24. Tag (22. November 2015)

Canyoning - La Fortuna

Heute hätten wir eigentlich am Morgen mit einem öffentlichen Bus nach San Jose abreisen sollen, aber wir haben für ein paar Dollar mehr einen privaten Kleinbus geordert. Deshalb hätten wir nun einen weiteren halben Tag hier in La Fortuna. Cathy, Kevin, Tiana und ich haben aber heute noch eine Canyoning-Tour gebucht, von der wir nicht vor drei Uhr zurück sein sollten. Netterweise hat die Gruppe zugestimmt, Vieren dies zu ermöglichen und erst um drei Uhr nach San Jose zu fahren. Später kam jedoch die Meldung, dass wir an der Tour wahrscheinlich doch nicht teilnehmen können, weil so viele Leute angemeldet sind und die Tour deshalb nicht vor vier Uhr zu Ende sein wird. Die Lösung ist nun, dass wir Vier am Ende der Tour von unserer Gruppe mit dem Kleinbus abgeholt werden und wir dann direkt nach San Jose fahren. Klasse, dass es doch noch klappt.

Wir fahren wieder in die gleiche Richtung wie gestern, müssen aber wegen der steilen Piste in zwei Geländewagen umsteigen, um an den Einstieg zur Schlucht zu gelangen. Ich freue mich schon auf die Tour, weil Canyoning beim heutigen Dauerregen wohl das Beste ist, was man machen kann. Wir sitzen also im offenen Geländewagen und werden bereits jetzt ziemlich nass. Aber es ist warm. Nach rund 20 Minuten erreichen wir den Einstieg. Wir müssen noch ein Stück gehen und sehen dann die Schlucht. Ziemlich tief unter uns rauscht das Wasser – und zwar gewaltig bei diesem Regen. Zuerst wird uns auch hier wieder alles erklärt. Gleich zu Beginn startet die Tour mit einem Abseilen von rund 40 m. Es geht direkt neben einem herrlichen Wasserfall hinunter, um den Einstig in die Schlucht überhaupt zu bewerkstelligen zu können. Dies klappt sehr gut und macht viel Spaß. Einige Meter über dem Wasser kann man einfach das Seil loslassen und sich ins Wasser fallen lassen. Als dies überstanden ist, geht es weiter zu unserem ersten Sprung. Er ist nicht sehr hoch aber trotzdem schön. Auf der anderen Seite konnte man wieder hochklettern und erneut springen. Es ist einfach klasse, wenn das Wasser warm ist und man keine Neoprensachen braucht, um sich warm zu halten.

Danach gab es einen weiteren kleinen Sprung und man schwimmt anschließend auf die andere Seite, um dort einen Wasserfall hochzuklettern. Gleich daneben seilt man sich an einem weiteren Wasserfall wieder ab. Im Anschluss daran kam die „Waschmaschine“, ein Becken, in dem das Wasser sich derart drehte, dass man nicht mehr wusste, wo oben und unten ist. Während wir uns die Schlucht weiter hinunter bewegten hatte man immer wieder schöne Ausblicke auf diesen naturbelassenen Wasserlauf, seine zahlreichen Wasserfälle und reißenden Strömungen. An den steilen Hängen auf beiden Seiten wuchert üppiges Grün und dazu gesellte sich heute noch der der heftige Regen von oben.

Als nächstes war der Tarzan-Schwung dran. Man konnte sich an einer Leine über ein natürliches Becken schwingen und sich dann fallen lassen. Ein Stück weiter war auch schon das Ende der Tour erreicht, und wir konnten zum Abschluss noch den höchsten Sprung mit rund acht Metern vollführen. Von dort musste man hochklettern, um wieder aus der Schlucht heraus zu kommen. Es war eine klasse Tour, vor allem bei diesem Wetter. Vielleicht ein wenig kurz, aber am Ende haben zwei kalte Bier auch dies entschädigt. Nachdem wir die nassen Sachen gewechselt hatten, ging es noch zum Essen. Dieses Mal war das Restaurant jedoch nicht so gut wie gestern. Wir waren nun aber zeitlich doch so früh fertig, dass wir noch nach La Fortuna zurückgefahren wurden. Am Hotel angekommen, konnten wir gleich umsteigen und sind mit unserer Gruppe nach San Jose gefahren. Am Abend in der Dunkelheit sind wir dort angekommen. Ich habe mir noch schnell einen Happen zu essen geholt und den Abend auch früh beendet.