2. Tag (16. September 2016)

Giraffen Center

Elephant Orphanage

Das Frühstück genieße ich auf der Terrasse der Bar. Die Sonne scheint und wärmt nach einer kühlen Nacht. Gleich darauf checke ich aus, und meine Gruppe trifft sich an der Rezeption. Wir sind alles in allem 19 Leute, die sich auf den Weg zu den Gorillas machen. Ich bin der einzige Deutsche und der Rest scheint sehr gemischt zu sein.

Unser Guide heißt Derick und David ist der Fahrer von Pluto, unserem Truck.

Mit dabei sind: Arthur, mit dem ich das Zelt teile, und der schon seit zwei Jahren unterwegs ist, Gina aus NY, die wohl mehr als ein Jahr auf Reisen sein wird, Laura und Tom aus UK werden die Tour mit mir nach drei Wochen in Kigali beenden, Amanda ist aus NZ, ebenso wie Rebecca, die bei der Air Force arbeitet. Russ kommt aus San Francisco und Azhar aus NY. Alle fahren bis Kapstadt runter. Niall und sein Sohn Sean aus Irland. Marta aus Spanien, auch sie fährt die ganze Strecke runter bis Kapstadt. Lissa ebenfalls aus NY, und unser jüngster Philipp, dazu noch das Gespann von David mit Tochter Roanna, sowie Cheryl, die gerade nach zwölf Jahren aus Hongkong heimkehren wird. Ebenso mit dabei sind Hellen und Claudette aus UK.

Wir besuchen heute das Giraffen Center, in dem man Giraffen füttern und streicheln kann. Ich finde es schon gut, diesen Tieren einmal recht nahe zu kommen, aber meiner Meinung nach ist es keine schöne Sache und im Grunde noch schlimmer als im Zoo.

Danach geht es zur Aufzuchtstation von Elefantenwaisen, die gerade gefüttert werden als wir ankommen. Es ist richtig toll zuzusehen wie sie gierig ihre Milch trinken, sich anschließend im Schlamm wälzen und spielen.

Dann noch schnell in den Supermarkt, um das Nötigste für die nächsten Tage einzukaufen. Zuvor ist aber natürlich erst einmal ein Geldwechsel nötig, der aber schnell über die Bühne geht.

Nach einer sehr kurzen Fahrt erreichen wir unseren heutigen Campingplatz. Hier erledigt Derick erst einmal die ganzen organisatorischen Sachen und erklärt die „Do and Dont’s“. Als dann die Zelte aufgebaut sind und sich alle eingerichtet haben, machen sich die meisten Leute fertig, um zum Carnivore Dinner nach Nairobi reinzufahren.

Das Carnivore ist wie vor Jahren sehr gut und ich schlage mir genau wie damals den Bauch mit Fleisch voll. Gegen zehn Uhr sind wir dann wieder auf dem Campingplatz zurück und legen uns zum ersten Mal im Zelt schlafen.

Ich teile mein Zelt mit Arthur aus England. Er spricht zu meiner Überraschung fließend Deutsch. Noch mehr überrascht mich, dass er die Sprache in den letzten 2 ½ Jahren gelernt hat, weil er Lust dazu hatte. Es gibt schon überraschende Leute.