11. Tag (31. Dezember 2014)

Silvester

Silvester

Wir verlassen das Alaska Hostel und fahren die Berge hinauf. Die Aussicht ist immer noch sehr sehenswert. Wir passieren einige Seen, die von Wald eingerahmt sind und folgen weiter der Hauptstraße nach Süden. Die Ruta 40 ist eine der berühmtesten Straßen Argentiniens. Wir überqueren einen Pass – es ist recht kühl hier oben – und fahren anschließend wieder in tiefere Lagen hinunter. Die Landschaft weitet sich und gleicht mehr einer Steppe. Nach ein paar Stunden erreichen wir Equel. Dort machen wir Pause. Ich nutze die Zeit um mir ein wenig die Beine zu vertreten. Viele Geschäfte sind wegen Silvester bereits geschlossen. So nehme ich in einer Bar noch ein Bier bevor es weitergeht. Nur kurze Zeit später stoppen wir erneut und verbringen noch eine Stunde in Trevelin. Hier ist noch weniger los, aber wir kaufen noch Holz für unser heutiges Lagerfeuer ein.

Nun geht es zu unserem Bush Camp. Wir verlassen die Hauptstraße und folgen einer Schotterpiste in die Berge Richtung Chile. Die Szenerie könnte kaum schöner sein. Nach rund einer Stunde erreichen wir einen Flusslauf, an dessen Ufer wir unsere Zelte aufschlagen. Es ist keine Menschenseele um uns herum. Wir sind für uns. Die Zelte sind schnell aufgestellt, Tische, Stühle und Kocher ebenfalls. Das Feuer brennt schon nach kurzer Zeit und das Bier ist im Fluss kühl gelagert. Die Kochgruppe fängt an das BBQ vorzubereiten und wir mixen den Punsch. Die Musik im Truck läuft auf voller Lautstärke und die Lichter sind auch schon bereit, falls es nochmal dunkel werden sollte. Somit steht der Party nichts mehr im Wege.

Der Punsch kommt gut an, die Musik fetzt und die Laune steigt. Die Steaks und Würste sind sehr lecker. Gegen halb Elf wird es dämmrig. Mein erstes Silvester, an dem es lange hell ist und ich bei einem BBQ ins neue Jahr feiere. Um Mitternacht wünschen sich alle ein gutes neues Jahr und wir stoßen mit chilenischem Sekt auf 2015 an. Anschließend feiern wir noch weiter bis sich irgendwann alle in die Zelte verkriechen.