23. Tag (21. November 2015)

Rafting - La Fortuna

Rafting - La Fortuna

Heute Morgen nehme ich zum Frühstück nur eine Tasse Kaffee, weil es gleich zum Rafting geht. Wir fahren mit dem Bus rund eine Stunde aus der Stadt hinaus. Am Straßenrand entdecken wir noch ein weiteres Faultier und halten kurz. Wenig später erreichen wir den Ausgangspunkt unser Rafting-Tour. Elmar, unser Bootsführer, gibt uns eine ausführliche Einweisung, und danach dürfen wir zu viert in einer Raft auf den Balsa River. Es geht gleich zu Beginn richtig los, und wir werden von Anfang an nass. Das Wasser und die Luft sind jedoch angenehm warm, also kein Problem. Wir hören auf die Kommandos von Elmar und paddeln, was das Zeug hält. Es macht riesig Spaß, vor allem wenn die Wellen hoch sind und das Wasser richtig in das Schlauchboot stürzt. So paddeln wir den Fluss hinunter. Es kommt sogar noch ein wenig die Sonne zum Vorschein und auf den ruhigeren Passagen können wir die tolle Landschaft genießen, denn der Fluss führt zeitweise direkt durch den Regenwald und man sieht die Bäume bis ans Ufer wachsen.

Wenig später haben wir in einem ruhigen Abschnitt die Möglichkeit, über Bord zu gehen und uns im Fluss treiben zu lassen. Super schöne Momente, wie man sie sich nur vorstellen kann. Bald wurden wir wieder in das Schlauchboot gezogen und „mussten“ weiter paddeln. Ein paar Stromschnellen später haben wir an einer Sandbank Halt gemacht, um eine Pause einzulegen, während der wir einige Früchte als Snack gereicht bekamen.

Der zweite Abschnitt des Flusses war nicht mehr ganz so anspruchsvoll und so genossen wir es, uns stellenweise einfach nur treiben zu lassen. An einer Stelle jedoch hat uns Elmar noch in eine Stromschnelle hineinmanövriert, so dass das Boot vorne vom Wasser nach unten gedrückt wurde und wir regelrecht von einem großen Schwall Wasser überspült wurden. Echt klasse! Plötzlich war die Tour auch schon viel zu früh zu Ende, und wir hatten die neun Kilometer Wildwasser schadlos hinter uns gebracht. Mit dem Bus ging es noch zum verdienten Mittagessen und anschließend wieder zurück nach La Fortuna.

Zur Entspannung haben wir uns am frühen Abend zu heißen Quellen fahren lassen, in deren Pools wir uns verdientermaßen erholen konnten. Die Quellen befanden sich in einem Hotelkomplex mit allen Annehmlichkeiten und einer Poolbar. Gerade als wir ankamen, hat es zu regnen angefangen. War aber nicht so schlimm, eine Abkühlung am Kopf zu haben, wenn man im warmen Wasser sitzt. Als die ersten Blitze zuckten und der Regen in einen Wolkenbruch überging hat dies Niemanden wirklich interessiert. Wir blieben einfach in den verschiedenen Becken sitzen. Erst als das Gewitter direkt über uns war und das Krachen des Donners sehr laut wurde, haben die meisten Besucher das Wasser verlassen. Wir haben uns in die Bar verzogen und einen Cocktail genossen. Nach einer halben Stunde ist das Gewitter weitergezogen, der Regen blieb und wir sind wieder in die warmen Quellen gestiegen. Das Abendbuffet war nicht so lecker, so dass wir uns in der Stadt noch in eine Bar begeben haben und letztlich ein herrlicher und ereignisreicher Tag zu Ende ging.