20. Tag (09. Januar 2015)

Laguna Esmeralda

Laguna Esmeralda

Heute mache ich eine Wanderung zur Lagune Esmeralda und werde dazu um 09:00Uhr abgeholt. Wir fahren die Ruta 3 wieder ein Stück zurück und machen Halt an einer Hütte des Veranstalters. Dort werden wir mit Gummistiefeln ausgestattet, da der Weg sehr matschig sein soll. In Gummistiefeln zu wandern ist keine schöne Aussicht, aber wenn es nicht anders geht muss es wohl sein. Durch die Schuhsohle spürt man jeden Stein. Zuerst führt uns unser Weg quer über den Sumpf. Überall sind schon Biberdämme zu sehen. Es ist ein großes Gebiet, in dem der Biber die Landschaft gestaltet hat.
Nach kurzer Zeit ist klar, warum es nur mit Gummistiefeln geht, denn wir sinken bis zu den Knöcheln ein und das Wasser gluckst bei jedem Schritt. Es ist bewölkt, aber die Bergkulisse ist trotzdem wolkenfrei und schön anzuschauen. Auf der anderen Seite des Sumpfes erreichen wir einen Laubwald, der uns mit seinem frischen frühlingshaften Grün entgegen leuchtet. Auf der anderen Seite wiederum treffen wir auf einen Bachlauf der von sicherlich einem Dutzend Biberdämmen aufgestaut ist. Aber wie unser Guide erklärt ist es bei der diesjährigen Schneeschmelze zu einer starken Flut gekommen und man sieht überall die Dammbrüche und die bereits erfolgten Reparaturen. Echt beeindruckend, in welcher Größenordnung sich die Dämme befinden. Hier kam man schon von einer richtigen Staumauer sprechen.

Wir steigen dem Bachlauf entlang höher und erreichen den offiziellen Weg, der zur Laguna Esmeralda führt. An der Laguna angekommen eröffnet sich uns ein sehr schöner Blick auf den türkisfarbenen Gletschersee, die grünen Wälder und die dahinterliegenden, schneebedeckten Gipfel. Wieder einer der klischeehaften Ausblicke. Zumal in der halben Stunde, in der wir dort sind, der Himmel aufreißt ist und die Sonne vom blauen Himmel scheint. Nachdem jeder sein Essenspaket verzehrt hat und alle Bilder gemacht sind steigen wir wieder ab. Der offizielle Weg ist nicht ganz so matschig wie der unsere, trotzdem bin ich auch hier froh darüber, die Dinger anzuhaben. Wir steigen schnell wieder ab und biegen dann nach links, um wieder über den Bibersumpf zur Hütte zurückzukehren. Dort wechseln wir noch die Schuhe und werden wieder in die Stadt zurück gefahren. Man hätte sicherlich nicht eine Tour buchen müssen um zur Lagune zu kommen, aber der besondere Weg und die Informationen, die wir über die hier lebenden Biber bekommen haben, war es wert diese Tour gemacht zu haben.

Als ich wieder im Hostel zurück bin nehme ich erst einmal eine Dusche und relaxe am Nachmittag. Es beginnt für rund eine halbe Stunde heftig zu regnen. Man sagt nicht umsonst, dass es in Ushuaia vier Jahreszeiten an einem Tag geben kann. Das Wetter ist so wechselhaft.