17. Tag (01. Oktober 2016)

Wir haben einen ruhigen Start und können mal wieder länger schlafen, denn es ist ein relaxter Tag. Erst am späten Vormittag macht sich eine Gruppe von uns auf, um an den nahe gelegenen See Mutanda zu gehen, um dort Kanu zu fahren. Es ist nur ein Spaziergang von rund einer Stunde, der uns durch die Gemeinde führt. Dabei werden wir immer wieder von zahllosen Kindern begleitet, die Fotos von sich gemacht haben wollen. Es sind schon sehr arme Verhältnisse, in denen die Menschen hier leben und als Selbstversorger ihr Leben bestreiten. Jeglicher Ackerbau erfolgt hier ausschließlich von Hand und die Grundstücke und Felder sind sehr klein und an den zum Teil steilen Hängen gelegen.

Wir erreichen den See und haben erst einmal eine Pause, in der wir was trinken und die Landschaft genießen. Dann steigen wir in die Einbäume und werden von Einheimischen über den See gepaddelt. Es ist eine schöne, entspannte Fahrt über den See. Die Einbäume haben sicherlich schon eine lange Geschichte hinter sich und sind verhältnismäßig bequem um darin zu sitzen. Ich paddle mit und merke recht schnell, dass viel Energie nötig ist, um diese Kanus voran zu bringen. Unser Fischer, der uns über den See steuert, ist ein schmächtiger Mann, bringt aber das Boot mit sehr kräftigen Schlägen durchaus auf Fahrt und scheint dabei nicht wirklich angestrengt zu sein. Ich dagegen bin recht schnell platt und wechsle mich öfter mit Phillip ab, der mit mir im Kanu sitzt. Nach einer Stunde sind wir wieder zurück und werden anschließend mit einem Mini-Van in die Stadt zurückgefahren, so dass wir den Berg nicht mehr hinauflaufen müssen.

Wieder im Rafiki Gästehaus zurück, gehen wir in die Stadt, um eine Kleinigkeit essen. Der Ort bietet, wie so viele afrikanische Städtchen, nichts Sehenswertes und wir gehen gleich im Anschluss wieder zurück zum Gästehaus, um dort zu entspannen und den Tag auslaufen zu lassen.

Am Abend treffen noch Tom und Cody aus Australien bei uns ein, die auf dem Weg nach England sind. Sie werden für die nächsten sechs Wochen die Tour bestreiten und als Erstes mit uns die Gorillas besuchen.