4. Tag (19. April 2016)

Krüger NP

Es geht sehr früh raus. Es ist noch dunkel, und nach einem kurzen Frühstück machen wir uns mit entsprechenden Safari-Fahrzeugen auf den Weg in den Krüger NP. Es ist noch recht frisch am Morgen und mich fröstelt ein wenig. Als wir den Eingang zum NP erreichen, sehen wir als erstes wilde Hunde, die man selten zu Gesicht bekommt. Wir folgen ihnen die Straße entlang und sie „geleiten“ uns sozusagen in den Park hinein. Auf der weiteren Fahrt passieren wir einen toten Elefanten, an dem sich gerade noch die Geier laben. Wir treffen auf die ersten Springböcke, sehen die ersten Hyänen am Straßenrand und eine Giraffe. Unser erster Höhepunkt ist ein Löwe, der allerdings in großer Entfernung auf einem Felsen liegt und die Umgebung betrachtet. Gleich anschließend liegt am Straßenrand eine weitere Hyäne die sich deutlich fotogener zeigt. Danach treffen wir etwas weiter im Busch auf ein Breitmaulnashorn, welches sich versteckt und so lassen wir es in Ruhe. Etwas weiter die Straße runter treffen wir auf eine Gruppe Büffel, die dort friedlich grast. Auf der anderen Straßenseite sind dort zwei weitere Breitmaulnashörner in einiger Entfernung zu beobachten. Es ist erstaunlich, wie viele verschiedene Tiere wir bereits in der kurzen Zeit erspähen konnten. Dabei bin ich immer wieder erstaunt, wie schnell sich auch sehr große Tiere hier im Busch verstecken können, so dass sie gar nicht oder nur kaum zu sehen sind.

Wenig später treffen wir auf einen jungen Löwen, dem es sichtlich gefällt, von den ganzen Touristen betrachtet zu werden, denn er setzt sich richtig in Szene. So klicken die Fotoapparate unaufhörlich, und wir sind alle hoch erfreut. Wenig später sehen wir einen Klipspringer, eine Antilopenart, die sich ausschließlich in felsigem Gelände aufhält. Nachdem vom Klipspringer ein Foto geschossen war, ist die nächste Attraktion am Wegesrand eine Grüntaube, die hoch auf einem Baum sitzt und sich ebenfalls sehr fotogen gibt. Es sind durchaus die weniger populären, kleineren Tiere, die eine Safari ausmachen. Jedenfalls gelingt mir von der Taube eine herrliche Aufnahme. Ein weiterer Wasserbüffel steht direkt an der Straße, so dass wir ihm auch sehr nahe kommen können. Er erleichtert gerade seine Blase, und es dauert tatsächlich mehrere Minuten bis er damit fertig ist.

Wir kommen nach Skukuza und machen dort zum Frühstück eine Pause, wobei alle sich hauptsächlich um die Vögel kümmerten, die sich dort auf der Terrasse sehen ließen. Wir brechen wieder auf und fahren den Fluss Sabie entlang, immer auf der Suche nach einem Leoparden, der hier heute gesichtet wurde. Jedoch ist dieser verschwunden, als wir an die entsprechende Stelle kommen. Dafür sehen wir zwei Giraffen anmutig ein ausgetrocknetes Flussbett durchqueren. Nach den Affen an der Straße treffen wir auf eine große Gruppe Geier, die kreisend die Thermik ausnutzen, um nach oben zu steigen. Am Fluss taucht auf der anderen Seite ein Flusspferd auf und grast am Ufer. Wenig später kreuzt eine Gruppe Paviane die Straße und posiert vor unseren Kameras. Wir treffen auf mehrere Kudus und auch auf zwei Warzenschweine. Eine weitere Giraffe am Straßenrand erweckt unsere Aufmerksamkeit, bis wir im Busch ein Spitzmaulnashorn entdecken. Wir warten und vermuten, dass es wohl die Straße überqueren wird. So kommt es, so dass wir es in voller Körpergröße fotografieren können, während der Koloss scheinbar federnden Schrittes, leichtfüßig und flott die Straße überquert.

Als wir auf eine geschotterte Straße abbiegen, treffen wir auf zwei männliche Giraffen, die sich gerade bekämpfen. Es sieht etwas merkwürdig aus und ist auf den ersten Blick nicht gleich als Kampf zu erkennen. Währenddessen taucht eine Giraffe mit ihrem Kopf ab, hakt sich hinter dem Vorderlauf des Gegners ein und versucht diesen umzuwerfen, schafft es aber nicht, weil dieser sich auf seine Hinterläufe stellt und das Gleichgewicht wiederfindet. Wow, echt beeindruckend, sowas beobachten zu können.

Wir verlassen die beiden Streithähne und treffen während unserer Fahrt zurück zur Lodge, um Mittag zu machen, auf einen weiteren Löwen, der entspannt im Schatten liegt. Zum Mittag im Restaurant der Lodge nehme ich ein Steak mit Salat und freue mich auf den anschließenden Nachmittag. Wir machen noch einen Schlenker zum Fluss Sabie zurück und treffen dort auf eine Gruppe von Elefanten, die sich am Ufer des Flusses aufhalten. Es sind auch zwei Jungtiere in der Gruppe der Weibchen. Eine reizvolle Sache, die Gruppe ans Ufer marschieren zu sehen, um sich ein Bad zu genehmigen.

Danach machen wir uns aber schlussendlich auf den Weg zurück und treffen dabei noch auf mehrere Zebras und auch drei ausgewachsene Elefantenbullen. Eine Gruppe von Springböcken bildet das Ende unsere Tierbeobachtungen. Ich muss sagen, dass wir sehr viel Glück hatten, enorm viele Tiere sehen konnten und ein umwerfender Tag auf Safari zu Ende geht. Wieder im Camp zurück habe ich mich auf den Weg zum Pool gemacht, um mich abzukühlen, denn die Sonne brannte heute den ganzen Tag vom wolkenlosen Himmel.