15. Tag (08. Juli 2017)

Jokhang Tempel

Jokhang Tempel

Jokhang Tempel

Sera Kloster

Sera Kloster

Sera Kloster

Sera Kloster

Als ich aufstehe regnet es in Strömen. Wir gehen erst einmal frühstücken und machen uns dann mit Regenjacke und Schirm bewaffnet auf den Weg zum Jokhang Tempel, der sich gleich in der Nähe unseres Hotels befindet. Auf den Straßen ist deutlich weniger los als gestern, aber wen wundert es?

Nach der Sicherheitsschleuse betreten wir den großen Platz vor dem Tempel, und nachdem wir die Eintrittskarten gelöst haben betreten wir die Tempelanlage. Der Buddha Tempel wurde als einer der ersten hier in Lhasa gebaut und zwar bereits im 7.Jh. Als Standort wurde damals ein See ausgesucht, der dafür zugeschüttet wurde. Der Jokhang Tempel ist einer der drei bedeutendsten zentralen Heiligtümer der Tibeter, welches jeder Gläubige mindestens einmal im Leben gesehen haben sollte.

Im Inneren war es recht dunkel und man durfte auch nicht fotografieren. Es waren die Betten einiger Mönche zu sehen und jede Menge Buddha Statuen. Dazu die Kerzen aus Butter. Später besteigen wir noch das Dach des Tempels, von dem sich eine gute Aussicht auf Lhasa ergibt. Zudem sind die Dächer der Tempel mit ihren vergoldeten Bronzeziegeln von Nahem zu sehen.

Nach der Besichtigung des Tempels begehen wir noch den Barkhor, einen etwa 800 Meter langen Gebetsweg, der rund um den Tempel führt. In den Geschäften, die beide Seiten der Straße säumen, wurden jede Menge tibetisches Kunsthandwerk und Schmuck angeboten. Bei dem Regen und den wenigen Leuten hatten jedoch noch nicht so viele Geschäfte geöffnet. Jedoch rauchen die Räucheröfen am Rande des Weges trotz des starken Regens. Anschließend, als wir wieder auf dem großen Platz zurück waren haben wir uns in ein Restaurant zurückgezogen, um dort einen Tee zu trinken und eine Kleinigkeit zu essen. Währenddessen hat es aufgehört zu regnen. Nun sind viel mehr Leute auf der Straße und es gibt jede Menge unterschiedliche Menschen zu sehen, die ich beobachte. So gehe ich nochmals durch die selben Straßen, um ein paar Fotos zu machen.

Wieder im Hotel zurück fahren wir mit dem Mini-Bus zum Sera Kloster. Es war früher einmal eines der drei bedeutendsten Klöster in Lhasa. Die Anlage ist gewaltig groß, da diese über 4.000 Mönche beherbergte, heute sind es nur noch rund 160. Wir gehen hinein, rechts und links stehen zahlreiche Gebäude, in denen die Mönche wohnen und schlafen. Ganz am Ende der Anlage liegt der Bereich in dem die Mönche miteinander debattieren. Es waren rund fünfzig Mönche anwesend. Dabei sitzt ein Mönch am Boden und ein zweiter steht vor ihm und stellt Fragen. Wenn er richtig antwortet, dann klatscht der Fragende kräftig in die Hände. Es soll dabei hauptsächlich um philosophische Fragen zum Glauben gehen. Es war jedenfalls interessant anzusehen, und man hörte permanent das laute Klatschen der Hände. Ich bekam jedoch eher den Eindruck, dass es sich weniger um eine Debatte handelte, sondern mehr um ein Lektion.

Im Anschluss besuchten wir den Tempel des Klosters. Auch hier bekommen wir auf das Ausführlichste die Bedeutung der einzelnen Statuen, Schreine und Gemälde erklärt, jedoch kann ich mir das alles kaum merken.

Wir verlassen das Kloster wieder und kehren ins Hotel zurück, um gleich anschließend zum Abendessen aufzubrechen. Wir gehen heute in ein Dachrestaurant mit phantastischem Blick auf den Potala-Palast. Leider fängt es an zu regnen als wir ankommen. So ist die Sicht nicht ganz so schön. Nachdem Essen schaffen wir es dann gerade vor dem nächsten Gewitter ins Hotel zurück. Wir verziehen uns auf die überdachte Terrasse der Bar.