22. Tag (15. Juli 2017)

Yarlung Zangbo

Yarlung Zangbo

Yarlung Zangbo

Yarlung Zangbo

Heute scheint die Sonne wieder und die Welt sieht gleich besser aus. Es wird ein langer Tag, an dem wir nur fahren. Wir verlassen Shigatse und folgen dem Lauf des Yarlung Zangbo Fusses, der uns direkt nach Lhasa führt. Die Hauptstraße, die wir heute benutzen, ist gut ausgebaut, jedoch zeitlich nicht schneller, weil auch hier die Geschwindigkeit über weite Strecken auf 30km/h begrenzt ist. Zuerst ist das Tal breit und weit, die großen Wassermassen breiten sich aus und fließen recht träge dahin. Kurz bevor wir den nächsten Checkpoint erreichen, müssen wir eine Pause einlegen, da wir natürlich schneller gefahren sind und der nächste Checkpoint nur kurz vor uns liegt. Die Pause nutzen wir um Fotos zu machen. Unser Fahrer berechnet die Zeit ganz genau, und so gibt es auch keine Schwierigkeiten. Wenig später verengt sich das Tal und der Fluss wird wilder und die Aussichten besser. Die Straße ist recht belebt, und uns kommen auch immer wieder Militärkolonen entgegen. Wir machen zwischendurch unseren notwendigen Geschwindigkeitsstopp und schauen uns ein wenig um.

Weiter geht die Fahrt das Tal hinunter. An einer Stelle müssen wir noch eine ganze Zeit warten, weil ein kleiner Erdrutsch die Hälfte der Straße blockiert, aber wir kommen durch, was die Hauptsache ist. Die Geschwindigkeitsbegrenzung und die sektionsweisen Kontrollen dieser Begrenzung führen zu absurden Situationen. Behörden- und Militärfahrzeuge interessiert die Geschwindigkeitsbegrenzung nicht, so dass wir laufend überholt werden, während wir selbst wieder einen Stopp einlegen, an dem unser Fahrer anfängt den Mini-Bus zu waschen um die vergeudete Zeit zu nutzen.

Nach rund sechs Stunden haben wir schließlich die 280km hinter uns gebracht und sind in Lhasa zurück. Wir checken im Hotel ein und ich gehe noch in die Straßen, um bei Sonnenschein ein paar Bilder von Lhasa zu machen und mich in den Läden mit Kunsthandwerk umzuschauen, die es zahllos in den Straßen gibt. Am Abend treffen wir uns in der Bar und gehen anschließend in ein Restaurant, welches Titian für uns ausgesucht hat. Hier wird das Essen auf dem Tisch im traditionellen tibetischen Hot Pot gekocht und man isst direkt daraus. Eine sehr schöne Erfahrung. Im Anschluss endeten wir wieder in der Bar und begossen unsere Tibet Trip, der alles in allem super schön war.