2. Tag (25. Juni 2017)

Bishkek

Bishkek

Bishkek

Es hat alles wunderbar funktioniert, nachdem ich in Bishkek gelandet bin. Durch meinen gebuchten Transfer war ich bereits nach rund neunzig Minuten im Hotel. Ich konnte sogar mein Zimmer gleich belegen und mich noch eine Runde aufs Ohr legen. Gegen Mittag wollte ich in die Stadt gehen, um Geld zu wechseln. An der Rezeption treffe ich auf Jahna, die ebenfalls mit Dragoman unterwegs ist. Sie beginnt heute auch ihre Reise, ist aber nach Westen unterwegs. So sind wir gemeinsam losgezogen. Geld war schnell gewechselt und auch ein Supermarkt gefunden. Jahna war jedoch vom Flug übermüdet und ging ins Hotel zurück.

Ich marschierte weiter Richtung Zentrum. Die Orientierung ist sehr leicht, da die Straßen quadratisch angelegt sind. So traf ich auch recht schnell auf einen der Parks, welcher mich direkt zum Ala-Too-Platz geführt hat. Die Architektur sticht gleich als sowjetisch geprägt ins Auge, die Grünanlagen sind jedoch schön gepflegt und es sind reichlich Blumen gepflanzt.

Der heutige Sonntag wird von zahlreichen Einheimischen zum Flanieren genutzt. Auf der einen Seite des Zentrums liegt ein Vergnügungspark, den viele Familien mit ihren Kindern besuchen. Wenig später, auf der anderen Seite des Zentrums stoße ich auf eine „Drift Challenge“. Dabei müssen die Fahrer mit ihren Autos in spektakulärsten Drifts um Pylonen fahren und möglichst viel Gummi in Rauch auflösen. Hier sind natürlich viele Jugendlichen zu finden und spenden den größten Applaus, als einer der Fahrer mit seinem Fahrzeug gegen die Betonbegrenzung knallt. Ich halte mich nicht allzu lange dort auf und lasse mich auf dem Rückweg zum Hotel durch die Straßen treiben.

Dort treffe ich auf Viki und die Gruppe, welche heute aus Richtung Westen angekommen ist. Sie fragt mich, ob ich heute Abend auch am Abschlussessen der Gruppe teilnehmen wolle. Dabei stellt sie aber gleich klar, dass alle außer Alex aus der Gruppe abreisen werden und nur sie und ich übermorgen Richtung China starten. Ich bin etwas überrascht, dass wir nur zu zweit sein werden, wenn wir die nächsten Tage bis Kashgar mit dem Truck unterwegs sind. Aber dafür gibt es dann jede Menge Platz im Truck.

Was zudem überraschend ist, ist die Zusammensetzung der Gruppe, mit der ich heute beim Abendessen bin. Es sind bis auf zwei Ausnahmen nur Frauen! Ein angenehmer Abend, der schlussendlich bei ein paar Bier am Pool des Hotels endet.