42. Tag (31. Januar 2015)

Kurz nach der Einfahrt in den Beagle Kanal gestern Abend gingen wir vor Anker, um ein paar Stunden zu überbrücken, bis der Lotse um 2 Uhr morgens an Bord kommt. Als ich am Morgen aufwache, ist die Polar Pioneer wieder in voller Fahrt. Noch vor dem Frühstück erreichen wir unseren Endpunkt der Reise, Ushuaia. Punktgenau machten wir am Pier fest. Während die Zollformalitäten abgewickelt und unser Gepäck von Bord gebracht wird, gab es ein letztes Mal Frühstück. Dann werden die gestempelten Pässe verteilt und alle gehen von Bord. Jeder verabschiedet sich und anschließend löst sich die Gruppe endgültig auf. Ich mag solche Abschiede nicht und bin froh, wenn es vorüber ist. Ich schnappe mir ein Taxi und fahre zum Hotel. Da ich dort so früh noch nicht aufs Zimmer kann, lasse ich mein Gepäck dort und mache mich zuerst zum Geldwechsler auf. Auf dem Weg dorthin treffe ich auf Susanne und wir verabreden uns in einem Café. Als ich zurück bin verbringen wir dort den ganzen Vormittag. Es hat mich sehr gefreut und war recht unterhaltsam. Die Stadt ist nicht sehr groß und so stoße ich den ganzen Tag über auf Teilnehmer unserer Antarktis-Reise. Nach dem Café besuche ich das alte Gefängnis, auf Grund dessen die Stadt gegründet wurde und das heute ein Museum ist. Es ist recht interessant und es gibt auch vieles über die Entdeckung der Antarktis zu erkunden. Während ich dort bin geht ein heftiger Schauer nieder, und ich warte bis er vorüber ist bevor ich ins Hotel zurück gehe und mein Zimmer beziehe. Was für ein Luxus an Platz, Raum und Privatsphäre. Am Nachmittag mache ich mich auf, um durch die Souvenirläden zu schlendern, komme jedoch schnell zum Ende. Anschließend verbringe ich noch ein wenig Zeit im Hotel und gehe gegen Abend zum Hafen, um das Auslaufen der Polar Pioneer zu sehen. Es dauert ein wenig und so genieße ich bei Sonnenschein die Aussicht auf den Beagle Kanal und schaue auch noch ein wenig den Möwen zu. Als das Schiff wieder auf Fahrt geht, ist es ein komisches Gefühl, nur zusehen zu können und nicht mit an Bord zu sein.

Ein sehr gutes Steak und ein kühles Bier sind noch ein großer Genuss am letzten Abend.