38. Tag (27. Januar 2015)

Eisskulpturen

Buckelwale

2 Wale -2 Zodiacs

Antarctica

Mit einem leichten Brummschädel geht es zum Frühstück und danach gleich wieder in die Klamotten und mit den Zodiacs raus. Wir sind heute Nacht zum Foyn Habour weiter gefahren und wollen dort das Schiffswrack und die Landungsstelle der frühen Walfänger besuchen. Aber zuerst gilt unsere Aufmerksamkeit zwei Buckelwalen, die sich gerade den Bauch vollschlagen. Wir kommen recht nahe heran und haben einen super Blick auf die imponierenden Tiere. Dann haben wir Zeit um uns das Schiffswrack anzuschauen, und gehen noch spontan an einer Stelle an Land an der zwei alte Holzboote liegen. Als wir dort sind zeigt sich wieder einmal die Sonne und es eröffnet sich uns ein brillantes Panorama.

Wieder zurück an Bord gibt es unmittelbar Mittagessen und gleich im Anschluss geht es wieder in die Zodiacs. Heute ist es ganz speziell, da die Polar Pioneer weiterfahren wird und wir während unserer Fahrt dem Schiff folgen müssen. Wir sind wieder etwas weiter südlich, in der Wilhelmina Bay. Als erstes sehen wir eine kleine Anzahl von Zügelpinguinen. Es sind unsere ersten, die wir zu sehen bekommen und wir sind entsprechend aufgeregt. Wir folgen der Küste, treffen noch auf eine Kolonie von Kormoranen und sind immer wieder von den Formen und dem tiefen Blau des Küsteneises beeindruckt. Es beginnt wieder leicht zu schneien. In einiger Entfernung sehen wir wieder einmal Buckelwale. Auf unserer Fahrt „spielen“ wir zwischendurch noch verstecken, da wir einen Eisberg finden, in dem man mit dem Zodiac hineinfahren kann. Echt lustig. Dann sehen wir Pinguine auf einem Eisberg und fahren hin. Zuerst befürchten wir, dass sie das Weite suchen, aber wir nähern uns mit sehr langsamer Fahrt und sie bleiben. Wir stellen den Motor ab und warten darauf was passiert. Es ist eine großartige Show, die wir zu sehen bekommen. Überall um uns herum schwimmen Pinguine, und auf dem Eisberg geht es richtig rund. Unzählige Pinguine springen hinauf und hinunter und können gar nicht genug bekommen. Für uns ist es ein einmaliges Spektakel und wir staunen nur noch, dass wir dies beobachten können. Die Polar Pioneer hat inzwischen gestoppt und über Funk kommt das Signal, dass sich alle zum Schiff aufmachen sollen. Wir waren mal wieder den ganzen Nachmittag auf dem Wasser und haben es kaum gemerkt.

Nachdem wir an Bord sind heißt es Anker lichten, und wir nehmen wieder Fahrt auf. Nach dem Abendessen erreichen wir die Hydrurga Rocks und wollen noch eine Landung durchführen. Der Wind ist stark und die See recht bewegt, weil wir nicht mehr von den Bergen in den Buchten geschützt sind. Bei der Anfahrt zum Strand werden wir schon von einem antarktischen Seebären begrüßt. Wir gehen an Land und befinden uns in einer Zügelpinguin Kolonie. Das Licht ist gut zum Fotografieren und es ergeben sich zahllose Motive. In der Luft sind Möwen und Sturmvögel zu sehen und an Land haben es sich zwei Weddellrobben bequem gemacht. Und natürlich sind auch die Pinguine wieder viel Zeit wert. Als ein Seebär sich auf den Weg ins Wasser macht, nimmt er keine Rücksicht auf eine Gruppe von Pinguin, welche auf dem Rückweg in die Kolonie sind. Sie stürmen auseinander und überschlagen sich dabei fast. Also wenn solch eine Masse an Fleisch auf sie zukommt, können Pinguine durchaus auch an Land recht schnell sein. Eine echte Show. Noch eine Show gibt es kurz darauf, als drei Seebären sich spielerisch im flachen Wasser bekämpfen. Jedenfalls gibt es viel zu beobachten und man ist immer gespannt, was wohl als nächstes passieren wird.

Als wir wieder an Bord sind ist es nicht mehr lang bis Mitternacht. Durch die hellen Nächte geht das Zeitgefühl ziemlich verloren.