4. Tag (21. März 2017)

Grand Canyon

"Bienenkorbgräber"

Nizwa Souk

Nizwa Souk

Nizwa

Gleich nach dem Frühstück brechen wir direkt vom Camp zu einer Wanderung auf. Vom Tal ziehen Wolken hoch und es ist angenehm frisch. Der Weg führt leicht ansteigend über ein Plateau in Richtung des „Grand Canyon des Oman“, in dessen Abgrund wir gestern bereits einen kurzen Blick geworfen haben. Wir gehen über felsiges Gestein und an zahlreichen kleineren Büschen und auch Gräsern vorbei. Es ist auffallend, liegt aber sehr wahrscheinlich daran das es hier oben kühler und wahrscheinlich auch eine kleine Spur feuchter ist, als unten im Tal.

Nach rund eineinhalb Stunden kommen wir an der senkrechten Felskante an und haben einen Blick auf die dicken Wolken, die den Canyon füllen und vom Tal heraufziehen. Wir machen eine längere Pause und hoffen darauf das es aufreißt. Was es nach einer Weile auch annähert tut und wir doch einen Blick in den 1.000m tiefen Abgrund werfen können. Dabei fällt uns auf den verschiedenen Felsvorsprüngen auf, dass diese nicht nur senkrecht abfallen, sondern zum Teil auch überhängend sind und von einiger Distanz recht instabil aussehen, auch wenn sie es in Wirklichkeit nicht sind. So genießen wir die verschiedenen Ausblicke und gehen auf dem Rückweg einfach querfeldein über das Felsplateau zum Camp zurück.

Nach einer kurzen Pause zum Packen und frisch machen fahren wir weiter in die Nähe des Jebel Misht, wo es in der Oase Al Ain Jahrtausende alte Grabtürme gibt. Auf dem Weg dorthin überqueren wir wieder auf recht abenteuerlichen Schotterpisten zwei Pässe und nehmen noch ein kleines Picknick am Rande der Straße ein.

Die sogenannten „Bienenkorbgräber“ tragen ihren Namen zurecht, da sie so ähnlich aussehen. Die Steine dieser Gräber wurden vor rund 4.000 Jahren aufgeschichtet und gehören heute zum UNESCO Weltkulturerbe. Jedoch scheint man heute sehr wenig über die Gräber und die Menschen, die diese erbaut haben zu wissen, da es dazu keinerlei Informationen gab. Also ein noch unerforschter Teil der Geschichte.

Nach einer weiteren Stunde Fahrt erreichen wir Nizwa, die ehemalige Hauptstadt des Omans. Hier besuchen wir noch die Stadtmauer, die Suks und können noch einen Blick von außen auf den beeindruckenden, 36m im Durchmesser messenden Turm der Festung werfen.

Am Abend sind wir alle zusammen in einem Arabischen Restaurant essen gegangen. Dabei saßen wir auf dem Boden und konnten von verschiedensten Platten unser Essen nehmen. Es war ein recht einmaliges Erlebnis so zu speisen.

Als wir wieder im Hotel zurück waren hat es angefangen zu regnen. Dies ist so ungewöhnlich hier im Oman das die arabischen Gäste des Hotels im Regen am Pool saßen und ihren Spaß hatten.