26. Tag (15. Januar 2015)

Torres del Paine NP

Torres del Paine NP

Torres del Paine

Heute ist für die Leute, die nicht den ganzen W-Walk machen, ein Tag zur freien Verfügung. Da ich in der heutigen Kochgruppe bin machen wir zuerst einmal Frühstück, jedoch erst um 09:00Uhr. Die Reste der Party gestern sind schnell aufgeräumt. Nach dem Frühstück reißt der graue Himmel auf und die Sonne scheint. Ich entscheide mich schnell und spontan zu einem kleinen Spaziergang auf den Minador de Condor zu machen, der gleich hier hinter dem Campingplatz liegt. Als ich das Camp verlasse und höher steige merke ich schon, dass der Wind zunimmt. Kurz vor dem Sattel, über den ich hinüber muss, um von hinten auf den Gipfel zu kommen, spüre ich wie der Wind mich kräftig bergan schiebt und muss auf dem Sattel aufpassen, dass ich nicht stürze. Als ich oben ankomme ist der Blick phänomenal. Ich kämpfe aber die ganze Zeit mit dem Wind. Um nicht umzufallen, setze ich mich auf den Boden. Dabei schaffe ich es kaum, die Augen offen zu halten. Ich genieße es aber trotz allem. Es ist wohl einer der schönsten Aussichtspunkte hier im Park. Man hat Sicht in alle Himmelsrichtungen. Ich steige über einen anderen Weg ab, da ich nicht noch einmal über den Sattel will. Deshalb treffe ich etwas weiter unten auf die Straße und gehe am Ufer des Sees zurück.

Wir essen zu Mittag und genießen die Sonne. Es ist richtig warm. Am Nachmittag fährt uns Rob noch mit dem Truck zum Largo Grey. Ich sitze während dieser Fahrt auf den Dachsitzen, als es anfängt zu regnen. Nicht stark; nur einige Tropfen; aber der Wind schleudert diese mir heftig ins Gesicht. Als wir ankommen machen wir eine kleine Wanderung mit einem lokalen Guide. Wir gehen durch einen kleinen Wald runter zum Strand am Largo Grey. Der Regen hält an und die Berge sind wolkenverhangen. Es dauert rund eine halbe Stunde; auf die andere Seite des Strands zu kommen. Dort gibt es noch einen kleinen Rundweg auf einer Halbinsel. Hier haben wir einen schönen Blick auf den Gletscher, der sich auf der anderen Seite des Sees befindet. Der See und das Wetter machen seinem Namen heute Nachmittag jedoch wirklich alle Ehre. Von Sonnenschein zum trüben Regenwetter hat es kaum zwei Stunden gebraucht. So schnell kann es sich hier ändern. Wieder im Camp zurück habe ich noch ein wenig Zeit bevor wir uns wieder ans Kochen machen. Ein letztes Mal Dienst in der Kochgruppe.