10. Tag (24. September 2016)

Heute können wir ausnahmsweise länger schlafen und ich genieße mein Frühstück in der Bar auf der Terrasse, bevor fast die ganze Gruppe zu einem geführten Ausflug ins angrenzende Dorf aufbricht. Während wir herumgeführt werden, werden uns die Lebensverhältnisse der Einheimischen gezeigt. Es sind sehr einfache Lebensverhältnisse und für uns kaum vorstellbar. Die Hütten bestehen aus Lehm. Gekocht wird im Freien, so dass sich im Grunde das ganze Leben unter freiem Himmel abspielt. Uns werden die ganzen Pflanzen gezeigt, welche die Leute hier anbauen. Es wächst so gut wie alles hier: Tomaten, verschiedenste Sorten von Bananen, Pfeffer, Kaffee, Papaya, Jakobusfrucht, Kartoffeln, Erdnüsse oder auch Vanille. Während des Rundgangs werden wir von jeder Menge Kindern begleitet. In Uganda, ebenso wie in Kenia hat jede Frau zwischen vier bis acht Kinder. Auf der Straße sieht man fast ausschließlich Kinder, so dass man den Eindruck bekommen könnte, dass hier nur Kinder und keine Erwachsenen leben.

Man kann sich kaum vorstellen, was diese Kinder später einmal hier machen sollen, denn schon heute sieht man am Straßenrand jede Menge Menschen stehen, die offensichtlich nicht viel zu tun haben. Am Ende der Tour werden wir noch zu einem Mittagessen eingeladen. Ich nehme aber nicht mehr daran teil, weil sich der Himmel sehr verdunkelt und es wohl gleich zu regnen beginnt. So gehe ich zurück ins Camp und sortiere meine Sachen, die ich morgen zum Waschen geben will. Es fängt bereits auf dem Weg zur Dusche an zu regnen

Den Nachmittag verbringe ich in der Bar, sortiere meine Bilder und schreibe meinen Reisebericht. Dabei hoffe ich, dass es bis zu unserer Bootstour heute Abend wieder aufhört zu regnen.

Exakt zu Beginn der Bootstour klart der Himmel wieder auf und es hört auf zu regnen. So gehen wir an Bord und greifen uns gleich das erste Bier, da der Alkohol hier inklusive ist. Zuerst füttern wir einen Fischadler, der den Fisch spektakulär vor unserem Boot aus dem Wasser zieht. Die Bootsfahrt ist wenig aufregend, es geht nur kurz den Fluss hinauf und wieder hinunter. Wegen der Wolken gibt es keinen sehenswerten Sonnenuntergang. Es sind einige Vögel zu sehen und auch ein paar Fischer in ihren Booten, die ihr Glück versuchen. In unserer Gruppe steigt die Stimmung jedoch recht schnell, was wohl am kostenfreien Alkohol liegen mag. Nach zwei Stunden sind wir wieder zurück, die Stimmung ist ausgelassen und wir nutzen die Happy Hour in der Bar, um weiter unseren Durst zu stillen.