4. Tag (31. Oktober 2017)

Polarlicht

Polarlicht

Heute fahren wir wieder mit den Booten raus. Ich bin viel besser vorbereitet und habe noch zusätzliche Klamotten angezogen und mir eine Skibrille ausgeliehen. So geht es heute auch wieder bei Schneetreiben raus aufs nördliche Polarmeer. Die Skibrille tut gute Dienste und es geht deutlich besser. Die See ist nicht ganz so aufgewühlt wie vor zwei Tagen, aber die Dünung ist trotzdem hoch. Wir fahren für rund fünf Stunden umher und genießen den Blick auf die Landschaft, denn zwischendurch klart es immer mal wieder auf und für kurze Zeit kommt die Sonne zum Vorschein. In einer Bucht sehen wir dann eine Gruppe Schweinswale, die in einiger Entfernung ihre Bahnen ziehen und immer scheu auf großer Distanz bleiben. So machen wir kehrt und fahren wieder in den Hafen zurück, wo wir alle wieder ziemlich verfroren ankommen.

Es war gegen Abend dann angekündigt, dass sich der Himmel aufklart und wir vielleicht doch Polarlichter beobachten können, aber das Gegenteil ist der Fall. Es zieht zu und beginnt erneut zu schneien. Wir haben nun in den letzten Tagen rund vierzig Zentimeter der weißen Pracht bekommen.

Nach dem Abendessen wird es besser. Es klart wirklich auf und ich hole mein Stativ und gehe den Weg hinunter. Es ist kaum etwas am klaren Himmel zu sehen. Ich mache ein paar Probeaufnahmen um die Belichtung zu prüfen. Dann finde ich auch den richtigen Platz auf einer kleinen Halbinsel und warte. Mit den bloßen Augen ist kaum was zu erkennen, aber die Kamera fängt die Polarlichter mit einer sehr langen Belichtungszeit ein. Schon ein faszinierendes Phänomen. Obwohl es nur ein schwaches Polarlicht ist gelingen mir ein paar zufriedenstellende Aufnahmen und ich gehe verfroren zurück ins Appartement.