6. Tag (26. Dezember 2014)

Blick auf den Villarrica

Los Largos

Im Hostel gibt’s Frühstück und die Sonne scheint immer noch vom wolkenlosen Himmel. Wir werden heute eine kleine Wanderung hier im Nationalpark machen und ich bin mal gespannt was mich erwartet.

Da viele von uns die Wanderung machen wollen, fährt uns Rob und Tig mit dem Truck zum Parkeingang damit wir nicht den öffentlichen Bus nehmen müssen. Wir bezahlen unseren Eintritt zum Nationalpark und dann geht es auch schon los. Es ist eine wunderschöne Waldgegend mit vielen unberührten Seen dazwischen.

Da heute Weihnachten ist, ist alles geschlossen und wir müssen zuerst einmal den Anfang des Weges suchen. Nachdem wir den Picknick-Bereich einmal umrundet haben, finden wir den Einstieg. Der Weg führt zuerst durch dichten Wald dem Seeufer entlang. Wir durchqueren einen sehr schön gelegenen Campingplatz und danach steigt der Weg leicht an. Wir wollen den Rundgang um die drei Seen machen. Rob sagt uns, dass dies rund fünf Stunden dauern wird und wir uns entsprechend am Nachmittag am Parkplatz wieder einfinden sollten. Der Weg wird steiler, und es ist zu erkennen, dass wir auf den Sattel hinauf müssen. Es folgen schöne Ausblicke auf zwei größere Wasserfälle, und je höher wir steigen, desto schönere Ausblicke bieten sich auf den See und den dahinterliegenden schneebedeckten Vulkan. Schließlich erreichen wir nach rund fünfhundert Höhenmetern den ersten der drei Seen. Völlig unberührt und in seiner wilden Schönheit liegt er vor uns. Bei strahlend blauem Himmel sind die Farben fantastisch. Wenig später erreichen wir den zweiten See, an dessen Ufer wir unser Mittagsessen verspeisen. Vor uns nur die Kulisse des blauen Sees, des kräftigen Grüns des Waldes und der schneebedeckten Gipfel im Hintergrund. Die Ufer des dritten Sees erreichen wir nach einem weiteren kurzen Anstieg. Auch dessen Szenerie ist sehenswert, wenn auch nicht so großartig wie dort wo wir Mittagspause gemacht haben. Die Zeit vergeht wie im Fluge und wir müssen uns auf den Rückweg machen. Nach einer super schönen Wanderung erreichen wir den Parkplatz etwas nach der ausgemachten Zeit, was aber kein Problem ist. Ich kaufe gleich noch ein paar Dinge für die morgige Besteigung des Vulkans und gehe danach noch etwas essen. Den Rest des Abends verbringen wir bei einer guten Flasche Wein im Hostel. Ich gehe früh ins Bett, weil es morgen früh raus geht.