18. Tag (07. Januar 2015)

Magellan Straße

Magellan Straße

Heute Morgen machen wir uns nun auf den Weg nach Ushuaia. Unser Plan ist, bis zur chilenischen Grenze zu fahren und dort zu campen. Aber wir sind recht früh dran und ändern unsere Pläne. Da es auch recht lange hell ist werden wir schon bereits heute die Grenze nach Chile überqueren und dort die Fähre über die Magellanstraße nehmen. In Esperanza und später auch in Rio Gallegos machen wir eine Pause. Ich kaufe noch eine wasserdichte Regenhose in einem Camping-Laden und wir fahren weiter.
Vor der Grenze kochen wir noch zu Mittag, da wir keinerlei Früchte oder anderes nach Chile mitbringen dürfen. Dabei fällt noch meine Kamera runter und der UV-Filter splittert. Ich kann froh sein, dass es die Kamera und das Objektiv überlebt haben, aber ich bekomme den Filterring nicht mehr vom Objektiv, da das Gewinde verbogen ist. Ich hoffe ich kann es später in Ushuaia richten lassen. Der Grenzübertritt hat verblüffend schnell und unkompliziert funktioniert. So fahren wir schon nach einer Stunde weiter zur Fähre. Dort sehen wir zum ersten Mal die Magellanstraße.

Momentan herrscht eine sehr kräftige Strömung in Richtung Atlantik und die Fähren haben ganz schön zu kämpfen. Es ist eine Schlange von Fahrzeugen vor uns, so dass wir erst mit der 2. Fähre nach rund einer Stunde übersetzen können. Die Fahrt verläuft gut. Wir stehen an Deck und trotzen dem starken Wind. Das Wetter ist heiter mit kurzen Schauern, so begrüßt uns also Feuerland, das Stück Erde am „Ende der Welt“. Gleich nachdem wir die Fähre verlassen haben treffen wir die Entscheidung, heute noch so weit wie möglich zu fahren und irgendwo am Straßenrand einen Platz zum Campen zu finden. Damit erreichen wir Ushuaia einen halben Tag früher und können die Zeit dort besser nutzen als irgendwo am Straßenrand. Im bedeutenden Cerro Sombrero mit seinen hübsch hässlichen Gebäuden aus den fünfziger Jahren kaufen wir noch schnell was im einzigen Supermarkt zum Essen ein und machen uns gleich wieder auf den Weg.

Wir sind also noch bis nach neun Uhr auf der Straße. Da wir es nicht mehr über die Argentinische Grenze schaffen, suchen wir uns in einem Feldweg am Straßenrand einen Platz zum Campen. Auf Grund der Uhrzeit stellen wir nur noch die Zelte auf und legen uns schlafen. Kaum im Zelt fängt es auch schon zu regnen an. Wir alle verkriechen uns in die Zelte und sind froh uns nach einem langen Tag im Truck ausstrecken zu können.