8. Tag (22. September 2016)

Wir haben einen gemütlichen Morgen, weil wir erst recht spät aufbrechen. Bevor wir uns endgültig auf den Weg nach Eldoret machen besuchen wir gleich am Morgen ein Waisenhaus hier um die Ecke. Margarete, die Managerin erklärt uns, wie und warum die Kinder hierher kommen. Es sind zumeist Kinder, die aus Familien stammen, denen von einem Gericht die Kinder entzogen wurden. Es sind also nicht unbedingt Waisen im eigentlichen Sinne. Es leben hier aktuell 24 Kinder, von denen mehr als die Hälfte gerade in der Schule sind als wir ankommen. Jedoch unterstützt der Staat solche Waisenhäuser in Kenia nicht, so dass diese sich selbst finanzieren müssen oder auf Spenden angewiesen sind.

Wir schauen uns die Einrichtung an und spielen auch ein wenig mit den Kindern. Nach zwei Stunden verlassen wir den Ort wieder. Das Haus macht auf mich einen guten Eindruck, besonders im Vergleich zu anderen Waisenhäusern, die ich schon besucht habe, aber ich bin doch jedes Mal froh, wenn ich wieder gehen kann.

In der Stadt Nakuru gehen wir anschließend noch in den Supermarkt, um unsere Vorräte wieder aufzufüllen und für die nächsten zwei Tage gerüstet zu sein. Dann machen wir uns auf den Weg nach Eldoret. Es geht hoch in die kenianischen Berge, und die Landschaft wird deutlich grüner. Es sind auch ganze Wälder zu sehen, so dass man fast meinen könnte, man wäre irgendwo in Europa unterwegs. Nach ein paar Stunden Fahrt biegen wir von der Hauptstraße ab und kommen am „Back to Nature“ Camp an. Es ist sehr schön gelegen, sogar mit einem Pool, den aber keiner von uns nutzt. Wir stellen die Zelte auf, die Kochgruppe beginnt mit der Arbeit und alle anderen kümmern sich um den Rest.

Nach dem Essen treffen sich alle in der erstaunlichen Bar. Diese befindet sich unter einem großen Dach mit einem herrlichen Kamin darunter. Die Sessel sind bequem und das Feuer wärmt. So verbringen wir noch den Abend bei ein paar Bier.