29. Tag (18. Januar 2015)

Perito Moreno

Perito Moreno

Perito Moreno

Perito Moreno

Gestern war es bedeckt als wir nach Calafate gefahren sind. Heute Morgen zeigt sich der Himmel wieder von seiner besten Seite und wir sind auf dem Weg zum Perito Moreno Gletscher. Ein weiteres Highlight von Patagonien. Die beiden Gruppen der Trucks fahren heute gemeinsam in einem Bus los. Wir nehmen die alte Straße zum Gletscher und haben deshalb eine sehr schöne Aussicht auf die verschiedenen Gebirgszüge. Die Sicht ist phantastisch. Wir können sogar den Paine Gebirgszug in rund 100km Entfernung sehen. Nach einem Stopp auf einer Estancia zum Erfrischen geht es weiter. Die Weite der Steppe ist wieder einmal zu erleben. Als wir bereits auf der Halbinsel Magellan und im Nationalpark sind, halten wir an und beginnen einen Spaziergang am Ufer des Sees, mit herrlichem Blick auf den südlichen Teil des Gletschers. Schon aus der Entfernung eine beeindruckende Menge Eis, die vom patagonischen Eisschild herunter fließt. Am Ufer ist die Wasserlinie mit seinen vergangenen Höchstständen gut zu sehen, denn der Wasserspiegel dieses Teils des Sees steigt stark an, wenn der Abfluss durch den Gletscher blockiert wird.

Nach einem Gruppenfoto steigen wir wieder in unseren Bus und fahren schließlich zum Gletscher. Ich lasse die Bootsfahrt aus, um einfach mehr Zeit auf den Aussichtsstegen zu haben, zumal ich vom Schiff aus sicherlich noch nahe genug herankommen werde. So laufe ich auf eigene Faust die sehr gut ausgebauten Rundwege umher und genieße die Aussicht auf das Eis und den dunkelblauen Himmel. Ich bin kaum zwei Minuten dort, als es zu krachen anfängt und ein großer Brocken des Gletschers abbricht und donnernd in den See stürzt. Gleich ein spektakuläres Ereignis in den ersten Minuten! Es ist Hochsaison und es sind jede Menge Leute hier. Man hat aber immer die Möglichkeit die Aussicht zu genießen und gegen später verteilt sich die Menge dann besser. Ich setze mich und esse etwas zu Mittag während ich diesen tollen Blick genieße. Die Eiswand ist rund 50-60m hoch und 4km breit, so dass man nicht an die beiden Enden schauen kann. Die Boote wirken winzig davor. Immer wieder kracht oder donnert es, und es sind im Laufe der Zeit einige kleinere Eisabbrüche zu beobachten. Sehr beeindruckend.

Die Rückfahrt am späten Nachmittag geht deutlich schneller. Ein paar andere und ich lassen uns im Zentrum absetzen, weil wir unbedingt noch ein richtig leckeres Eis essen wollen. Es ist Sonntag und entsprechend voll, so dass wir recht lange warten müssen. Anschließend kaufe ich im Supermarkt einige Flaschen Wein für meinen Abschied heute Abend. Es ist mein letzter Tag auf der Tour. Ich treffe Ed und Sue, sowie Maria und James und wir gehen zusammen ins Steak House, in dem ich gestern schon war. Das Filet war wieder sehr lecker und so gehen wir gestärkt ins Hostel zurück. Im Laufe des Abends sammeln sich die Leute und wir sitzen noch in sehr gemütlicher Runde bei Rotwein und Fingerfood zusammen. Was für ein schöner Abschluss.