6. Tag (21. April 2016)

Es geht wieder sehr früh los. Wir brechen die Zelte ab, packen alles zusammen und machen uns nach dem Frühstück mit Nina auf den Weg in den Park. Wir wollen heute nach Swasiland und durchqueren auf dem Weg dorthin nochmals den Park. Zu Beginn treffen wir wieder auf einen einzelnen Elefanten, der am Straßenrand frisst. Ich bin mir nicht ganz im Klaren, ob es sich um das gleiche Tier handelt wie gestern Abend.

Da wir heute mit dem Truck unterwegs sind, haben wir den Vorteil, eine deutlich höhere Sitzposition zu haben und damit einen viel besseren Überblick. Es macht wirklich Spaß. Wir treffen auf Giraffen, den Wasserbüffel am ausgetrockneten Flussbett von gestern und anschließend auf Malibus, die am Himmel kreisen. Wieder sehen wir Flusspferde im Fluss, einige Paviane und sogar noch Eulen, mit denen ich hier im Park gar nicht gerechnet hatte.

Nach dem Mittag sehen wir in einiger Entfernung eine große Gruppe Elefanten am Fluss auf der einen Seite, und auf der anderen Seite steht eine kleinere Gruppe Elefanten mit ihren Jungen direkt an der Straße. Man weiß gar nicht, wohin man als erstes schauen soll. Wir fahren weiter, als die Muttertiere sich unwohl fühlen und uns dies signalisieren.

Als wir auf dem Weg zum Ausgang des Parks sind, treffen wir noch auf zwei weitere Elefanten in einem Schlammloch und einige Giraffen. Wir haben nun schon so viele gesehen, dass wir gar nicht mehr bei jedem Tier anhalten, aber natürlich bei jenen, die sehr nahe an der Straße stehen und sich hervorragend für gute Fotos eignen: wie bei den beiden Adlern, die hoch auf einem abgestorbenen Baum sitzen und die Umgebung beobachten. Wir haben in diesen zwei Tagen sehr viele Tiere gesehen und können uns nun auf den Weg nach Swasiland machen. Die Fahrt dorthin ist nicht mehr sehr weit, und auch der Grenzübertritt ist kein größeres Problem. Kurz vor unserem Zeltplatz geht noch ein Gewitter nieder, aber als wir ankommen ist bereits alles vorbei und wir können problemlos unsere Zelte aufbauen.

Am Abend gibt es noch ein Festessen. Die Gruppe hat entschieden, dass wir heute Abend gemeinsam Impala essen werden. So gehen wir gemeinsam ins Restaurant des Camps und genießen im gedämpften Schein der Petroleumlampen ein leckeres Buffet aus Springbock und Gnu. Dazu gibt es ein süffiges Bier und so wird es ein unterhaltsamer Abend.