4. Tag (18. September 2016)

Ballonfahrt

Weißrückengeier

Schakale

Heute Morgen geht es für fünf von unserer Gruppe früh los, da wir eine Ballonfahrt gebucht haben. Wir werden abgeholt und zum Startplatz gefahren. Die Crew hat die Ballone bereits vorbereitet, so dass diese nur noch gefüllt werden müssen. Es sind viele Leute zugegen, was ich nicht ganz so erwartet habe, da der Preis doch recht hoch ist. So werden wir zuerst in den liegenden Korb verfrachtet, und als die Hülle weitestgehend gefüllt ist startet Jason Adams den Brenner und heizt die Luft auf. Der Korb richtet sich schnell auf und wir heben ab. Es ist ein sehr sanftes Gleiten, nur unterbrochen vom kräftigen Fauchen des Brenners, wenn Jason die Ventile öffnet. Der Ballon fährt in geringer Höhe und wir können die Tiere am Boden gut beobachten. Die Perspektive aus der Luft eröffnet ganze andere Blickwinkel. So können wir wunderbar beobachten, wie Geier ihren Flug von den Baumwipfeln aus starten und sich mit kräftigen Flügelschlägen in die Luft erheben, wobei mir gute Aufnahmen gelingen sind. Auch der Sonnenaufgang ist wunderbar. So gleiten wir über eine Stunde über die Massai Mara und setzen dann zu einer sehr sanften Landung an. Wir werden in Safari-Fahrzeuge verfrachtet und machen noch eine kurze Safari-Fahrt, bevor wir zum Frühstück gefahren werden. Dabei sehen wir noch einen gelangweilten Löwen und mein persönliches Highlight: Junge Schakale! Neugierig schauen die vier aus ihrem Erdloch – sehr süß! In einiger Entfernung beobachtet die Mutter die Gegend sehr genau und ist wachsam. Schakale sind generell sehr selten zu sehen, und uns ist es heute gelungen darüber hinaus junge Schakale beobachten zu können. Auf dem weiteren Weg sehen wir noch eine weitere Löwin mit ihren Babys, die gerade gesäugt werden, während ein etwas größeres Junges genussvoll an einem Knochen nagt. Ebenfalls eine tolle Szene, auf die man nicht sehr häufig trifft.

Das anschließende sehr luxuriöse Champagner-Frühstück mit Speck, Eiern, Pommes frites und Kaffee, wird unter einer einzelnen Akazie serviert.

Auf dem Rückweg zur Gruppe sehen wir noch viele weitere Tiere, darunter natürlich Gnus und Zebras, aber auch wieder Sekretär Vögel. Kurz vor der Pforte treffen wir noch auf eine große Gruppe Giraffen und auf eine Gruppe Paviane, wobei zwei davon Babys unter dem Bauch tragen. Als wir dann zu Pluto zurück kommen sehen wir gleich, dass etwas nicht stimmt, denn die Fahrerkabine ist nach vorne geklappt und die Jungs machen sich am Motor zu schaffen.

Das Lenkgetriebegehäuse hat einen Riss und verliert Öl. Als wir ankommen haben die Jungs es bereits ausgebaut und gleich in die Werkstatt zum Reparieren gegeben. Rafiki Auto Garage ist ein Schuppen und repariert wird davor im Sand mit einfachsten Mitteln. Es ist kaum zu Beschreiben. Wie ich sehe, besteht das Gehäuse aus Gusseisen und soll geschweißt werden. Zuerst einmal muss nach dem Mann gerufen werden der schweißen kann. Dieser trifft auch nach zwei Stunden bereits ein und macht sich ans Werk. Wir machen derweilen Mittag im Truck und schlagen die Zeit tot. Als Derick uns mitteilt, dass es noch etwas dauern wird, gehe ich noch einmal rüber und schaue mir das geschweißte Gehäuse an. Die Schweißnaht ist nicht schlecht, soweit ich es beurteilen kann, aber es ist für mich leicht zu erkennen dass eines der Gewinde, in dem der Deckel festgeschraubt wird beschädigt ist.

Während der ganzen Prozedur ist unser Truck von schätzungsweise dreißig Kindern umringt, die unterhalten werden wollen. Das ist die Aufgabe von Gina, die das hervorragend hinkriegt. Es wird wohl auch noch ein wenig dauern. Ich beschließe, mit den anderen in eine Bar zu gehen. Aber es ist nicht sehr bequem dort. Deshalb gehe ich zum Tuck zurück und beschließe, zu Fuß in das Camp zu gehen, in dem wir letzte Nacht verbracht haben. Es liegt gleich hier um die Ecke. Ich gebe Derick Bescheid, dass ich in 1 ½ Stunden wieder zurück bin. Er sagt, dass er mich bis dahin mit dem Truck abholen wird. Ich quittiere dies mit einem Grinsen und ziehe los. Dort setzte ich mich auf die Terrasse am Fluss, nehme ein Bier und relaxe.

Als ich am Truck zurück bin ist das Lenkgetriebe bereits wieder eingebaut, aber es braucht nochmals eine Stunde bis wir wieder starten können. Da es aber bereits Abend ist, entscheiden wir uns, nicht mehr weiterzufahren und schlagen unsere Zelte wieder im gleichen Camp wie letzte Nacht auf. So sitze ich wieder in der Bar und erfahre, dass wir irgendwann morgen in einen neuen Truck umsteigen werden.

Als es Abend wird essen wir im Restaurant, in dem ich gerade sitze. Die Batterien für die Kamera konnte ich auch wieder aufladen und ein wenig meine Bilder sortieren. Das Essen ist lecker, nur leider ein bisschen wenig. Nachdem wir aber dann noch ein paar Bier drauf geschüttet haben hat es auch gereicht.