15. Tag (13. November 2015)

Santo Domingo

Ojo de Aqua

Ojo de Aqua

Rodeo - Ometepe

Rodeo - Ometepe

Rodeo - Ometepe

Heute Morgen stehe ich sehr früh auf, um mir den Sonnenaufgang über dem See anzuschauen. Es ist leider jedoch recht unspektakulär, und so lege ich mich wieder hin. Bin dann aber doch recht früh beim Frühstück und gehe anschließend in den See, um mich abzukühlen. Das Wasser ist herrlich und wegen des Windes und des Regens heute Nacht gibt es anschauliche Wellen. Es wäre schön, etwas mehr Zeit als nur einen Tag hier zu haben.

Gleich anschließend mache ich mich auf, um Ojo de Aqua zu besuchen. Ein Schwimmbecken mit sehr klarem Wasser, welches aus der Quelle gleich nebenan gespeist wird. Auf dem Weg entlang der Straße treffe ich noch auf eine Gruppe von Weißschulterkapuzineraffen. Ich komme recht nahe heran, und mir gelingen gute Aufnahmen. Normalerweise sieht man sie nur hoch oben in den Bäumen. Also hatte ich schon ein kleines Highlight am heutigen Morgen. An der Ojo de Aqua angekommen, bezahle ich den Eintritt und stürze mich sofort in das sehr große Becken. Das Wasser ist etwas frischer als der See aber herrlich zwischen Bäumen und Palmen gelegen, die viel Schatten bieten. Aber auch die Sonne scheint in das Becken, und man kann sich herrlich treiben lassen. Nach einer Weile verlasse ich den Ort wieder, als zur Mittagszeit zunehmend mehr Leute kommen. Auf dem Rückweg finde ich noch ein paar gute Aufnahmegelegenheiten von Blumen, die hier sehr zahlreich zu sehen sind.

Am Nachmittag steigen neun Leute von uns in einen Kleinbus und machen sich auf den Weg nach Altagracia, um heute die Bullenparade anzuschauen. Als wir ankommen, gibt es einen Jahrmarkt und Stände mit Essen. Wir schauen einem Kinderspiel zu, bei dem eine Pinata aus Karton zerhauen wird, um an die Süßigkeiten im Inneren heran zu kommen. Wir gehen dann gemütlich in Richtung des Festplatzes und stellen fest, dass noch nicht sehr viel los ist. So setzen wir uns erst einmal und gönnen uns ein Bier. Dann mit der Zeit stellt sich heraus, dass es sich gar nicht um eine Parade handelt, sondern um Bullenreiten in der Arena. Wir sind gespannt. Das Spektakel lässt noch auf sich warten. Wir genehmigen uns ein weiteres Bier.

Dann treffen die ersten Reiter ein und auch die Gruppe Musiker kommt hinzu. Die Arena wird mit Blickschutzfolie verkleidet, und nach dem dritten Bier fängt das Rodeo an. Wir stellen uns an den Eingang, bezahlen und betreten die Arena. Dann beginnt es auch schon. Die Musik spielt laut und heizt die Stimmung an. In der Arena sind nicht nur die vier Cowboys, welche die Stiere nach dem Ritt wieder einfangen müssen, sondern auch noch jede Menge Jugendliche, für die der heutige Tag wohl eine Mutprobe ist. Sie versuchen den Stier immer wieder nach dem Abwurf des Rodeo Reiters zu reizen, um dann schnell zu verschwinden. Wir sehen vier verschiedene Ritte, alle nur ein paar Sekunden lang aber trotzdem sehr interessant und sehenswert. So habe ich also unverhofft mein erstes Rodeo miterlebt.

Als wir wieder zurück im Hotel waren, habe ich mich, obwohl es schon dunkel war, in die Fluten des Sees gestürzt und ein wenig geplanscht. Es war herrlich. Jetzt habe ich aber Hunger auf ein gutes Stück Fleisch.