27. Tag (16. Januar 2015)

Torres del Paine

Torres del Paine

Torres del Paine

Torres del Paine

Als ich aufwache schaue ich aus dem Zelt auf einen absolut wolkenlosen Himmel. Wow, es wird ein überragender Tag heute. Wir machen uns auf; die Türme anzuschauen. Nach dem Frühstück fahren wir mit dem Truck zum Ausgangspunkt der Wanderung. Schon allein die einstündige Fahrt dorthin ist der Wahnsinn. Es ist keine Wolke am Himmel zu sehen. Sämtliche schneebedeckten Berge sind in ihrer vollen Pracht zu sehen. Man weiß gar nicht wohin man zuerst schauen soll. Als wir ankommen warten die W-Walker bereits auf uns und wir machen uns auf den Weg. Dieser führt über Wiesen ansteigend den Berg hinauf in ein Tal hinein. Als wir höher steigen ergibt sich wieder eine tolle Aussicht in die Weite des Landes. Wir erreichen nach eineinhalb Stunden den höchsten Punkt und haben einen Blick hinunter auf das Refugio El Chileno und das Tal entlang.

Im Hintergrund steht ein schneebedeckter Berg. Es geht also wieder ein paar Höhenmeter hinunter. Als wir das Refugio erreichen machen wir eine Pause. Die Türme sind nicht zu sehen, da diese sich hinter einem Berg verstecken. Weiter führt der Weg leicht ansteigend in einem stetigen Auf und Ab zum Campingplatz Torres durch einen lichten Wald. Ein sehr schöner Abschnitt. In den Bachläufen am Wegesrand können wir unsere Trinkflaschen mit kaltem Quellwasser wieder auffüllen. Von nun an geht’s auf den steilen Schlussanstieg. Dieser führt am Rand einer alten Seitenmoräne über Geröllfelder hinaus. Die Türme sind erst ganz am Schluss auf den letzten Metern zu sehen. Dann aber mit einem richtigen Wow Effekt.

Der Himmel ist immer noch kristallklar und dunkelblau; türkis das Wasser des Gletschersees und dahinter die gigantischen Türmen aus Granit. Ein überragender Anblick. Wir verbringen mehr als eine Stunde dort, sonnen uns bei absoluter Windstille und machen Mittag. Ich kann gar nicht aufhören zu fotografieren. Dann hören wir, dass Kletterer auf dem zentralen Turm unterwegs sind und suchen nach ihnen. Als wir sie in der Wand gefunden haben wird uns erst richtig klar, wie riesig die Türme sind. Unglaublich. Der Aufbruch zum Rückweg fällt mir schwer. Den Abstieg bewältigen wir dann recht locker. Am Refugio machen wir noch einmal Pause und steigen vollends ab. Wieder unten angekommen legen wir uns in die Sonne und lassen erst einmal ein Bier zischen. Was für ein herrlicher Tag.

Als wir wieder im Camp zurück sind hat Rob uns bereits wieder bekocht und wir können uns nach einer Dusche an den gedeckten Tisch setzen. Welch ein Luxus. Ed und ich setzen uns danach mit einer Flasche Rotwein ans Ufer des Sees und genießen einfach nur den Blick auf die Berge. Ben und Judith kommen auch noch vorbei und so bleibt es nicht bei der einen Flasche. Ein schöner Abschluss meines letzten Abends auf einem Campingplatz auf dieser Tour.