21. Tag (05. Oktober 2016)

Der Morgen beginnt mit Frühstück im Hostel. Die anderen bauen bereits ihre Zelte ab und verstauen alles im Truck. Und plötzlich ist der Moment da, in dem es heißt, von den Leuten Abschied zu nehmen, mit denen ich die letzten drei Wochen jeden Tag verbracht habe. Es fällt immer schwer und ich würde am liebsten einfach weiter bis nach Kapstadt runter fahren. Aber mein Flug geht heute Abend Richtung Heimat. So verabschieden sich alle voneinander, und als sich der Truck in Bewegung setzt bleiben wir Fünf zurück und winken kräftig.

Am Vormittag machen wir uns noch gemeinsam auf, um einen nahe gelegen Markt für Kunsthandwerk zu besuchen. Ich werde zu meiner eigenen Überraschung fündig und erstehe eine schöne geschnitzte Holzfigur. Ich bin mal gespannt, wie ich diese im Flugzeug unterkriege, da ich erst im Hostel feststelle, dass die Figur deutlich länger als mein Rucksack ist und ich sie darin wohl nicht verstauen kann. Ansonsten besteht der Tag aus zusammenpacken, Reisebericht schreiben, Bilder sortieren und viel warten.

Rebecca ist die erste, die sich auf den Weg macht und kurz nach Mittag aufbricht. Dann bin ich am frühen Abend dran, Tom und Laura müssen noch zwei Stunden länger aushalten. Wir verabschieden uns voneinander und ich nehme noch ein junges Pärchen aus Berlin hier aus dem Hostel mit zum Flughafen. So kann ich mich noch nett unterhalten und die Zeit vergeht ein bisschen schneller.

Am Flughafen gibt es eine Sprengstoffkontrolle vor der Einfahrt zum Parkplatz, dann gleich am Eingang eine Gepäckkontrolle und nach dem Check-in nochmals. Man kann auch alles übertreiben. Nun ja, der Flughafen ist nett, aber nicht sehr groß. Mit ein bisschen Zureden am Check-in schaffe ich es, meine Holzfigur als Kabinengepäck mitnehmen zu können. Mit den beiden Berlinern gehe ich dann noch was trinken und wir quatschen ein wenig. Der Flieger ist nicht sehr voll, so dass es kein Problem ist meine Figur in der Gepäckablage zu verstauen. Wir heben ab und landen wenig später in Entebbe, wo die Reisenden aus Amsterdam aussteigen und der Flieger für den Rückflug neue Passagiere aufnimmt. Wir stehen rund eine Stunde dort und müssen glücklicherweise die Maschine nicht verlassen. Dann geht es endgültig zurück nach Europa als wir abheben.