8. Tag (01. Juli 2017)

Sherman’s Arch

Sherman’s Arch

Sherman’s Arch

Heute haben wir einen gemütlichen Start. Alex und ich gehen erst einmal frühstücken. Als wir fertig sind brechen wir gemeinsam zu einer kleinen Wanderung auf, um uns den Sherman’s Arch Naturbogen anschauen. Der Fahrer steht schon vor der Tür bereit. Wir verlassen die Stadt, werden wieder am Checkpoint gründlich geprüft und fahren die selbe Straße zurück, auf der wir vom Torugart-Pass heruntergekommen sind. Wir biegen jedoch vor der Zollabfertigung links auf eine Straße ab, die einem ausgewaschenen Flussbett in die Berge folgt. Wir fahren bis auf 2.700m hinauf. Am Ende der Straße befindet sich ein riesiges leeres und unbenutztes Besucherzentrum, und auf dem Parkplatz verliert sich unser Auto. Als die Pässe wieder einmal kontrolliert sind dürfen wir ein Ticket kaufen und losmarschieren. Ich muss jedoch zu meiner Überraschung feststellen, dass ich gestern, nachdem Laden der Batterie, diese leider nicht wieder in die Kamera gesteckt habe, so dass ich mich nicht zu wundern brauche warum sie nicht funktioniert. Zum Glück hat Alex ihre Kamera mit dabei.

Der Weg führt direkt durch das trockene Flussbett. Rechts und links erstrecken sich die steilen Wände der Schlucht. Jetzt am Morgen ist es noch recht kühl, was ganz angenehm ist, denn wenn die Sonne senkrecht steht und hier hineinscheint wird es wohl recht heiß. Das Tal wird immer schmäler, mehrfach können wir die Engstellen nur über angelegte Treppen überwinden. Als wir schließlich links um eine Ecke biegen, können wir erstmalig den Bogen sehen, und wir haben auch einen freien Blick auf den steilen und steinigen Schlussanstieg. Am oberen Ende führen noch annähernd 300 Stufen bis ganz nach oben, auf 3.000m Höhe. Erst auf der dort angelegten Plattform ist annähernd die ganze Höhe des Bogens ersichtlich, da dieser sich auf der anderen Seite des Sattels befindet. Durch ihn hindurch ist der Blick frei auf die sich vor dem Gebirge erstreckende Ebene. Der Bogen besitzt eine Höhe von über 400 Metern und wurde 1949 entdeckt, geriet jedoch wieder in Vergessenheit, so dass im Jahr 2000 National Geographics eine Expedition startete, um den Standort des Bogens wieder zu finden.

Wir sind echt beeindruckt und verbringen eine ganze Weile dort, bevor wir uns auf den Rückweg machen. Nach rund einer Stunde sind wir wieder am Auto zurück und fahren nach Kaschgar zurück.

In der Bar im Innenhof des Hotels feiern wir heute Abend noch den Geburtstag von James. Es gibt für ihn einen Kuchen mit Kerze drauf und dazu ein paar Flaschen Wodka.