsere Zelte aus Platzgründen nicht mehr mitgenommen werden und kommen mit einer späteren Maschine nach. Auch in Juneau regnet es als wir ankommen. Wir verstauen unser Gepäck im Kleinbus und machen uns zu einer Stadtrundfahrt mit anschließendem Rundgang in Juneau auf. Es gibt im Allgemeinen nicht viel Sehenswertes in der Stadt. Die Museen haben bereits geschlossen oder schließen bald, und die zahllosen Souvenir- und Juwelierläden sind nur für die Gäste der vier großen Kreuzfahrtschiffe interessant. So verlassen wir die Stadt wieder nach weniger als einer Stunde und fahren zum Flughafen raus, um die Zelte in Empfang zu nehmen.

Auf dem Weg zum Zeltplatz hole ich mir noch einen Burger und organisiere mein Zeug wieder neu, nachdem ich das Zelt aufgestellt habe. Die anderen wollen heute alle noch in die Stadt, worauf ich aber keine große Lust habe.

20. Tag (10. August 2018)

Fähre nach Skakway

Eldred Rock Lighthouse

White Pass & Yukon Railway

Der Tag beginnt sehr früh, da wir heute die Fähre nach Skakway gebucht haben und bereits um 05:00 Uhr am Fährterminal einchecken müssen. In der Nacht hat es nochmals kräftig geregnet, aber am frühen Morgen, beim Abbau des Zelts war es trocken.

So stehen wir am Fährterminal, holen unsere Karten, warten auf das Einsteigen, und als es soweit ist, gehen wir auf das Passagierdeck. Beim Auslaufen ergeben sich durch die niedrig stehende Sonne, die Nebelschwaden und die Wolken sehr schöne Ausblicke. Dies bleibt auch während der Fahrt nach Haines so. Da wir nicht mit der Schnellfähre unterwegs sind, mit der wir nach Juneau gefahren sind, können wir die Landschaft am Fjord nochmals ganz in Ruhe genießen. Auch wenn wir den Fjord bereits durchfahren haben zeigt er sich heute doch wieder ganz anders. So verbringe ich die meiste Zeit draußen an Deck oder lese mein Buch. In Haines haben wir rund eine Stunde Aufenthalt und erreichen Skakway am frühen Nachmittag. Wir fahren mit dem Kleinbus nach Dyea, dem Ausgangspunkt des Chilkoot Trails und bauen dort auf dem Campingplatz die Zelte auf.

Die Wolken lockern ein bisschen auf und die Sonne scheint. Wir hoffen, dass die Zelte trocknen, während wir uns Skakway anschauen. Der Ort ist natürlich durch die ganzen Souvenirläden für die Kreuzfahrer geprägt, aber man kann dazwischen auch ein paar Dinge aus den Gründertagen von Skakway finden, welches seine Existenz dem Klondike Goldrausch von 1897 verdankt. In Skakway sind die Goldsucher damals per Schiff aus dem Süden angekommen, um von hier aus über den White Pass oder den Chilkoot Pass zum Lake Bennett zu gelangen. An den Ufern des Lake Bennett haben sie dann Boote und Flöße gebaut um die letzten, rund 900km über die Seen und den Yukon nach Dawson City und zum Klondike zu gelangen. Was für eine Strecke!

Wir treffen uns nach rund anderthalb Stunden wieder, was vollkommen ausreichend ist, und fahren zum Campingplatz zurück. Dort kochen Johanna und ich heute Spaghetti Bolognese zum Abendessen und anschließend werden noch die letzten Biervorräte am Lagerfeuer eliminiert.

21. Tag (11. August 2018)

Carcross

Matthew Watson

Unsere letzte Nacht im Zelt ist vorüber und damit bereits auch fast unsere Reise, aber ein Highlight werden wir noch erleben auf dem heutigen Weg nach Whitehorse. Wir fahren am Morgen nach Skakway und werden mit der White Pass & Yukon Railway Museumsbahn den White Pass hinauffahren. Es sind bereits am Bahnhof und auch später beim Einsteigen in den Zug verdächtig wenig Leute da, so dass wir fast einen ganzen Wagon für uns alleine haben. Es stellt sich heraus, dass ein Kreuzfahrtschiff verspätet eingetroffen ist und mehrere Hundert Passagiere deshalb fehlen. Uns soll es recht sein.

Der Zug wird von zwei Dieselloks aus den Fünfzigern gezogen und fährt recht langsam, was natürlich gut ist, wenn man die Landschaft anschauen will. Die Strecke hinauf zum White Pass bietet zu Beginn recht wenig Aussichten, da die Bäume die Sicht versperren, aber je höher wir kommen, desto besser wird es. Wir sehen auf der anderen Seite des Tals einen großen Wasserfall und insgesamt bin ich überrascht, wie schmal, eng und schroff das Tal des Skakway Rivers ist, dem früher der Trail und heute noch die Eisenbahn folgt. Zwischendurch überquert die Bahn herrliche angelegte Brücken, auf denen man beide Enden des Zuges gut sehen kann, da ich mich zum Fotografieren auf eine der Plattformen an den Wagenenden positioniert habe. Als wir die Baumgrenze überschritten haben ergeben sich herrliche Blicke hinunter ins Tal und auch zurück nach Skakway. Die Strecke klebt förmlich am Hang und man kann es sich kaum vorstellen, wie vor über hundert Jahren diese Trasse in nur zwei Jahren förmlich aus dem Fels gesprengt wurde. Heute dient die Strecke nur noch touristischen Zwecken und ist auch nicht mehr ganz bis Whitehorse befahrbar. Als wir die Passhöhe erreichen, überqueren wir die Grenze nach Kanada. Hier oben liegen zahlreiche Seen zwischen den sehr kargen Felsen. Die Sonne scheint und die Landschaft zeigt sich in ihrer vollen Schönheit. Kurz darauf erreichen wir Frazer, den Grenzort und verlassen den Zug dort. Die restliche Strecke bis Carcross legen wir wieder mit dem Kleinbus zurück.

In Carcross, welches seinen Namen von „Caribou Crossing“ abgeleitet hat und am Übergang zwischen dem Lake Bennett und dem Lake Nares gelegen ist, legen wir eine Pause ein. Es gibt nicht viel zu sehen und ich habe auch keine Lust auf weitere touristische Läden, so setze ich mich vor den ältesten General Store im Yukon und esse ein sehr leckeres Eis, welches sie dort verkaufen.

Auf dem Weg nach Whitehorse legen wir noch einen kurzen Stopp an der Carcross Desert ein, die als kleinste Wüste der Welt beworben wird. Es handelt sich aber tatsächlich um einen ausgetrockneten Seegrund, der aus der Eiszeit übriggeblieben ist. Zwischen den großen Sanddünen, die sich hier erstrecken, stehen immer wieder Fichten und es sind im Hintergrund bewaldete Berge zu sehen. Es ist deshalb recht interessant, weil es so gegensätzlich wirkt und man diese Landschaft hier nicht unbedingt erwartet.

In Whitehorse entladen wir den Kleinbus vollständig und checken für unsere letzte Nacht noch ins Yukon Inn Hotel ein. Jeder ist erst einmal mit sich selbst und seinen Sachen beschäftigt. Wir treffen uns aber am Abend und gehen gemeinsam zu unserem Abschlussessen. Es ist ein angenehmer Abend, den fünf von uns noch in einer Hausbrauerei in der Stadt ausklingen lassen.

22. Tag (12. August 2018)

MS Klondike

Nachdem jeder mal wieder ausgeschlafen hat treffen wir uns recht spät zum Frühstück, nehmen uns dafür Zeit und packen danach unsere Sachen und checken wieder aus. Das Gepäck lassen wir im Hotel deponieren und fahren noch zum Mile Canyon kurz vor der Stadt, um noch einen schönen Blick zu genießen. Kurz vor dem Aussichtspunkt quert noch ein Rotfuchs die Straße und posiert scheinbar extra für uns. Es gibt schöne Bilder und zum Abschluss nochmals eine schöne Tierbeobachtung. Die Aussicht auf den Mile Canyon ist schön, von den Stromschnellen ist aber nach dem Bau des Kraftwerks und des aufgestauten Sees nicht mehr viel übrig, lediglich die senkrechten Wände des Canyons kann man noch sehen. Auf dem Rückweg machen wir nochmals Halt an der Fischtreppe, haben aber auch heute wenig Glück die Lachse zu sehen. Die Tiere sind dieses Jahr rund zwei Wochen später dran und werden noch erwartet.

Ich entschließe mich dazu, nicht mehr in die Stadt zurück zu fahren und schaue mich noch ein wenig am Stausee um, bevor ich den Fußweg zurück in die Stadt nehme. Dieser endet an der MS Klondike, dem größten Raddampfer des Yukon, der heute ein schön renoviertes Museum ist und einem ein wenig die Vorstellung der damaligen Zeit vermittelt. Anschließend gehe ich auf der Hauptstraße quer durch Whitehorse zurück zum Hotel und esse dort noch zu Mittag. Dann ist es auch schon Zeit sich für den Bustransfer zum Flughafen einzufinden. Wir verabschieden noch Theo, der das Glück hat, noch eine Woche länger reisen zu können und fahren an den Flughafen zum Einchecken. Da wir sehr früh dran sind gehe ich noch für rund eine Stunde in das Transport-Museum gleich nebenan und schaue mir dort die Exponate und die Entwicklung der Transportmittel der Region an. Es ist recht sehenswert und verkürzt die Zeit. Durch die Sicherheit dauert es noch ein bisschen und dann heißt es nur noch auf das Einsteigen in das Flugzeug zu warten.

23. Tag (13. August 2018)

Der Flug ist entspannt und wir landen wieder in Frankfurt. Bin damit wieder zu Hause, im Grunde genau zu dem Zeitpunkt, an dem es wieder Lust gemacht hat „on the move“ zu sein.