3. Tag (20. März 2017)

Swarovski Kronleuchter

Burg Nakhl

Wadi Beni Awf

Wadi Beni Awf

Hadschar-Gebirge

Jebel Misht

Jabel Shams

Wir starten also nun zu unserer Tour und verlassen Muskat über die Autobahn Richtung Flughafen. Unsere erste Station ist die Sultan Qaboos Moschee in Maskat, eine der größten Moscheen der islamischen Welt. Die ganze Moschee auf ihrem vier Hektar großen Areal ist nur aus den edelsten Materialien gebaut worden. Zuerst durchqueren wir die Außenanlagen und betrachten die große Kuppel, sowie die fünf Minarette. Nachdem wir die Schuhe ausgezogen haben betreten wir zuerst den kleinen Gebetsraum der Frauen, anschließen den Außenbereich der Männer und dann schließlich treten wir in die große Gebetshalle der Moschee ein.

Die große Kuppel ruht auf vier mächtigen Säulen und von der Kuppel hängt ein acht Tonnen schwerer Swarovski Kronleuchter herunter. Auch der Teppich ist mit mehr als 4.000m³ einer der größten der Welt. Alles sehr beeindruckend.

Weiter fahren wir auf einer sehr gut ausgebauten Autobahn die Küste entlang und biegen irgendwann ins Landesinnere ab um in die Berge zu gelangen. Die Sicht ist leider durch den Staub recht trüb, aber als wir weiter in die Berge kommen wird es besser.

Zuerst besuchen wir noch die Burg Nakhl, die aus dem dritten Jahrhundert stammt, jedoch im 18Jh. wieder neu in ihrer heutigen Form aufgebaut wurde. Die Burg ist sehr sehenswert und bietet unzählige Fotomotive von ihren Türmen mit Bergen im Hintergrund. Gleich im Anschluss gehen wir eine Kleinigkeit Essen und kaufen noch im Supermarkt ein.

Dann starten wir endgültig in Richtung der Bergwelt von Hajjar. Zuerst führt noch eine gut ausgebaute Straße hinein ins Wadi Beni Awf. Als diese dann endet verläuft die Schotterpiste nur noch im ausgetrocknetem Flussbett und windet sich an schroffen Felswänden entlang. Am Ende der Snake Gorge Schlucht halten wir und gehen noch ein paar Meter zu Fuß hinein um uns umzuschauen.

Von nun an steigt die Piste sehr steil an und je höher wir kommen desto besser wird die Aussicht, aber umso abenteuerlicher wird auch die Streckenführung, die sich zum Teil sehr steil und eng um die steilen Bergflanken herum windet. Es geht immer wieder steil bergan und bergab. Wir machen zwischendurch noch einige Stopps zum Fotografieren und erhaschen noch einen Blick auf ein einsames Bergdorf. Von nun an geht es die Wadi Beni Awf Schlucht endgültig hindurch und auf den Pass hinauf. Die Streckenführung ist wirklich sehr kühn, da man teilweise gar nicht sieht wie die Straße weiter verläuft. Aber Ali, unser Fahrer macht die Sache sehr gut und wir können uns auf die atemberaubende Aussicht konzentrieren. Oben angekommen, steigen wir nur kurz aus, da uns der Wind fast wieder den Berg hinunter weht.

Auf der anderen Seite des Passes geht es nicht so steil hinab, weshalb die Straße hier auch wieder geteert und gut ausgebaut ist. Unten im Tal durchfahren wir Al Hamra und machen noch etwas weiter noch einen Fotostopp an den verlassenen Häusern von Al Jirayfat. Es wurde aufgegeben und besteht deshalb heute nur noch aus Ruinen. Anschließend steigt die Straße wieder sehr steil an und wir gewinnen schnell an Höhe auf dem Weg in die Nähe des Jabel Shams, dem höchsten Berg des Oman. Etwas unterhalb, am Ende der Straße übernachten wir heute Abend in einem Camp aus festen Hütten.

Ein wenig weiter können wir noch einen kurzen Blick in den Grand Canyon des Omans werfen, an dessen Abbruchkante wir morgen wandern wollen. Nachdem wir eingecheckt haben verließen wir noch kurz das Camp um den Sonnenuntergang, mit Blick auf den Jabal Misht, am heutigen, ereignisreichen Tag zu genießen und den Tag damit abzurunden.